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Sölderholz empfängt Dorstfeld und einen Spieler aus München zum Aufstiegs-Endspiel

rnFußball-Kreisliga

400 Zuschauer in der Kreisliga B. So viele Gäste erwarten die SF Sölderholz zum Aufstiegs-Gipfel gegen Eintracht Dorstfeld II. Für die Dorstfelder reist sogar ein Spieler aus München an.

Dortmund

, 22.05.2019 / Lesedauer: 4 min

Das Dorf steht Kopf am Sonntag. Mit dem Dorf ist Sölderholz gemeint. Und der Grund ist das letzte Saisonspiel in der Fußball-Kreisliga B 2 zwischen den SF Sölderholz und der DJK Dorstfeld II. Das Endspiel zwischen dem Tabellenführer und dem Zweitplatzierten, beide nur einen Punkte voneinander getrennt. Spannender kann eine Saison nicht verlaufen. Schon gar nicht in der Kreisliga.

73 Punkte und ein Torverhältnis von 132:37 stehen für Sölderholz zu Buche, 72 Zähler und 113:31 Tore für Dorstfeld. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen über die gesamte Saison wird am Sonntag einen würdigen Sieger und damit Aufsteiger in die Kreisliga A finden. Sölderholz reicht schon ein Remis, Dorstfeld muss unbedingt gewinnen.

Kreisliga-Trainer mit B-Lizenz

Der Aufsteiger steht noch nicht fest, eines ist aber sicher: Es wird richtig voll am Sonntag um 15.30 Uhr in Sölderholz (Sportplatz Zur Bergeshöh, Lichtendorfer Straße 143 a). „Wir erwarten mindestens 350 Zuschauer, vielleicht werden es sogar 400. Zusätzlich bauen wir noch einige Getränkestände auf, dazu kommen weitere Ordner“, erklärt Maik Kortzak, Trainer der Sölderholzer.

Kortzak, ein erfahrener Trainer mit B-Lizenz und ehemaliger Junioren- und Seniorenspieler in Sölderholz, kam erst zu Saisonbeginn vom Bezirksligisten Sölde. Die zwei Schritte nach unten in der Rangliste begründete er mit seiner Vereinstreue: „Für einen anderen Verein hätte ich das nicht gemacht.“ Seitdem geht’s aufwärts in Sölderholz.

Mal führten die Sportfreunde die Tabelle an, mal die Dorstfelder. „Natürlich haben wir immer gehofft, dass wir oben mitspielen können. Aber so richtig haben wir erst nach dem Hinspielsieg in Dorstfeld daran geglaubt“, so Kortzak, der so kurz vor dem Ziel den Aufstieg auf keinen Fall mehr aus der Hand geben will: „Wir haben von 27 Spielen 24 gewonnen, jetzt wollen wir auch aufsteigen.“

Marvin König ist Top-Torjäger der SF Sölderholz

Dafür spricht einiges. Da wäre zunächst natürlich der Heimvorteil, dazu kommt der überzeugende Sieg im Hinspiel. 5:3 hieß es in Dorstfeld. Allein vier Tore markierte der junge Marvin König. Er ist eine Bank, wie Kortzak sagt. Allein 35 Tore hat der 23-Jährige in dieser Saison erzielt, Kortzak hält ihn für den besten Spieler der gesamten Liga.

Überhaupt gilt die Offensivabteilung der Sportfreunde als das Herzstück der Mannschaft, die im Schnitt erst 24 Jahre alt ist. „Die vier Jungs haben genau 100 Tore erzielt“, hat Kortzak festgehalten. Sollte der Aufstieg in die Kreisliga A gelingen, dann würde es auch in Sölderholz genau so weitergehen. Kortzak bleibt ebenso wie König – und der überwiegende Teil der Mannschaft.

Doch zunächst gilt die Konzentration dem Endspiel am Sonntag. Es sei ein 50:50-Spiel, in dem Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entscheiden. Denn auch die Dorstfelder besitzen ihrerseits nicht zu verachtende Vorteile: eine gewisse Robustheit, groß gewachsene Spieler und Stärke bei Standards.

Dorstfeld will Marvin König ausschalten

Das Lob von seinem Trainerkollegen Kortzak weiß der Dorstfelder Coach Daniel Schröder richtig einzuschätzen. „Wir haben uns da was ausgedacht, wir wollen es Sölderholz nicht leicht machen“, so Schröder, der die größte Gefahr in Person von Marvin König sieht. König, so Schröder, mache den Unterschied in einer schon grundsätzlich spielstarken Sölderholzer Mannschaft aus.

Sölderholz empfängt Dorstfeld und einen Spieler aus München zum Aufstiegs-Endspiel

Marvin König (hier beim Torschuss) hat in dieser Saison schon 35 Tore für Sölderholz gemacht. © Verein

Dass es am Ende einer langen und spannenden Saison überhaupt noch so knapp wurde, bedauert Schröder im Nachhinein. Und sieht dafür zwei Gründe: Das Hinspiel gegen Sölderholz hätte auch gut und gerne 4:4 ausgehen können. Und beim einzigen Remis in der Rückrunde, beim 1:1 in Scharnhorst, haben die Dorstfelder nach tumultartigen Szenen in der 99. Minute den Ausgleich kassiert.

Dorstfeld lässt einen Spieler aus München anreisen

„Wäre dieses Unentschieden nicht gewesen, hätten wir jetzt zwei Punkte Vorsprung auf Sölderholz“, so Schröder. „Eigentlich schade, dass nur eine Mannschaft aufsteigen kann.“ Einiges spricht gegen die Dorstfelder in diesem Derby, Schröder selbst sieht die Chancen bei 55:45 für Sölderholz.

Andererseits reist Leistungsträger Sven Görtz eigens aus München an, um seine Dorstfelder zu verstärken. Und sollte es dann doch klappen mit dem Aufstieg, wäre es für Trainer Daniel Schröder die letzte Partie für die Westlichen. Denn nach dem Schlusspfiff macht Schröder in Dorstfeld Schluss als Trainer.

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