Türkspor Dortmund bangt um den Ausfall eines weiteren Oberliga-Neuzugangs

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Türkspor Dortmund hatte am Sonntag Grund zur Freude, aber auch Grund zur Sorge. Zwar gewann TSD das erste Saisonspiel, allerdings verletzte sich auch ein Leistungsträger. Ein Neuzugang.

Dortmund

, 23.09.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Einstand für Dimitrios Kalpakidis bei Türkspor Dortmund verlief am Wochenende erfolgreich. Das Landesliga-Team gewann beim SV Hilbeck sein erstes Saisonspiel. Mit 1:0 behielt Türkspor die Oberhand, Neuzugang Kerim Acil erzielte das goldene Siegtor. Ein anderer Oberliga-Neuzugang stand zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht mehr auf dem Platz. Er verletzte sich und droht nun erst einmal auszufallen.

Kurz vor dem Abpfiff der ersten Halbzeit war bereits klar, dass Flügelflitzer Nino Saka das Ende dieser Partie nicht mehr auf dem Platz erleben wird. Nach einem Sprint fasste sich der 27-Jährige, der im Sommer vom 1. FC Kaan-Marienborn zu Türkspor wechselte, an den Oberschenkel, musste kurz danach für Kimaz Hamza ausgewechselt werden. Saka musste sogar vom Feld getragen werden.

Muskelfaserriss vor einem Monat

„Ich habe einen schwierigen Ball zugespielt bekommen. Danach habe ich einen langen Schritt gemacht, den Ball am Gegenspieler vorbei gelegt und wollte an ihm vorbei sprinten. Als ich los wollte, habe ich im Oberschenkel etwas gespürt und bin direkt stehen geblieben“, beschreibt Saka die Szene, der an gleicher Stelle vor etwa einem Monat einen Muskelfaserriss hatte.

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Den 1:0-Sieg und das späte Tor verfolgte der Außenbahnspieler dann von der Bank aus. Am Montag ging Saka zum Arzt und ließ sich untersuchen. „Ich habe eine Stromtherapie bekommen. Wir vermuten, dass es eine Zerrung ist und wollen noch ein paar Tage warten“, sagt Saka. Also Glück im Unglück? Die nächsten Tage werden das zeigen.

Saka ist damit nicht der erste Neuzugang, der sich verletzt hat. Auch Aldin Kljajic und Marcel Reichwein, ebenfalls im Sommer zu TSD gestoßen, fehlen den Dortmundern derzeit verletzungsbedingt.

Nino Saka (l.) hat sich verletzt.

Nino Saka (l.) hat sich verletzt. © Stephan Schuetze

Trotz Schmerzen im Oberschenkel hatte Saka am Sonntag aber auch etwas zu lachen und vor allem zu bejubeln: Sein neuer Klub siegte zum ersten Mal in der Landesliga, hat jetzt vier Punkte auf dem Konto - also nicht ein gänzlich gebrauchter Sonntag für den 27-Jährigen.

„Ja, wir sind sehr ehrleichtert. Wie jeder mitbekommen hat, war es in den letzten Wochen schwer für den ganzen Verein. Jetzt kehrt ein wenig Ruhe ein und der Druck ist auch ein wenig weg. Der Sieg ist wichtig für jeden einzelnen Spieler und auch für das Selbstvertrauen“, sagt Saka und spielt damit auf die personelle Entwicklung im Verein in den vergangenen Wochen hin.

So gehören der ehemalige Sportdirektor Tim Eibold und das Trainerteam Reza Hassani und Kevin Großkreutz nicht mehr zum Klub. Dafür arbeitet nun Dimitrios Kalpakidis als Interimscoach und Sportlicher Leiter für Türkspor.

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Von den vergangenen Wochen einmal abgesehen hat sich Saka bei TSD aber schon bestens eingelebt. Der 27-Jährige schwärmt von seinem neuen Klub geradezu.

„Mein Eindruck von Türkspor ist krass. Ich habe schon in einigen Mannschaften gespielt, aber der Teamspirit in dem Verein ist Wahnsinn. Ich habe das Gefühl, dass jeder mit jedem klar kommt. Die Verbindung untereinander zwischen Fans und der Mannschaft ist super. Das habe ich selten gesehen. Ich fühle mich bei Türkspor pudelwohl und ich hoffe, dass ich hier verletzungsfrei bleibe und zu alter Stärke finde, damit ich der Mannschaft helfen kann“, sagt Saka.

In den nächsten Tagen weiß er zumindest schon mal, ob er von einer schlimmeren Verletzung verschont bleibt oder nicht.

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