Traum vom Aufstieg ist geplatzt

BVB-Handballfrauen

Der Traum der BVB-Frauen vom Aufstieg in die 1. Handball-Bundesliga ist geplatzt: Mit 27:29 (14:15) unterlagen die Schwarzgelben am Samstag Nachmittag den Berliner Füchsen.

DORTMUND

von Von Gerd Strohmann

, 20.04.2013, 17:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schwarzer Tag für die Mannschaft von Alice Vogler.

Schwarzer Tag für die Mannschaft von Alice Vogler.

Allenfalls ein wenig höflicher Applaus kam von den höchst spärlich gefüllten Rängen, 200 Zuschauer waren bitter enttäuscht. Die Spielerinnen des Dortmunder Zweitligisten nicht minder, einige hatten mit den Tränen zu kämpfen, als sie zaghaft ins Publikum winkten. Es war ein enttäuschender Nachmittag für die Schwarzgelben. Viele hatten sich noch auf einen heißen Kampf um den Aufstieg in die 1. Bundesliga gefreut, die Partie gegen Bensheim am 4. Mai hätte vielleicht sogar ein Endspiel werden können, nun ist der Aufstiegszug ohne den BVB losgedampft.

Ärgerlich vor allem, weil diese Niederlage nun wirklich nicht sein musste. Und als Gäste-Trainer Dietmar Rösicke später davon sprach, sein Team habe wenig Fehler gemacht, sehr konzentriert gespielt, immer eine Antwort gewusst und zudem eine gute Torhüterleistung geboten, da müssen allen Borussinnen die Ohren geklingelt haben. Beim BVB war es eben ganz anders. Eigentlich kam der Tabellenvierte ja richtig gut ins Spiel, führte schnell 4:1, dann 8:5, „irgendwie ging das für die Truppe anfangs wohl zu einfach“, meinte Trainerin Alice Vogler, die ihre Verärgerung gar nicht erst verbergen wollte. Auf jeden Fall schlich sich eine Nachlässigkeit ein, die völlig unerklärlich war.

„Wir waren nicht konsequent genug“, bemängelte die BVB-Trainerin, und in diese Kritik musste sie alle einschließen. Torfrau Hellen Trodler war weit entfernt von einem Schokoladentag, die Abwehr ließ jegliche Aggressivität vermissen, und im Angriff wirkte alles erschreckend verkrampft. „Es ist schlichtweg zu wenig, wenn sich nur eine Spielerin bewegt“, meinte Alice Vogler, sie war gründlich bedient. Offenbar hätten einige nach der leichten Führung die Handbremse angezogen, „und dann konnten wir sie nicht mehr lösen“. Der Rest der Saison wird nun ein eher entspanntes Auslaufen.

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