Stiepermann und Boztepe bewerben sich um "Öztekin-Position"

Borussia Dortmund II

Die neue Saison nach dem Abstieg aus der 3. Liga bescherte Borussia Dortmund II eine personelle Frischzellenkur und die Positionierung in ungewohnter Umgebung, der Regionalliga West. Am Montag starteten die Borussen in die Rückrundenvorbereitung.

DORTMUND

von Von Harald Gehring

, 10.01.2011, 23:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Turbulenter Trainingsauftakt: Marc Schnier (vorne) und Sevdail Selmani streiten um den Ball, im Hintergrund Martin Zakrzewski und Christian Eggert (r.).

Turbulenter Trainingsauftakt: Marc Schnier (vorne) und Sevdail Selmani streiten um den Ball, im Hintergrund Martin Zakrzewski und Christian Eggert (r.).

„Acht Punkte Rückstand auf Mönchengladbach, sieben auf Münster“, betont Schneider, „sind auf jeden Fall noch wettzumachen.“ Und Schwarzgelb fühlt sich für den Spitzenkampf gerüstet. Trotz des Abgesangs von Yasin Öztekin, der in die türkische Süper Lig wechselte, sieht Schneider ein konkurrenzfähiges Aufgebot. Garant für die positive Rückrunden-Gestaltung soll die Defensive sein. Vor Torhüter Johannes Focher, der unangefochtenen Nummer 1, werden allerdings die Plätze noch einmal neu sortiert. Neben der Innenverteidigung Christian Eggert und Lasse Sobiech, rücken Marc Hornschuh (rechte Seite) und Sevdail Selmani (links) auf neue Positionen. „Eggert und Sobiech sind echte Korsettstangen des Teams, Hornschuh ist vielseitig einsetzbar, ein Stammspieler, der einen großen Schritt nach vorn machte. Selmani löste seine Anfangsprobleme, er zeigt Biss und Zweikampfhärte“, lobt der BVB-Coach seine Abwehrstrategen.

Im Mittelfeld gelten Nedim Hasanbegovic, souverän im Stellungsspiel, aggressiv im Zweikampf und sicher im Abspiel, sowie der mit ähnlichen Qualitäten ausgestattete Marvin Bakalorz als gesetzte Größen. Aber wer übernimmt den Part des beidfüßigen Öztekin? „Marco Stiepermann und Mehmet Boztepe heißen die ersten Kandidaten. Marco muss allerdings noch konsequenter daran arbeiten, seine Torgefährlichkeit zu steigern“, fordert Schneider. Und dies aus gutem Grund. Ein Stiepermann-Tor in der Hinrunde erfüllt nicht alle Erwartungen. Auf der linken Seite könnte das Aufgabengebiet Marcel Kandzioras liegen. Tim Treude ist ein weiterer Anwärter fürs Mittelfeld.

In der Offensive ist Daniel Ginczek eine feste Größe. Zehn Hinrunden-Tore sprechen für sich, einzig Damien Le Tallec (5) kommt ihm nahe. Christopher Kullmann steht noch im Abseits, gibt sich aber längst nicht geschlagen. Auf der Suche nach einem neuen Vertrag bei einem anderen Klub drängt er ins Rampenlicht. „Unsere Mannschaft“, bemerkt Theo Schneider, „besitzt Qualität. Aber sie ist jung und muss auch Rückschläge verkraften. Das war so in der Hinrunde, das wird auch in der Rückrunde so sein.“ An Einsatzbereitschaft mangelt es den Jung-Borussen nicht. Im Vormittagsprogramm des Trainingsauftakts stand die Ballarbeit im Mittelpunkt. Beherzter Einsatz war Trumpf. Die Borussen brennen auf ihre Rückkehr ins Spielgeschehen der Regionalliga West. Der Titelkampf ist das Ziel. 

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