Sikorski zur Pleite: "Nichts mehr zu verlieren"

Eishockey: Playoffs 1. Liga West

Der Playoff-Auftakt ging gründlich in die Hose. 0:4 gegen die Hammer Eisbären lautete das ernüchternde Ergebnis im Halbfinal-Hinspiel aus Sicht der Eisadler. Ein Sieg mit fünf Toren Unterschied muss jetzt her, um doch noch ins Finale einzuziehen. Trainer Krystian Sikorski im Interview.

Dortmund

, 08.03.2016, 19:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sikorski zur Pleite: "Nichts mehr zu verlieren"

Trainer Krystian Sikorski (M.) spricht im Interview über die Pleite in Hamm.

0:4 gegen Hamm – wie tief sitzt der Stachel einen Tag danach noch? Schwer zu sagen. Es ist schon Enttäuschung da, ist doch klar. Aber nicht, weil wir verloren haben, sondern, weil wir kein Tor geschossen haben. Nach 0:4 klingt das natürlich doof, aber wir hatten mehr Spielanteile als Hamm. Das Problem war, dass wir zu viele Fehler gemacht haben, die hat Hamm gnadenlos ausgenutzt. Wir haben viele Chancen rausgespielt, aber keine Tore gemacht. Sebastian May, unser ehemaliger Torwart, hat gehalten wie ein Teufel. Leider jetzt für Hamm (lacht). Wir hätten wahrscheinlich noch 20 Minuten weiterspielen können – und hätten trotzdem kein Tor geschossen. Und so ist es eben im Leben: Wenn man keine Tore schießt, wird man bestraft. Jetzt stehen wir mit dem Rücken zur Wand.

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War es nur der Torabschluss, oder hat die Mannschaft aus Ihrer Sicht noch mehr vermissen lassen? Ich werfe der Mannschaft nichts vor. Wir haben bis zur Schlusssirene gekämpft. Die Jungs haben wirklich alles gegeben. Es lief einfach alles gegen uns. Es gibt leider solche Spiele. Dass es ausgerechnet im Halbfinal-Hinspiel und im Derby passiert, ist natürlich doppelt bitter. Trotzdem werden wir im Rückspiel noch einmal alles versuchen, um doch noch ins Finale einzuziehen. Wir haben nichts mehr zu verlieren.

Was muss Ihre Mannschaft jetzt aufs Eis bringen, um noch eine Chance aufs Finale zu haben? Wir müssen alles auf eine Karte setzen. Wir müssen Sekt oder Selters spielen. Und natürlich brauchen wir jetzt auch ein bisschen Glück. Noch einmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand, wir haben nichts mehr zu verlieren. Wir versuchen einfach, das Spiel so hoch wie möglich zu gewinnen. Was am Ende dabei rumkommt, werden wir sehen.

Ausgerechnet gegen Hamm tut sich Ihr Team so schwer wie gegen kein anderes der Liga. Schon die Bilanz aus Vor- und Endrunde sprach mit 4:2 für die Eisbären. Warum liegt Hamm Ihrer Mannschaft nicht? Gegen Hamm haben wir von Anfang an Probleme gehabt, unser Spiel durchzuziehen, das stimmt. Sie sind sehr unangenehm zu spielen. Sie haben clevere Jungs mit viel Erfahrung. Und sie haben drei sehr gute Reihen. Das haben nur wenige Mannschaften auf diesem Niveau. Die Qualität in Hamm ist einfach hoch.

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Wie wird jetzt die Trainingswoche aussehen, wie bauen Sie die Mannschaft wieder auf? Ich werde mit den Jungs sprechen. Wir werden das Spiel aus unseren Köpfen rausschmeißen. Spielerisch haben wir kein Problem, wir liefern gutes Eishockey. Im Eishockey kann man auch ein 0:4 noch drehen. Daran werden wir arbeiten, dass wir auch daran glauben.

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