Ziel 2. Liga - auch Verletzungen bremsen Berghofens Lisa Zensen nicht

rnFußball 2. Frauen-Bundesliga

Nach mehrwöchiger Verletzungspause hatte Lisa Zensen den Anfang endlich gemacht. Aufbautraining erfolgreich, Sprunggelenk schmerzfrei. Bahn frei für das richtige Training. Und dann das.

Dortmund

, 26.07.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn es darum geht, nach Verletzungen wiederzukommen, sich trotz wochenlanger Auszeit neu zu motivieren und wieder an die Mannschaft heranzutrainieren, dann hat Lisa Zensen vom SV Berghofen schon eine Menge Erfahrung gesammelt.

Vor einem Jahr kam die Offensivspielerin vom Bezirksligisten VfL Senden ins Ruhrgebiet. Im Rucksack: Die Erinnerung an drei Außenbandrisse im Sprunggelenk, die sie jedoch nicht daran hinderten, zu einer absoluten Leistungsträgerin im Heimatverein zu werden und sich für höhere Aufgaben mit Berghofen in der Regionalliga zu empfehlen.

Die erste Saison vier Etagen höher verlief vielversprechend für die heute 24-Jährige. Immerhin gehörte sie in 14 von 16 Spielen bis zum Saisonabbruch zum Kader, verbuchte 12 Einsätze. Fakten, auf denen sich aufbauen lässt – dachte Lisa Zensen und dachte auch der Verein. Doch eine erneute Sprunggelenksverletzung warf sie zurück. Wieder Pause, wieder Therapie, wieder Aufbautraining – wieder mit Erfolg. „Ich war schmerzfrei. Fühlte mich gut. Konnte voll ins Mannschaftstraining einsteigen.“

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Und dann gab es vor knapp einer Woche eine ganz besondere Trainingseinheit: Kickboxen im Fight-Fitnesscenter in Ennepetal. Natürlich unter Anleitung erfahrener Trainer gönnte sich das Team eine Abwechslung vom Übungsalltag auf dem Rasen: Reinschnuppern in eine ganz andere Sportart, gezielte Übungen, Fitness aufbauen. Eine gelungene Einheit.

„Das lief alles wunderbar“, erzählt Zensen. Und doch erwischt es sie wieder. „Die Situation war völlig unspektakulär. Ich habe gerade zugeschaut. Stehe am Rand der Matte. Und nach einer Übung rollt sich eine Mannschaftskameradin ab. Erwischt mein Bein. Und dabei hab ich dann mein Knie nach hinten überstreckt. Die Folge: Schienbeinkopfbruch und vordere Kreuzbandzerrung.“

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„Das ist schon bitter“, sagt Lisa Zensen. „Denn die Woche vorher war wirklich gut. Das Aufbautraining hat gut funktioniert. Ich war richtig euphorisch, wollte jetzt wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen. Neue Saison, neue Trainerin und dann noch 2. Bundesliga, da will man doch fit sein. Und dann kommt sowas dazwischen.“

Zensen hat die Zuversicht dennoch nicht verloren. „Ehrlich gesagt hab ich noch mit einer schlimmeren Diagnose gerechnet: Kreuzband gerissen. Das ist glücklicherweise nicht passiert. Und es muss auch erstmal nicht operiert werden, sondern das Knie heilt von alleine. Was ich jetzt habe, ist eine Bandage aber kein Gips.“ Nur die zeitliche Perspektive nagt: „Das sind wahrscheinlich wieder sechs Wochen, in denen wenig geht. Und danach geht es wieder ins Aufbautraining.“

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Und eine gute Nachricht, gibt es die eigentlich auch mal? „Die gibt es“, findet die Berghoferin. „Immerhin ist es nicht das rechte Knie. Denn das rechte Bein ist das mit dem gerade wieder genesenen Sprunggelenk. Das heißt, ich kann mit rechts wenigstens die bislang gute Aufbauarbeit fortsetzen. Und in ein paar Wochen kümmern wir uns dann ums Knie. Immer Step by Step.“

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