Daniel Sekic folgt beim ASC 09 Dortmund auf Adrian Alipour. Der 42-Jährige tritt seinen Dienst in Aplerbeck jedoch erst Mitte Oktober an. Im Interview verrät er, was er mit dem ASC vorhat.

Dortmund

, 12.09.2018, 17:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Daniel Sekic, jetzt ist es offiziell. Wie sehr beschäftigen Sie sich schon mit dem ASC?

Ich freue mich erstmal sehr. Natürlich habe ich den Weg des ASC schon in der Vergangenheit verfolgt und viele Spiele gesehen. Aber das wird jetzt deutlich intensiver.


Sie hätten jetzt schon einsteigen können, wären dann aber die Hälfte der Zeit weg gewesen?

Genau, das war das Dilemma. Der Verein hat Verständnis dafür gezeigt, das zeigt die Wertschätzung, die man mir entgegenbringt. Aber ich bin ab dem 15. Oktober natürlich auch in der Bringschuld.


Sie werden also wirklich erst am 15. Oktober beginnen?

Ja, aber ich sehe fast alle Spiele des ASC und bekomme von Samir die Videos, damit ich optimal vorbereitet zum ersten Training kommen kann.

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Im Moment sind zahlreiche Spieler verletzt. Haben Sie Sorge, dass Sie Mitte Oktober im Abstiegskampf beginnen?

Ich hoffe natürlich, dass Samir möglichst viele Punkte holt - wenn möglich sogar alle (lacht). Aber das ist bei der aktuellen Personalsituation utopisch. Wenn es so sein sollte, dass wir im Oktober unten drin stehen, dann ist es so. Ich habe mit meinen Teams zwar meistens um den Aufstieg gespielt, kenne aber aus Stadtlohn auch den Abstiegskampf. Da hatten wir im Winter 14 Punkte und haben in der Rückrunde 28 geholt.



Was haben Sie denn mit dem ASC in dieser Saison noch vor?

Auf die Vorgabe des Klubs, viel mit jungen Spielern zu arbeiten, habe ich richtig Bock. Das kenne ich auch noch aus meiner Zeit in Coesfeld. Man braucht natürlich Säulen, also Führungsspieler, aber die hat der ASC ja. Der Kader ist hervorragend zusammengestellt. Das Mindestziel vom Verein ist der Klassenerhalt, aber wenn ich mich nach Platz drei im Vorjahr damit zufrieden geben würde, wäre ich wohl der Falsche für den Job. Auf der anderen Seite wird es natürlich brutal schwer, den dritten Platz zu toppen. Bis zur Winterpause wollen wir deshalb erstmal möglichst viele Punkte holen. Dann kann ich den Jungs im Winter meine Vorstellung von Fußball intensiv vermitteln.

Wie sieht Daniel-Sekic-Fußball aus?

Grundsätzlich habe ich sehr ähnliche Vorstellungen wie Samir, aber es gibt immer Kleinigkeiten, die sich unterscheiden. Generell hat einer meiner Vorgänger mal gesagt, dass es immer unangenehm war, gegen Stadtlohn zu spielen. So definiere ich meinen Fußball auch. Ich fordere im Spielbetrieb das Maximale von meinen Spielern und akzeptiere es auch im Training nicht, wenn jemand nicht alles gibt. Spielerisch will ich defensiv stabil stehen und eine gute Balance zur Offensive finden.


Sie wohnen in Reken, 70 Kilometer entfernt von Dortmund. Kommen Sie dann immer zum Training angefahren?

Ja, ich bin aber beruflich hauptsächlich im Ruhrgebiet unterwegs. Von daher passt das.

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