Tim Schwarz und der ASC 09 Dortmund: Eine Liason auf Zeit oder eine Ehe mit Haltbarkeit?

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Die Aufgabe für den neuen Trainer Tim Schwarz war klar definiert. Mindestens neun Punkte sollten es bis zum Winter für den ASC 09 sein. Fünf hat er aus vier Spielen schon geholt.

Dortmund

, 27.11.2019, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die sportliche Lage hat sich in Aplerbeck wieder beruhigt, nachdem es unter Ex-Coach Daniel Sekic so wirkte, als könnte der ASC, der eigentlich geplant hatte, sich in Richtung Aufstiegsplätze zu orientieren, in den Abstiegskampf schlittern.

Aufstieg ist kein Thema

Mit dem Sieg gegen den SC Preußen Münster II und den Punktgewinnen gegen Ennepetal und Rhynern, hat der Oberligist bewiesen, dass er da unten nicht hingehört. Mit dem Aufstieg wird der ASC aber - im Gegensatz zu den vergangenen beiden Spielzeiten - wohl nichts mehr zu tun haben.

Eine Serie wie in der vergangenen Rückrunde, als der ASC neun Spiele in Folge gewann und dem TuS Haltern dicht auf den Fersen war, könnte daran natürlich noch einmal etwas ändern, doch den Eindruck, dass so etwas möglich ist, macht das Team in dieser Hinrunde bislang nicht. Schwarz und sein Team sind momentan eher um Stabilität bemüht.

„Eine schöne Zeit“

Der Coach selbst lebt recht gut mit seiner bisherigen Zeit als Oberliga-Trainer. „Grundsätzlich läuft es ganz gut und es ist eine schöne Zeit“, gibt der 34-Jährige preis, übt aber auch Kritik an der Ausbeute seiner Mannschaft: „Es könnte punktetechnisch noch etwas besser sein.“

Schwarz ist nicht von Grund auf begeistert, hätte gerne den ein oder anderen Zähler mehr eingefahren. Gerade die Spiele gegen Eintracht Rheine (0:2) und Westfalia Rhynern (1:1) bleiben in Erinnerung. Der ASC hatte Chancen und Möglichkeiten dort etwas mitzunehmen, nutzte sie aber nicht.

„Die Mannschaft zieht gut mit“

Samir Habibovic ist dennoch zufrieden: „Er macht seine Arbeit sehr gut, die Mannschaft zieht gut mit, es sieht sehr gut aus dem Platz“, sagt der Sportliche Leiter und lobt, dass es bislang erst eine Niederlage gab.

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Doch wie geht das Schwarz-Projekt weiter? Wird es zur Rückrunde fortgesetzt? Habibovic lässt sich bei seinen Plänen nicht in die Karten blicken: „Eine Tendenz gibt es nicht. Wir werden das analysieren und uns nach dem letzten Spieltag in diesem Jahr zusammensetzen.“

Was will Schwarz?

Habibovic ist dabei vor allem auch wichtig, dass Schwarz selbst weiß, was er will, ob er sich das überhaupt vorstellen könne, als Oberliga-Coach weiterhin zu fungieren, wie hoch die Belastung für ihn in den vergangenen Wochen war, nachdem er zuvor lediglich in der Kreisliga die Reserve des ASC als Spielertrainer betreute.

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Doch auch dieser gibt sich recht verdeckt: „Es ist noch keine Entscheidung getroffen. Wir werden nach der Hinrunde miteinander sprechen.“ Es scheint noch völlig offen, wie das Schwarz-Abenteuer beim ASC weitergeht. Auch eine Rückkehr zur Reserve ist wohl nicht komplett ausgeschlossen, Anfang November half er noch einmal bei der Zweiten aus, wurde bei der 1:2-Niederlage in Barop eingewechselt: „Das hat aber weniger damit zu tun, dass ich nicht loslassen kann“, sagt Schwarz und fügt an: „Es war auch der Not an Personal geschuldet, dass ich da ausgeholfen habe.“

Drei Spiele für vier Punkte - oder mehr

Drei Spiele hat er nun Zeit, um die Vorgabe von Habibovic zu erfüllen. Kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Regionalliga-Absteiger 1. FC Kaan-Marienborn, im Anschluss beim SC Wiedenbrück und zum Rückrundenstart im Heimspiel gegen den SC Paderborn II. Vier Punkte würde er benötigen, um das interne Ziel zu erreichen, wobei sich sicher niemand in Aplerbeck dagegen wehren würde, wenn es mehr würden.

Doch die Personalsituation beim ASC bleibt weiter angespannt. Daniel Schaffer und Lars Warschewski fallen weiterhin aus. Zudem ist Maurice Buckesfeld angeschlagen, kann nur sporadisch mittrainieren. Der Innenverteidiger hat eine Oberschenkelprellung. Auch Paul Stieber ist seit zehn Tagen mit einer Grippe raus, die er nicht los wird. Beide sind für das Heimspiel am Sonntag gegen Kaan-Marienborn fraglich. Zurück im Training sind dafür Kevin Brümmer nach überstandenen Rückenproblemen und Jasper Stojan.

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