Silberbach bleibt trotz Erfolg gelassen

Fußball-Westfalenliga

Zwei Dortmunder ganz vorne in der Westfalenliga-Tabelle machen Lust auf die kommenden Spiele. Hinter dem FC Brünninghausen rangiert Derbysieger ASC 09. Weniger gut ist die Stimmung bei Schlusslicht Mengede 08/20. Der TuS Eving-Lindenhorst steht zwischen diesen beiden Polen.

von von Alexander Nähle

, 10.09.2012, 22:45 Uhr / Lesedauer: 3 min
Aplerbecks Tim Schwarz (r.) gewinnt das Kopfballduell gegen Wickedes Danny Baron.

Aplerbecks Tim Schwarz (r.) gewinnt das Kopfballduell gegen Wickedes Danny Baron.

Westfalia Wickede drückte der Schuh im Angriff. Ohne Roman Schymanietz brachte im Duell gegen Aplerbeck daher auch die überzeugende Anfangsphase nur wenig Zwingendes. Schymanietz fehlt auch am Samstag um 19 Uhr in Hohenlimburg. Da Miguel Moreira aus beruflichen Gründen und Dominik Hennes verletzt fehlen, müssen andere in die Bresche springen. Dass sein Team vier Gegentreffer kassierte, habe an den individuellen Fehlern gelegen. Schott kommentiert: „Und dann hat uns Aplerbeck die Grenzen aufgezeigt. Das ist eben ein gutes Team. Wir ziehen unsere Lehren aus dem Spiel und blicken dann nach vorne.“ TuS Eving-Lindenhorst Der TuS Eving-Lindenhorst singt ebenfalls das Lied der individuellen Fehler. „Absolut unnötig“ nannte Spielertrainer Dimitrios Kalpakidis die Niederlage gegen den TuS Erndtebrück II. „Wir haben das viel zitierte Lehrgeld bezahlt, das ich den jungen Leuten aber zugestehe.“ Am Freitagabend um 19 Uhr steht mit dem Spiel gegen Brünninghausen wieder ein Derby an, und Dortmunder Duelle lagen den Evingern bislang. Besserung verspricht die personelle Situation. Philipp Kasperidus und Karim Bouasker sind bald wieder bei 100 Prozent, Neuzugang Pierre Krause ist auch eine Alternative und für das Tor stellt sich Andreas Lichtner zur Verfügung.

In Mengede steht eine schonungslose Analyse der Anfangswochen an. „Wenn wir nach vier Spielen einen Punkt und nur zwei Tore haben, müssen wir einfach die Qualitätsfrage stellen. Wir verlieren ja nicht nur wegen unglücklicher Zufälle“, sagt Co-Trainer Marcus Kuhlmann. „Wir müssen am Zweikampfverhalten arbeiten, aber auch am Abschluss.“ Mengede trifft sich ab sofort viermal die Woche zum Training. Diesmal bleibt es aber bei drei Einheiten, weil heute (19.30 Uhr) ein Test bei Alemannia Scharnhorst ansteht. Fatih Bas, Dennis Schultze und Eduard Sprenger sollen Spielpraxis sammeln.

Der FC Brünninghausen tanzt noch auf zwei Hochzeiten, und auch die zweite hat ihren besonderen Reiz. Denn im Westfalenpokal winkt bald das große Los: ein Auswärtsspiel Ende November beim Drittligisten Preußen Münster. Voraussetzung aber ist ein Erfolg heute beim Landesligisten Lüner SV. Zudem müsste sich Münster gegen Wanne-Eickel durchsetzen. FCB-Trainer Frank Eigenwillig und sein Team wollen dieses Highlight unbedingt mitnehmen. Zwar schont er heute um 19 Uhr einen oder zwei Spieler, da am Freitag (Anstoß 19 Uhr) schon das Derby gegen den TuS Eving-Lindenhorst auf dem Programm steht, aber er schickt ein sehr motiviertes Team ins Rennen. „Da uns ja einige Leute fehlen, nenne ich unsere Aufstellungen ohnehin fast immer Bestbesetzung. Viele Möglichkeiten bleiben da gar nicht. Fest steht dennoch, dass Nils Birnkraut eine Chance erhält. Er spielte in den vergangenen Wochen für die zweite Mannschaft. Andreas Kluy und Paul Polok sind nicht an Bord. Die erste Hochzeit, die Meisterschaft, gefällt den Brünninghausern auch sehr gut, schließlich führen sie das Feld an. Und die Vorstellung bei SW Wattenscheid sei deutlich besser als die gegen Hassel gewesen. „Wenn ich bedenke, dass einige Leute fehlten und einige nicht über 90 Minuten durchhielten, ist ein verdientes Remis bei guten Wattenscheidern schon ordentlich.“ Was der FCB derzeit anbietet, steht in keinem Vergleich zu dem Bild, das er vor knapp einem Jahr bot. Alle bewahren die Ruhe, die Leistung stimmt, und alles sieht so aus, als hätte es eine Perspektive. Aber in Brünninghausen drehen sie auch nicht positiv durch. Daher zählen momentan nur die beiden Spiele am Dienstag und Freitag.

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