Spitzenspiel in Recklinghausen: Ein Sieg gegen den ASC, die Meisterschaft für den BVB

Handball-Oberliga

Ein erster Schritt in Richtung Meisterschaft? Zwischen den Frauen von ASC 09 und PSV Recklinghausen kommt es zum Spitzenspiel. Die ehemalige BVB-Spielerin Stella Kramer äußert sich zum Duell.

Dortmund

, 29.01.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Spitzenspiel in Recklinghausen: Ein Sieg gegen den ASC, die Meisterschaft für den BVB

Stella Kramer lief auch für die deutsche Nationalmannschaft auf. Nun trifft die ehemalige Borussin in der Oberliga auf den ASC 09. © Ludewig

Es ist das Spitzenspiel der Frauen-Oberliga Westfalen. Tabellenführer ASC 09 trifft auf den punktgleichen Zweitplatzierten PSV Recklinghausen. Dort spielt die 30-jährige Stella Kramer, die von 2009 bis 2018 für Borussia Dortmund auflief.

Nach einer längeren Handball-Pause, ging es für Kramer in die Oberliga zum PSV. Dort spielt sie um den Aufstieg mit und will einen großen Schritt dafür am Sonntag gegen den ASC tun (17 Uhr, Halterner Straße 125, 45657 Recklinghausen). Derweil wünscht sie ihrem alten Verein die Meisterschaft.

Spitzenspiel in der Oberliga Westfalen: Der PSV Recklinghausen empfängt den ASC 09 Dortmund. Frau Kramer, was spricht für den PSV?

Dass wir den größeren Kader haben. Wir haben einen super Teamgeist, wir haben ein Heimspiel. Wir haben uns immer weiter gesteigert. Zu Hause präsentieren wir uns besser als auswärts, wir werden eine volle Halle haben. Ich bin auch der Meinung, dass wir viele junge Spieler haben. Die werden ihr Potenzial zu Hause besser auf die Platte bringen, als im Auswärtsspiel.

Das Hinspiel ging mit fünf Treffern verloren. Was macht Sie nun so sicher?

Die sind nur sieben, acht Leute im Moment. Im Hinspiel waren wir in der ersten Halbzeit gut drauf, aber dann nicht mehr so. Trotzdem ist der ASC sehr stark.

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Haben Sie Kontakt nach Dortmund?

Ab und zu, aber nicht so intensiv. Wir sehen uns manchmal in der Halle irgendwo. Das sind gestandene Spielerinnen, das wird auf jeden Fall schwierig.

Sie sind nach längerer Pause im vergangenen Sommer zum Handball zurückgekehrt. War es der richtige Entschluss?

Auf jeden Fall. Mir macht es unglaublich viel Spaß, die haben mir ganz viel Zeit gegeben, um wieder fit zu werden. Die Mannschaft kenne ich schon gut. Das Schöne für mich ist, hier kann ich meine Erfahrung weitergeben. Das macht riesigen Spaß. Die junge Truppe ist immer willig, etwas zu lernen. Ich muss mich nicht mehr beweisen, ich will einfach nur meinen Lieblingssport weiter ausüben.

Gab es auch andere Vereine in Ihren Überlegungen?

Ich wohne in Herne, da sind es nur ein paar Minuten nach Recklinghausen. Der ASC war auch mal eine Überlegung, aber das ist ja viel weiter. Es ist sehr familiär beim PSV, das ist schon schön.

Haben Sie sich denn schon Spiele Ihres Ex-Vereins Borussia Dortmund in dieser Saison angesehen?

Ich kenne zwar nicht mehr so viele Spielerinnen, aber na klar. Ich war auch schon zwei, drei Mal in der Halle.

Wie bewerten Sie die bisher überragenden Leistung der BVB-Handballerinnen in dieser Spielzeit?

Ich freue mich über die Entwicklung und freue mich, dass die so gut sind. Es tut der Region gut, dass der BVB Tabellenführer ist. Kelly Dulfer ist eine super Akteurin. Alina Grijseels hat sich total weiterentwickelt.

Den letzten Satz dürfen Sie selber zu Ende bringen: Am Ende der Saison feiert Stella Kramer… (lacht)

...hoffentlich den Aufstieg. Über die Meisterschaft des BVB würde ich mich auch freuen.

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