SV Brackel wie im Rausch - Wickede stolpert weiter

Halle Brackel

Lange Zeit roch es in der Halle Brackel nach einer Sensation. Westfalenligist Westfalia Wickede löste als letzte Mannschaft doch noch das Ticket für die Endrunde und folgte damit dem ASC 09 und dem SV Brackel 06.

DORTMUND

von Von Timo Lämmerhirt

, 09.01.2011, 17:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Westfalia Wickede (weiße Trikots) qualifizierte sich mit Mühe für die Endrunde.

Westfalia Wickede (weiße Trikots) qualifizierte sich mit Mühe für die Endrunde.

Ähnlich souverän wie der ASC stolzierte der SV Brackel durch die Gruppe 2. Drei Spiele, drei Siege. Doch das I-Tüpfelchen setzte der SVB im Überkreuzspiel gegen Westfalia Wickede. Mit 6:1 fegte der Bezirksligist den Favoriten vom Platz und manch Fan fragte sich, welche Mannschaft nun in der Westfalen- und welche in der Bezirksliga zuhause ist. „Brackel war zwei Klassen stärker als wir“, gab auch Wickedes Co-Trainer Alexander Gocke unumwunden zu. SVB-Trainer Axel Schmeing wusste hinterher, bei wem er sich bedanken musste: „Mein Freund und Arzt Igor Nemet hat Torwart Daniel Dreesen und Sascha Ambacher für die Zwischenrunde wieder hinbekommen. Ohne die beiden wären wir nicht so stark gewesen.“ Die Wickeder waren mit diesem Resultat noch gut bedient. Rüdiger Panzer, der Westfalia-Schlussman Adrian Goly vertrat, verhinderte Schlimmeres.

Wickede war nur aufgrund des besseren Torverhältnisses noch am punktgleichen SC Husen-Kurl vorbeigezogen. „Wir haben ein gutes Turnier gespielt. Vor allem besser, als wir es erwartet haben“, bilanzierte Husens Trainer Jörg Lange. Im Duell der Verlier trafen dann der VfR Sölde auf die Westfalia. Der A-Ligist hat an die Wickeder noch gute Erinnerungen, gewann er doch in der Vorrunde mit 4:3. Nach Söldes 3:0 nach vier Minuten roch es nach einer Wiederholung. Doch der Westfalenligist drehte die Partie und gewann schließlich mit 6:4. „Das Umbiegen dieses Rückstandes ist das einzig Positive von zwei katastrophalen Tagen. Es war ein glücklicher Ausgang für uns“, sagte Gocke. Und die überzeugenden Sölder waren am Ende enttäuscht. „Nach einer 3:0-Führung ist das am Ende ärgerlich. Zu diesem Zeitpunkt haben wir Wickede beherrscht“, sagte VfR-Trainer Daniel Schmiers. 

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