Trainer Schmitz: "Ich stehe zu den Eisadlern"

Eishockey

Der Alptraum ist Realität geworden: Die Eisadler müssen den Gang in die Eishockey-Landesliga antreten. Sportlich konnte sich das Team von der Strobelallee nicht in der Regionalliga West halten. Vor der Saison waren die Playoffs das erklärte Ziel, seit der 1:7-Klatsche am Freitag gegen Soest steht der Abstieg in die fünfte Liga fest. Ein Interview mit Trainer Thomas Schmitz.

DORTMUND

, 07.03.2017, 14:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
Trainer Schmitz: "Ich stehe zu den Eisadlern"

Coach Thomas Schmitz und die Dortmunder Eisadler sind auf Playoffs-Kurs.

Der Ernstfall ist eingetreten, die Eisadler sind abgestiegen. Wie fällt mit ein paar Tagen Abstand Ihre Saison-Bewertung aus?

Was soll ich dazu sagen? Ich bin total enttäuscht, dass es soweit gekommen ist. Auch, wie wir uns im entscheidenden Spiel präsentiert haben. Allzu viele Gedanken habe ich mir noch nicht gemacht. Ich wollte das Ganze erstmal sacken lassen und ein bisschen runterkommen. Die Analyse steht noch aus.

Die Playoffs sollten es werden, der Abstieg ist es geworden. Wo liegen die Gründe?

Wenn ich es wüsste, wäre ich ein gutes Stück weiter. Wir sind eigentlich super in die Saison gestartet und haben phasenweise auch gutes Eishockey gespielt. Ein Stück weit hat sicherlich die Konstanz gefehlt. Zum Ende haben wir unser Leistungpotenzial nicht mehr abgerufen. Vieles kann ich mir selbst noch nicht erklären. Dafür sind die Eindrücke noch zu frisch und die Enttäuschung noch zu groß.

War der Umbruch vor der Saison zu gravierend?

Wir wussten, worauf wir uns einlassen. Wir haben 15 neue Spieler integriert, wir haben versucht, die Nachwuchsspieler mehr einzubinden. Unterm Strich ist es nicht so aufgegangen, wie ich und wir uns das alle vorgestellt haben. Es ist sicherlich viel zusammengekommen, aber das Ergebnis ist natürlich indiskutabel.

Wie geht es jetzt weiter bei den Eisadlern?

Wir werden uns an einen Tische setzen und genau das besprechen. Die Gespräche stehen aber noch aus.

Sind die Eisadler gewappnet für die Landesliga?

Da gehe ich von aus, auch wenn es zum jetzigen Zeitpunkt zu früh ist, diese Frage konkret beantworten zu können.

Haben Sie sich persönlich schon Gedanken gemacht, wie es für Sie weitergeht?

Ich bin auf jeden Fall bereit, auch weiterhin der Trainer der Eisadler zu sein. Es ist für mich auch nicht entscheidend, in welcher Liga wir spielen. Entweder man spricht sich für einen Klub aus oder man lässt es – und zwar in guten und in schlechten Zeiten. Wir haben jetzt gerade eine schwierige Zeit. Und ich bin mitverantwortlich dafür. Da stehe ich zu. Jetzt müssen wir die Ärmel hochkrempeln und schauen, dass es nächstes Jahr besser läuft. Aber natürlich liegt die Entscheidung am Ende nicht bei mir, das ist mir auch klar.

Können Sie schon abschätzen, ob die Spieler mit der gleichen Einstellung an die Sache rangehen oder inwiefern sich das Gesicht der Eisadler verändern wird?

Das kann ich noch nicht sagen. Ich habe bislang mit keinem Spieler über die neue Saison gesprochen. Wir müssen abwarten, wie sich die finanzielle Situation in der nächsten Saison darstellt. Was ist mit den Fans, was ist mit den Sponsoren? Da gilt es zunächst einmal, viele Fragen zu beantworten. Da ist sicherlich auch der Vorstand gefragt.

Heißt das, dass es noch keine Zu- oder Absagen von Spielern für die neue Saison gibt?

Richtig. Ich gehe aber mal davon aus, dass es auch in der fünften Liga Spieler gibt, die für die Eisadler spielen wollen. Und man wird sicherlich auch sehen, wer bereit ist, die Suppe auszulöffeln, die wir uns selber eingebrockt haben. Wir haben im Vorfeld keine Gespräche über einen Plan A oder Plan B geführt. Wir haben abgewartet, was passiert. In den nächsten Wochen werden wir die Gespräche führen, die nötig sind, um die Probleme, die jetzt vor uns liegen, aus dem Weg zu räumen. Und noch einmal: Mein Wort hat der Verein: Ich stehe zu den Eisadlern.

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