So scoutet der ASC 09 seine Nachwuchstalente: „Wir bringen jedes Jahr mindestens zwei raus!“

rnASC 09

Der ASC 09 geht seinen eigenen Weg in der Oberliga. Der geht vor allem über junge Talente. Doch wie kommt man an sie und warum sind es vor allem zwei Vereine, die Aplerbeck im Blickfeld hat?

Dortmund

, 13.10.2019, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

So langsam geht es wieder auf die Phase zu, in der es für Samir Habibovic darum geht, das nächste Talent zum ASC 09 zu holen. Der Sportliche Leiter des ASC 09 hat dabei aber bereits eine gewisse Routine entwickelt. Er kennt sein Netzwerk in Dortmund und weiß, auf wen er sich hier verlassen kann und wo er sich umschauen muss, um den nächsten Lars Warschewski, Maurice Buckesfeld oder Maximilian Podehl zu finden.

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Diese drei verbindet etwas: Alle spielten ihr letztes Juniorenjahr beim TSC Eintracht Dortmund oder dem Hombrucher SV. Genau so wie neun weitere Akteure, die ihr letztes Jahr als Jugendspieler teilweise oder fast komplett beim TSC oder Hombruch verbrachten, und nun beim ASC in der Oberliga spielen.

Alles Spieler, die für den vom ASC eingeschlagenen Weg stehen

Nicht jeder schafft auf Anhieb den Durchbruch, doch Aplerbeck ist dafür bekannt auf talentierte junge Spieler zu setzen und diese zu fördern. Die Liste an jungen Spielern, die in den vergangenen Jahren zu gestandenen Oberliga-Spielern geworden sind, ist lang: Paul Stieber, Maximilian Podehl, Mike Schäfer, Ermias Simatos, Jan Stuhldreier. Auch Podehl, Buckesfeld und Warschewski gehören zu dieser Liste. Alles Spieler, die jünger als 24 Jahre alt sind und für den vom ASC eingeschlagenen Weg stehen.

Doch wie macht der ASC 09 das? Habibovic klärt auf: „Wir gehen an Eintracht Dortmund und Hombruch ran, gucken uns die Spieler frühzeitig an.“ Der ASC hat dafür ein bis zwei Leute, die sich die Spiele der U19-Teams angucken, dort auf bestimmte Spieler achten. Das wäre aber noch nicht ein mal der wichtigste Aspekt, so Habibovic. „Vor allem ist es wichtig, einen guten Draht zu den Trainer zu haben“, erklärt der Sportliche Leiter des ASC, „Scouten ist immer sehr schwierig, die Leistung ist nicht immer gleich bei den Spielen. Deshalb muss man schon die Meinung vom Trainer haben.“

Ein Netzwerk an Kontakten in Dortmund aufgebaut

Diese bekommt Habibovic und er verlässt sich darauf. Über die Jahre hat er sich ein Netzwerk in Dortmund aufgebaut, weiß auf welche Stimmen er vertrauen kann, wenn es um mögliche Neuzugänge für die Aplerbecker geht. Er erfährt so Stärken und Schwächen der Spieler und kann im Anschluss schauen, ob eine Verpflichtung Sinn sinnvoll ist.

Passt der Spieler dann in das ASC-Konzept, wird er zum Probetraining nach Aplerbeck eingeladen. Normalerweise zwei- bis dreimal, damit sich die Verantwortlichen ein genaues Bild von dem Spieler machen können.

Einzige Ausnahme: Lars Warschewski. Dieser benötigte nur eine Trainingseinheit, bis feststand, dass der ASC ihn verpflichten will. „Er ist einer von denen“, erzählt Habibovic, „doch nicht nur er. Auch Stuhldreier, Buckesfeld, Rausch und Isensee stehen für den Weg, den wir gehen. Wir bringen jedes Jahr mindestens zwei raus!“

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