Trotz Corona-Krise: Dortmunder Athleten befinden sich noch im Trainingslager in Südafrika

Leichtathletik

Viele Dortmunder Leichtathleten befinden sich noch im Trainingslager im Ausland – jetzt soll Rückreise allerdings so schnell wie möglich erfolgen. Andere Reisen wurden bereits abgesagt.

Dortmund

, 22.03.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Den Tafelberg in Südafrika bestieg unter anderem die Lokalsportlerin Lilian Tönsmann.

Den Tafelberg in Südafrika bestieg unter anderem die Lokalsportlerin Lilian Tönsmann. © picture alliance/dpa

2000 Meter über dem Meer und angenehme Temperaturen, das sind die optimalen Rahmenbedingungen, die die deutschen Mittel- und Langstreckenläuferinnen und -läufer zur Zeit im südafrikanischen Dullstroem für ihre Vorbereitung auf die Sommersaison vorfinden.

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Mit dabei sind sieben Läufer der LG Olympia und ihr Trainer Pierre Ayadi in seiner Funktion als Nachwuchs-Bundestrainer, die fern von den heimatlichen Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus ihr Trainingsprogramm durchziehen.

Pierre Ayadi: „Uns geht es gut“

„Natürlich ist das Virus auch in Südafrika ein großes Thema, und wir bekommen alle Informationen über die Situation in Deutschland per Internet und durch die Fernsehnachrichten mit. Wir sind auf dem Laufenden“, erklärt Ayadi. „Aber uns geht es gut, und alle sind gesund, wenigstens soweit sich das zurzeit feststellen lässt. Wir können unsere Trainingspläne wie vorgesehen vollständig realisieren und das Wetter hat bisher gut mitgespielt“, so Ayadi.

Viele Kilometer-Umfänge stehen im Vordergrund, aber auch Bergauf-Läufe, Tempoläufe sowie Kraft- und Technik-Einheiten gestalten das Training abwechslungsreich. Auch Fahrten auf dem Mountain-Bike fordern den ganzen Einsatz der Laufspezialisten.

LGO-Athleten müssen Saisonplanung überdenken

„Wir sind mit Desinfektionsmitteln gut ausgerüstet und führen alle Vorsichtsmaßnahmen, die der DLV von uns fordert, durch“, zerstreut der LGO-Trainer eventuelle Sorgen. In den nächsten Tagen werden die LGOer wie geplant Richtung Heimat fliegen.

Dass im April viele Laufveranstaltungen ausfallen, hat man auch in Dullstroem bereits zur Kenntnis nehmen müssen. „Das zwingt uns dazu unsere bisherige Saisonplanung zu überdenken, und wir müssen sicher den Einstieg in die Sommersaison verschieben. Aber da müssen wir uns den aktuellen Gegebenheiten anpassen“, so Ayadi.

Athletin Lilian Tönsmann bestieg den Tafelberg in Südafrika.

Athletin Lilian Tönsmann bestieg den Tafelberg in Südafrika. © Privat

Auch die vielseitige Lilian Tösmann (Teutonia Lanstrop) befindet sich gemeinsam mit den besten deutschen Mehrkämpfern in Stellenbosch an der Südspitze Afrikas und kann unter Leitung der Bundestrainer bei besten Bedingungen arbeiten. Die deutsche Gruppe hatte sich dafür entschieden, wegen der heimatlichen Corona-Probleme das Trainingslager um eine Woche zu verlängern, doch der DLV stoppte diese Pläne, sodass die Rückreise so bald wie möglich angetreten werden muss.

Trainingslager der LGO-Stabhochspringer in Südtirol abgesagt

Die Ein- und Ausreisesperren in Italien führten dazu, dass 14 Stabhochspringer der LGO und ihre Trainer Holger Kositzki, Kai und Finn Atzbacher ihr geplantes Trainingslager im Südtiroler Lana absagen mussten. „Wir haben uns alle darauf gefreut, aber die Entscheidung wurde uns durch die italienischen Maßnahmen abgenommen“, so Kositzki. Als Ersatz sollte das Intensivtraining in die Körnighalle verlegt werden, doch hat sich das inzwischen auch erledigt, da die Halle geschlossen wurde. Auch die Athleten des TSV Kirchlinde haben ihre Reise ins italienische Cesenatico abgesagt.

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Vor allem zahlreiche Nachwuchsathleten der LGO mussten ihre Reisevorbereitungen für die Fahrt nach Milano Marittima einstellen. Die LGO-Trainingsgruppen der Sprinter und Springer hatten vor, unter der Leitung von Oliver Kunz, Thomas Czarnetzki und Belen Schauerte mit 27 Athleten nach Zinnowitz auf der Ostseeinsel Usedom fahren. Aber auch die Sportschule auf der Ostseeinsel ist inzwischen geschlossen.

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