Ständige Konferenz stimmt ab: Es gibt in Westfalen eine neue Aufstiegsregel

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Die Mitglieder der Ständigen Konferenz haben am Montag über die Empfehlung des FLVW zum Saisonabbruch abgestimmt. Im Zuge dessen entschieden die Mitglieder auch über eine neue Aufstiegsregel.

Dortmund

, 11.05.2020, 20:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gundolf Walaschewski machte schon am vergangenen Freitag im Gespräch mit unserer Redaktion wenig Hoffnung auf eine Fortsetzung der aktuell unterbrochenen Spielzeit im Amateurfußball in Westfalen. Für den Präsidenten des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen (FLVW) liege die Chance, dass die seit Mitte März unterbrochene Saison noch weitergespielt wird, bei „null Prozent“.

Zur Erklärung: Es waren am vergangenen Mittwoch trotz der zeitgleichen Empfehlung des FLVW, die Saison abzubrechen, Zweifel und Unsicherheiten ob eines Abbruchs aufgekommen. Schuld daran hatte die Landesregierung Nordrhein-Westfalens, die ebenso am Mittwochnachmittag Lockerungsmaßnahmen für Sportler im Mai angekündigt hatte.

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Der FLVW hält also auch weiterhin an der Beschlussempfehlung des Verbandsfußballausschusses fest. Die beinhaltet, dass der aktuelle Tabellenführer nach der Quotientenregelung (Anzahl der Punkte dividiert durch Anzahl der Spiele) und der Hinrundenmeister, sofern es nicht ohnehin der aktuelle Tabellenführer ist, aufsteigen. Abstimmen darüber müssen beziehungsweise mussten noch die Ständige Konferenz und der Verbandstag.

Ständige Konferenz stimmt über Vorschlag ab

Die Ständige Konferenz, die aus dem FLVW-Präsidium und den Vorsitzenden aller Fußballkreise Westfalens besteht, hat dies am Montagabend in einer Videokonferenz getan. Das Votum, eine einfache Mehrheit für die Empfehlung wäre ausreichend gewesen, war am Ende überwältigend eindeutig. Alle Kreisvorsitzenden sprachen sich für die Empfehlung des FLVW aus.

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Die erste große Hürde hat die Empfehlung, an der der Verband mehrere Wochen gearbeitet hat, damit genommen. Ganz frei ist der Weg für den Beschluss hiermit allerdings noch nicht. Endgültige Gewissheit über die Saisonwertung erhalten die Amateurfußballvereine, sobald der Verbandstag die Beschlussempfehlung abgesegnet hat. Einen genauen Termin für diesen Tag, der virtuell stattfinden wird, gebe es weiterhin noch nicht.

Neue Aufstiegsregel

Neben der Abstimmung der Beschlussempfehlung stand am Montagabend in der Videokonferenz ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung. Der FLVW informierte die Mitglieder der Ständigen Konferenz über eine wichtige Neuerung hinsichtlich der Aufstiegsregelung. Diese betrifft alle Kreisliga-A-Klubs in Westfalen. Die neue Regel besagt, dass nun auch aktuelle Tabellenzweite der A-Kreisligen die Möglichkeit haben, direkt in die Bezirksliga aufzusteigen.

Voraussetzung für diesen möglichen Aufstieg ist allerdings, dass der Zweitplatzierte die gleiche Punktzahl aufweist wie der aktuelle Tabellenführer. Der FLVW hat sich für diese geänderte Version entschieden, da nicht alle A-Kreisligen das Torverhältnis als Wertungsgrundlage hatten. Durch die neue Regelung ergibt sich ein Gleichklang in allen Kreisen.

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Ein Beispiel liefert dafür die Kreisliga A1 in Dortmund. Die beiden A-Ligisten DJK BW Huckarde und der SV Westfalia Huckarde weisen nach 20 absolvierten Partien jeweils 46 Punkte auf. Da die DJK gegenüber der Westfalia das bessere Torverhältnis aufweist, rangiert sie auf Platz eins der Tabelle, steigt also direkt, vorbehaltlich des Verbandstages, in die Bezirksliga auf.

Punktgleiche Tabellenzweite können sich freuen

Durch die neue Aufstiegsregelung ist es nun aber auch den punktgleichen Tabellenzweiten, im Dortmunder Fall ist das Westfalia Huckarde, möglich, direkt in die Bezirksliga aufzusteigen – ebenfalls vorbehaltlich des Verbandstages.

Nun blicken die Amateurklubs mit Argusaugen auf den Verbandstag im Juni. Dann fällt die endgültige Entscheidung ob des Saisonendes. Die Wahrscheinlichkeit, dass die unterbrochene Saison abgebrochen und nach der Empfehlung des Verbandes gewertet wird, ist nach der Abstimmung der Ständigen Konferenz am Montag noch einmal ein Stück weit gestiegen.

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