Spielabbruch bei Germania II gegen Westrich: „Man kann den acht Jungs keinen Vorwurf machen“

rnFußball-Kreisliga B

Während die Erste von Rot-Weiß Germania ein paar Stunden später das Bezirksliga-Spitzenspiel gewann, durfte die Zweite in der Kreisliga B ihr Heimspiel gegen Westrich nicht zuende spielen.

Dortmund

, 08.12.2019, 18:18 Uhr / Lesedauer: 1 min

Christian Gries hält seine Knochen gerne noch hin. Der Sportliche Leiter von RW Germania wollte auch am Sonntagmittag mit der Zweiten von RW Germania in der Kreisliga B unbedingt auflaufen. Das Problem: Er fand kaum noch genug Gleichgesinnte für das Duell mit dem SV Westrich.

Neun gegen elf von Anfang an

Um 12.30 Uhr war Anpfiff im Odemsloh, acht Mitspieler hatte Gries gefunden, darunter mit Dennis Rensmann auch den Coach der Ersten, die ein paar Stunden später das Bezirksliga-Topspiel gegen Körne gewann: „Es gab viele kurzfristige Absagen vor dem Spiel“, sagt der 42-Jährige, „vor allem wegen Krankheiten. Es geht ja auch gerade die Grippewelle um.“

Jetzt lesen

Weil er vorher schon wegen Verletzungen, beruflichen Absagen und einer Gelb-Roten Karte aus der Vorwoche einen extrem schmalen Kader hatte, lief seine Mannschaft also zu neun gegen eines der besseren Teams der Kreisliga B1 auf: „Da kam eins aufs andere. Normalerweise können wir ja einen vernünftigen Kader stellen“, sagt Gries.

Schnelles 0:2, zur Halbzeit 0:4

So aber war sein Team, das ohnehin im Tabellenkeller steht, auf verlorenem Posten, lag schnell 0:2 zurück und zur Halbzeit 0:4. „Aus der Kabine kamen dann nur noch acht Gegenspieler“, sagte Westrich-Coach Tobias Ahland, der den verbliebenen Germania-Akteuren nicht böse sein konnte: „Klar ist das unglücklich, aber den acht Leuten mache ich keinen Vorwurf.“

Als seine Westricher innerhalb von vier Minuten der zweiten Hälfte auf 6:0 erhöht hatten und sich ein weiterer Rot-Weißer verletzt abmeldete, hatte Schiedsrichter Samel Ferati ein Einsehen: „Da sie nur noch zu siebt waren, hat er dann abgebrochen“, sagt Ahland.

Froh über die Winterpause

Gries war unterdessen froh, „dass wir jetzt in die Winterpause gehen könne.“ Die Hoffnung ist groß, dass er Mitte Februar, wenn es zu Hause gegen das nächste B-Liga-Topteam Urania Lütgendortmund geht, wieder genügend Spieler zur Verfügung hat.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt