Mit Video: So mischen Sascha Rammel und der Kirchhörder SC derzeit die Landesliga auf

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Frohlinde mit 4:1 geschlagen, die Tabellenspitze übernommen – der Kirchhörder SC ist das Team der Stunde. Der Weg, den der Verein im Sommer beschritten hat, scheint der richtige zu sein.

Dortmund

, 20.08.2019, 11:05 Uhr / Lesedauer: 3 min

So ein bisschen durfte man sich am Sonntagnachmittag durchaus Sorgen machen um die blonde Haarpracht von Sascha Rammel. Großchance auf Großchance hatte die Mannschaft des Kirchhörder SC vor den Augen ihres Trainers gegen den FC Frohlinde hergeschenkt. Mal war es Leon Franke, der den Ball aus aussichtsreicher Position nicht im Tor unterbringen konnte, dann wieder Aleksander Djordjevic, der gleich mehrere hochkartätige Gelegenheiten leichtfertig vergab. Es war bisweilen „zum Haareraufen“, wie auch Rammel hinterher bestätigte.

„Aufgrund des Zwischenstands von 3:1 war es zum Glück nicht mehr spielentscheidend. Aber natürlich: Wenn wir die Situationen klarer ausspielen, müssen wir hier drei, vier Tore mehr machen“, sagte der 34 Jahre alte Übungsleiter. So blieb es am Ende bei derer vier, was den positiven Nebeneffekt hatte, dass Rammel am Sonntag trotz des immensen Chancenwuchers beim 4:1-Sieg nicht einmal ein einzelnes graues Haar gewachsen war.

Sechs Punkte und Tabellenführer

Mit sechs Punkten aus zwei Spielen und Tabellenplatz eins lässt es sich eben ganz gut leben in der Fußball-Landesliga. Das wissen sie auch beim KSC, bei dem man derzeit nicht gewillt ist, vielleicht doch noch das berühmte Haar in der Suppe zu suchen und zu finden. „Es muss unser Anspruch sein, dranzubleiben und es nicht schleifen zu lassen“, sagt Rammel. „Und da ist jeder gefordert.“

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Die Bilder von der Partie Kirchhörder SC - FC Frohlinde

Die Bilder von der Partie Kirchhörder SC - FC Frohlinde
18.08.2019
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Die Bilder von der Partie Kirchhörder SC - FC Frohlinde© Stephan Schuetze
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© Stephan Schuetze
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Rammel, in der vergangenen Saison noch spielender Co-Trainer an der Seite von Lothar Huber und in diesem Jahr erstmals hauptverantwortlich an der Seitenlinie, komme mit seiner Art, mit seinen Inhalten und seiner Fußballkompetenz in der Mannschaft gut an, heißt es im Verein. Und die Ideen, die der 34-Jährige gemeinsam mit seinem Assistenztrainer Karim Bouasker der Mannschaft vermittelt, fruchten zunehmend.

KSC setzt auf junge Spieler

Das Konzept, verstärkt auf junge, schnelle und technisch versierte Spieler zu setzen, scheint bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison zu greifen. Fünf Spieler zog der Klub in diesem Sommer aus der A-Junioren-Mannschaft hoch. „Das ist der richtige Weg“, sagt auch Marcel Stiepermann. Er sei mit 33 Jahren „der mit Abstand älteste Feldspieler“, sagt der Stürmer. „Da ist es auch meine Pflicht, die Jungs mitzureißen.“ So wie am Sonntag, als Stiepermann bei seinem Saisondebüt gleich zweimal traf und die Kirchhörder früh in Durchgang zwei auf die Siegerstraße brachte.

Dass er kurz darauf, mit erhobenem Kopf und sichtlich zufrieden, den Platz verlassen sollte und den Platz im Sturmzentrum frei machte für Leon Franke, passt ganz gut ins Bild, das der KSC derzeit abgibt. „Wir haben junge Spieler hintendran, die im Training immer Vollgas geben. Wie eben Leon, der ja auch gerade erst aus der A-Jugend kommt.“

Rammel stehen ausreichend Alternativen zur Verfügung

Beide, sagt Sascha Rammel, seien enorm wichtig für ihn und „tun sich wenig auf dem Platz. Stiepi mit seiner Statur ist unfassbar wichtig. Und Leon … ist ‘ne Vollgranate.“ Dem Trainer bieten sich so ausreichend Alternativen, gegen Frohlinde konnte Rammel für den starken Andrei Joan Mura, ebenfalls erst 19 Jahre alt, und Mehmet Sahin mal eben Aleksander Djordjevic und Jonas Brigdar bringen, noch so ein junger Wilder, der in diesem Transferfenster den Weg aus der U19 des FC Brünninghausen an die Kobbendelle gesucht hat.

Offensiv kommt das Spiel des KSC, das haben am Sonntag vor allem die zweiten 45 Minuten gegen Frohlinde gezeigt, aktuell äußerst attraktiv daher. Die Mannschaft agiert ballsicher in einem 4-1-4-1-System, sucht gerne das Risiko und stößt mit schnellen Pässen immer wieder in die gefährlichen Zonen in der gegnerischen Hälfte. Dabei integrieren sich auch die Außenverteidiger in das Angriffsspiel, Philippe Daniel Tchienguin Touko auf der rechten Seite bisweilen etwas offensiver als sein Gegenüber, Kapitän Mustafa Yüksel.

Tchienguin Touko, einer der ehemaligen A-Junioren des KSC und am Sonntag Vorbereiter des 3:1 durch Stiepermann, mache es bislang sehr, sehr gut sagt Yüksel. „Er ist jung, er ist flink, gallig. Mit ihm kann man gut arbeiten.“

Trainer mit der Entwicklung zufrieden

Auch Sascha Rammel nimmt die bisherige Entwicklung des jungen Rechtsverteidigers, aber auch all der anderen Nachwuchsspieler, zufrieden zur Kenntnis. „Die Jungs sind mit Herz und Leidenschaft dabei. Natürlich machen sie noch Fehler. Aber die verzeihen wir ihnen gerne“, so der Trainer, der von seinen Spielern Mut auf dem Platz einfordert. „Denn wer mutig spielt, darf auf Fehler machen. Ich habe vielmehr ein Problem damit, wenn man Angst hat. So macht es einfach mehr Spaß.“

Dass es nicht Woche für Woche so weitergehen wird, ist auch Rammel klar. Solange es seine Mannschaft aber so handhaben wird wie bisher, solange wird auch Rammel mit Rückschlägen leben können. Und die Haare raufen würde er sich wohl selbst dann nicht.

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