Testspiele sorgten für Unstimmigkeiten zwischen FLVW und Kreis Dortmund

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Ende Juni gab der FLVW bekannt, dass man in Absprache mit den Fußballkreisen die Wiederaufnahme von Testspielen beschlossen habe. Der Kreis Dortmund zeigt sich darüber allerdings verwundert.

Dortmund

, 13.07.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es darf wieder gekickt werden - und das bald auch im Fußballkreis Dortmund. Bereits Ende Juni hatte der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) bekannt gegeben, dass unter bestimmten Voraussetzungen ab Juli wieder Freundschaftsspiele im Amateurfußball stattfinden dürfen. Diese Entscheidung sei in Zusammenarbeit mit den Kreisen getroffen worden. Dem widerspricht der Kreis Dortmund jedoch.

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In Absprache mit dem Präsidium, den 29 FLVW-Kreisen und den Nordrhein-Westfälischen Fußballverbänden im Westdeutschen Fußballverband habe der FLVW beschlossen, ab sofort wieder Freundschafts- und Testspiele zu erlauben, so heißt es in einer am 23. Juni veröffentlichten Pressemitteilung des Verbandes.

„Mit uns hat sich niemand abgestimmt“

Dieser offiziellen Darstellung widerspricht Jürgen Grondziewski, Vorsitzender des Fußballkreises Dortmund: „Wir waren sehr überrascht, da in der Pressemitteilung drin stand, dass das auch mit den Kreisen abgestimmt war. Das kann ich für unseren Kreis nicht bestätigen, mit uns hat sich niemand abgestimmt“, betont Grondziewski in einem Interview auf der Homepage des Fußballkreises.

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Stattdessen sei die Entscheidung für den Kreis Dortmund „ein bisschen zu früh“ gekommen, weshalb man sich auch bekannterweise gegen eine sofortige Testspiel-Erlaubnis entschieden habe. „Wir werden das Thema aber auch noch einmal in einer Video-Konferenz am Dienstag ansprechen“, erklärt der Kreisvorsitzende.

Derweil bestätigt der Vizepräsident des FLVW Manfred Schnieders auf Nachfrage, dass es sich beim Thema Testspiele schlussendlich um eine politische Entscheidung gehandelt habe: „Wir als Verband konnten dies dann lediglich an die Kreise weitergeben. Das Ganze wurde aber tatsächlich nicht noch einmal extra abgestimmt. Aber letztlich liegt die Umsetzung ohnehin in der Hand der jeweiligen Kreise.“

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