SVD 49: Halber Etat, volles Engagement

Basketball-Regionalliga

DORTMUND Noch jünger, noch schneller, noch motivierter – und das mit neuem Trainer und der Hälfte des Vorjahres-Etats: Die Korbjäger des SVD 49, als Regionalligist Dortmunds ranghöchster Basketball-Verein, wollen ihr treues Publikum auch in der neuen Saison begeistern.

von Von Petra Nachtigäller und Volker Ohm

, 05.08.2010, 18:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jung und dynamisch: Niklas Geske ist eines der größten Dortmunder Basketball-Talente.

Jung und dynamisch: Niklas Geske ist eines der größten Dortmunder Basketball-Talente.

Ab 9. August wird vier Mal wöchentlich trainiert, und am 12. August kommen die beiden neu verpflichteten Amerikaner Keion Mitchem und Quade Milum hinzu, und Ansorge hofft, dass sie „erstens auch wirklich aus dem Flugzeug steigen“ und „zweitens die versprochene Verstärkung auf den Positionen eins und vier darstellen“. Nach dem Weggang von Stefan Fürst (Münster) und Thorsten Bohnenkamp (Schalke) heißt es unter den Körben künftig „Jugend forsch“. In Rafael Bals, Dennis Kortmann und Johannes Grote tummeln sich drei veranlagte, aber noch relativ unerfahrene Center beim SVD. „Hier wünsche ich mir, dass Quade Milum den jungen Spielern Sicherheit gibt und sie sich an ihm aufrichten können“, so Ansorge. Mitchem, der zweite US-Boy, der in der vergangenen Saison in der dänischen Liga im Schnitt 16 Rebounds sammelte und als „Flummi“ gilt, soll beim SVD 49 für die Abteilung „spektakuläres Spiel“ zuständig sein.

Die Zielsetzung in der kommenden Saison? Dirk Ansorge sagt erst einmal „einstellig“, alles andere hänge davon ab, wie sich die Amerikaner präsentieren, „am Telefon klangen die beiden jedenfalls sehr enthusiastisch“. Die aktuelle Diskussion um den Wegfall der Ausländerbeschränkung, angestoßen vom TV Werne, sieht der Trainer eher unproblematisch. Am Sonntag jedenfalls kommen alle Regionalligisten auf Anregung von Lothar Drewniok vom Westdeutschen Basketball-Verband zu einem Treffen in Hagen zusammen, um die Auswirkungen der gefallenen Ausländerbeschränkung zu diskutieren.

Viele Klubs wollen einen Solidarpakt gegen das danach mögliche „Söldnertum“ in der Liga schmieden, schlossen zudem den Boykott der Werner Heimspiele auch nicht gänzlich aus. „Wir freuen uns über die Initiative von Herrn Drewniok, gehen von einer guten und anregenden Diskussion der Probleme aus und hoffen auf ein Ergebnis im Sinne des Sports“, erklärt Hanno Stein, Sportdirektor beim SVD 49.

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