Spitzenspiel: Dortmund Giants vor dem Aufstieg

American Football

Der letzte Saisonabschnitt beginnt mit einem Spitzenspiel: Am Sonntag (15 Uhr, Hoeschpark) können die Giants einen großen Schritt Richtung Aufstieg machen. Sollte der ärgste Verfolger Gelsenkirchen einen Tag zuvor patzen, wäre den Giants im Erfolgsfall bereits am Sonntag der erste Platz nur ganz theoretisch noch zu nehmen.

DORTMUND

, 25.08.2016, 09:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Spitzenspiel: Dortmund Giants vor dem Aufstieg

Bartos Labus kann mit den Giants einen großen Schritt in Richtung Aufstieg machen.

Timm Becker sprach mit Headcoach Bartos Labus, der das Team seit drei Jahren betreut, über die Entwicklung seiner Mannschaft und die Zukunft der Giants.

Im letzten Jahr spielte Ihr Team im Mittelfeld der Oberliga, jetzt geht es um den Aufstieg. Was hat sich geändert?

Im Grunde sind es drei Faktoren, die in diesem Jahr zusammenkommen. Erstens: Wir setzen den Weg, den wir vor einigen Jahren eingeschlagen haben, konsequent fort und ernten nun die Früchte unserer Arbeit. Zweitens: Wie profitieren von der guten Jugendarbeit und konnten einige Talente bei den Senioren einbauen. Und drittens haben wir durch die neue Anlage im Hoeschpark sehr viel bessere Voraussetzungen als in den Vorjahren. Da konnten wir eine viel bessere Vorbereitung absolvieren.

Sie sprechen von einem Weg, den die Mannschaft zurücklegt. Können Sie den mal skizzieren?

Das ist eigentlich ganz einfach zu erklären. Unsere Philosophie ist es, uns nicht auf einzelne Spieler zu konzentrierten, sondern die Mannschaft in der Breite stärker zu machen, jeden einzelnen Spieler besser zu machen. Es soll eine möglichst gleichmäßige Entwicklung sein, ein möglichst gleiches Leistungsniveau. In den ersten zwei Jahren sind wir deshalb langsamer von der Stelle gekommen, nun greift das System. Für uns ist das der richtige Weg, nur so können wir auch auf Dauer konkurrenzfähig sein.

Was macht das Team aus? Wo sind Stärken, wo Schwächen?

Die größte Stärke der Mannschaft ist sicherlich die, dass sie extrem hungrig ist. Wir haben in den letzten drei Jahren sehr viele Misserfolge erlebt, nun hat die Mannschaft die Chance, endlich Erfolge einzufahren. Und diese Chance nutzt sie, sie hat den unbedingten Willen dazu. Das ist aber Segen und Fluch zugleich - die Unerfahrenheit in solchen Situationen ist ein großes Manko. Wir haben wenige etablierte Spieler, manchmal fehlt einer, der in kritischen Situationen den Takt angibt. Aber das muss sich entwickeln, da arbeiten wir dran.

 

Wie sehen Sie die Entwicklungschancen der Mannschaft und des Vereins?

In beiden steckt riesiges Potenzial, was auch ein Verdienst der Vereinsführung unter Miriam Vukic ist. Ich will keine voreilige Prognose wagen, aber wenn wir die gute Arbeit fortsetzten, können wir auch nach ganz oben kommen, auch in die 1. oder 2. Bundesliga. Aber das wird noch Jahre dauern, das sind Fernziele – und das ist auch gut so. Wir wollen den Erfolg nicht um jeden Preis, sondern gesund wachsen. Mittelfristig ist schon der Sprung in die 3. Liga, wenn wir ihn schaffen sollten, ein großer. Sich in dieser Klasse zu halten, ist nicht ganz einfach.

 

Das Interesse an American Football ist in der Stadt ja auch wieder gewachsen …

... die Leute kommen eben lieber, wenn die eigene Mannschaft gewinnt. Sicher hat das aber auch mit der neuen Anlage zu tun, im Hoeschpark haben wir viel mehr Möglichkeiten. Zur Popularität des Footballs haben natürlich auch die Fernsehübertragungen in der NFL beigetragen. Ich würde mir wünschen, dass das Interesse noch steigt.

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