Trotz hoher Auflagen: Bayerische Fußballklubs atmen auf, sie dürfen wieder auf die Plätze

Fußball

Beträgt die Inzidenz fünf Tage weniger als 100, dürfen Amateursportler in Bayern wieder Kontaktsport betreiben. Die Auflagen bleiben aber hoch und der Kontaktsport muss genehmigt werden.

Bayern

, 13.05.2021, 15:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Endlich wieder Fußball-Training: In Bayern dürfen Amateursportler unter gewissen Gegebenheiten wieder auf den Platz.

Endlich wieder Fußball-Training: In Bayern dürfen Amateursportler unter gewissen Gegebenheiten wieder auf den Platz. © imago images/Pressefoto Baumann

In Niedersachsen dürfen Amateurfußballer wieder trainieren. In Bayern sorgte ein Fußballklub für Aufmerksamkeit, indem er dem Innenministerium ein Hygiene- und Trainingskonzept vorlegte und es genehmigt bekam, obwohl die Sieben-Tages-Inzidenz weit mehr als 100 beträgt. Im gleichen Bundesland darf nun auch wieder mit Kontakt trainiert werden, wenn die Inzidenz unter 100 liegt.

Unterschreitet ein Landkreis in Bayern diese Schwelle für mindestens fünf Tage, dürfen die Sportler wieder auf die Sportanlagen und Kontaktsport betreiben. Nötig dafür ist ein negativer und zertifizierter Corona-Schnelltest, der höchstens 24 Stunden alt ist, oder ein höchstens 48 Stunden alter PCR-Test. Auch Selbsttests sind erlaubt, aber nur, wenn diese direkt vor Ort und unter Aufsicht durchgeführt werden.

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Um trainieren zu dürfen, müssen trotz Inzidenz unter 100 aber noch weitere Auflagen erfüllt werden. Vorrausetzung für Lockerungen ist ein Antrag des Landratsamts, beziehungsweise der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde beim Bayerischen Gesundheitsministerium. Er wenn das sein Einverständnis gibt, ist die Rückkehr auf die Plätze perfekt. Das bedeutet auch: Ist der Landrat oder das Gesundheitsministerium nicht einverstanden, bleiben die Plätze dicht.

Sollte die Zustimmung erfolgen, müssen die Sportler weitere Einschränkungen befolgen: Die Umkleidekabinen und Duschen bleiben versperrt, die Nutzung untersagt. Insgesamt blieben die Hürden sehr hoch, zeigte sich Jürgen Faltenbacher, Schatzmeister des Bayerischen Fußballverbandes, enttäuscht auf seiner Webseite.

Es gab aber auch positive Aussagen zu den Lockerungen beim Kontaktsport: Jörg Ammon, Präsident des Bayerischen Landes-Sportverbandes, ist froh über die Erleichterungen für den Breitensport. In einem Schreiben an die Vereine äußerte er sich wie folgt: „Die angekündigten Lockerungen lassen uns wieder optimistischer in die Zukunft der Sportvereine blicken und wir sind guter Hoffnung, dass in den nächsten Wochen in immer mehr Landkreisen und kreisfreien Städten weitere Lockerungen möglich werden.“

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