Trotz lukrativer Angebote: Das Gesicht des Klubs bleibt dem BSV Schüren erhalten

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Nachdem der BSV bereits einige Vertragsverlängerungen verkündet hatte, bleibt nun ein weiterer wichtiger Spieler. Einer, der vorangeht und bereits bei einigen höherklassigen Teams gespielt hat.

Dortmund

, 20.03.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der BSV Schüren gewann in diesem Jahr die Hallenstadtmeisterschaft. Mit einem 4:0-Sieg im Finale gegen den Hombrucher SV wurde der Titel klar gemacht. Am Erfolg hatte ein Spieler einen ganz besonderen Anteil - einer der früher auch mal Tor der BVB hütete.

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In seiner Karriere hat Sascha Samulewicz schon einige Stationen hinter sich. Nun kickt er seit fünf Jahren für den BSV Schüren - und dort bleibt er auch. Der Keeper hat um ein Jahr beim Westfalenligisten verlängert. „Es freut mich, dass Sascha bei uns bleibt“, sagt BSV-Vorstandschef Peter Seifert.

„Ich fühle mich in Schüren sehr wohl. Ich weiß, was ich am Vereine habe und was der Verein an mir hat“, meint Sascha Samulewicz zu seiner Verlängerung. Auch andere Vereine hatten durchaus ihr Interesse am Keeper angemeldet.

Sascha Samulewicz: „Die Kombination aus Arbeit und Fußball ist super“

Die Angebote seien „lukrativ“ gewesen, aber am Ende passte das Gesamtpaket in Schüren am besten. „Die Kombination aus Arbeit und Fußball ist super und zudem wohne ich nur fünf Minuten vom Sportplatz entfernt“, erzählt Samulewicz.

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Der noch 33-Jährige, der am 21. März seinen Geburtstag feiert, blickt auf eine abwechslungsreiche Karriere: Ausgebildet beim DJK Blau-Weiß Huckarde und dem TSC Eintracht Dortmund wechselte er anschließend zum BVB II und saß bei einem Bundesligaspiel in der Saison 2005/2006 sogar bei den Profis als Ersatzkeeper auf der Bank.

Seit dem Abgang von Ahmet Cosgun auch Kapitän beim BSV Schüren

Danach folgte der Wechsel zum Wuppertaler SV, mit dem er in die 3. Liga aufstieg und dort auch Stammkeeper war. Anschließend kickte er für den KFC Uerdingen in der Regionalliga und dann für Westfalia Herne in der Oberliga. 2015 folgte dann der Wechsel zum BSV Schüren.

Dort ist er seit dem Abgang von Ahmet Cosgun auch Kapitän. „Die Rolle gefällt mir. Ich gebe gern den jungen Spielern etwas mit und bin gerne Ansprechpartner für anfallende Fragen“, sagt der Torhüter.

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Auch BSV-Trainer Arthur Matlik schätzt die Qualitäten seines Führungsspielers. „Es braucht Führungsspieler wie ihn, die vorangehen. Die Mannschaft hat ihren Kapitän selbst gewählt und das spricht für sich.“

Matlik sieht die Stärken des Keepers im Eins-gegen-Eins und in seinem Umgang mit dem Ball. „Vom fußballerischen Niveau macht ihm in der Westfalenliga wohl keiner etwas vor.“ Trotzdem sieht der Trainer auch noch Verbesserungspotenzial. „Wir haben in der Defensive noch sehr viel Arbeit vor uns. Auch Sascha hat noch einiges zu tun. Wir bekommen einfach zu viele Gegentore.“

Sascha Samulewicz: „Mich nervt jeder Gegentreffer brutal“

51 Gegentreffer in 21 Partien kassierte der BSV Schüren bereits in dieser Saison. Damit gehört das Team zu den Schießbuden der Liga und stellt die drittschlechteste Defensive der Liga. „Mich nervt jeder Gegentreffer brutal. Sicher ist es nicht mein Anspruch, so viele Gegentore zu kassieren“, meint Samulewicz, der auch schon eine Ursache ausgemacht hat.

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„Es gibt Tage, da geht nicht viel und es ist wahrscheinlich, dass wir das Spiel verlieren. Aber die Frage ist, wie man ein Spiel verliert. Und in einigen Fällen machen wir zu viele leichte Fehler und kassieren dann Packungen.“ Der Torhüter spielt beispielsweise auf die beiden 2:6-Niederlagen beim FC Lennestedt oder beim FC Neheim an.

Perspektivisch will Samuelwicz so lange kicken, wie es sein Körper zulässt. Aber auch für die Zeit danach hat er schon einen Plan. „Ich habe 2014 den Torwarttrainerschein gemacht. Gerne möchte ich meine Erfahrungen und mein Wissen weitergeben.“

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