Türkspor Dortmund: Schlaflose Nächte und ein neuer Vorstand beim Landesligisten

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Hinter Türkspor Dortmund liegen ereignisreiche Wochen, überwiegend mit wenig positiven Schlagzeilen. Präsident Akin Kara und Trainer Reza Hassani haben sich nun zu allen Vorkommnissen geäußert.

Dortmund

, 09.09.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Türkspor Dortmund schreibt aktuell nicht die erfreulichsten Schlagzeilen. Die vergangenen Wochen waren schwierig für die Dortmunder. Erst musste der Fußball-Landesligist seinen Torjäger Mateus Ajala Cardoniz zum TuS Bövinghausen ziehen lassen, dann war der Klub gezwungen, auf vier Spieler zu verzichten, die sich mit Corona infiziert haben und sich daher in Quarantäne befanden.

Am Sonntag folgte im ersten Saisonspiel die Niederlage beim Kirchhörder SC und Stunden später gab Türkspor-Präsident Dr. Akin Kara die Entlassung von Sportdirektor Tim Eibold bekannt. Mit ein paar Tagen Abstand äußern sich Trainer Hassani und Präsident Kara zu den Entwicklungen.

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So richtig verdaut hat Reza Hassani die Derbyniederlage beim KSC noch immer nicht. Auch am Dienstagmittag wirkte der Türkspor-Coach am Telefon verärgert. „Ich habe die Nächte danach sehr schlecht geschlafen, hatte eine scheiß Laune und habe die auch mit nach Hause genommen. Es ist einfach nervig und ärgerlich, dass wir nicht unser Potenzial abgerufen haben und sich sieben bis acht Leute unter Normalform befanden“, sagte Hassani, der allerdings auch erneut betonte, dass Kirchhörde ein gutes Spiel gemacht habe. Mit 1:0 setzte sich der KSC am Sonntag gegen TSD durch.

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Die Niederlage arbeitet das Trainerteam am Mittwoch (9. September) mit seinen Spielern auf. Am Sonntagabend war dafür nämlich keine Zeit mehr. Da feierten die meisten Türkspor-Spieler, obwohl sie die Partie verloren hatten. Der Grund ist ganz einfach: Mitspieler Alihan Kurgan zelebrierte am Sonntag seine Hochzeit, das Spiel in Kirchhörde verpasste der Offensivspieler somit natürlich.

Türkspor feiert Hochzeit

„Erst waren wir alle traurig am Sonntag. Aber wenn wir mit schlechter Mimik und Gestik zur Hochzeit gehen, ist das natürlich auch respektlos Alihan gegenüber. Es war eine würdige Hochzeit. Auf der Rückfahrt waren mir dann aber wieder die Szenen des Spiels vor Augen“, so Hassani weiter.

Dem Coach ist bewusst, dass seine Mannschaft, die von vielen Seiten als Top-Favorit auf den Westfalenliga-Aufstieg genannt wird, nun liefern muss. Gelegenheit dafür hat Türkspor schon am kommenden Sonntag (13. September), wenn es im ersten Heimspiel der Saison gegen SW Wattenscheid 08 geht. Die Wattenscheider hatten ihr erstes Spiel mit einem 0:0-Remis gegen den FC Frohlinde beendet.

Aber mit welcher Mannschaft wird Türkspor auflaufen? Was machen die Verletzten und was machen vor allem die Spieler, die zuletzt mit dem Coronavirus infiziert waren? Der Einsatz von Mittelfeldmotor Ömer Akman, der wegen eines Bänderrisses schmerzlich vermisst wurde, ist weiter ungewiss.

„Wir müssen schauen, wie Ömers Sprunggelenk reagiert und ob er das Abschlusstraining mitmachen kann. Wir wollen kein Risiko eingehen“, sagt Hassani und dämpft die Erwartungen. Ähnlich äußerte sich Hassani auch zu den ehemaligen Corona-Fällen. „Wir wollen das alles behutsam durchgehen“, so der TSD-Coach.

TSD strukturiert den Kader um

Und wie wird nun die Lücke geschlossen, die Tim Eibold nach seinem Rauswurf hinterlassen hat? Hassani konnte sich dazu nicht äußern, dafür aber TSD-Präsident Dr. Akin Kara. „Wir sind gerade dabei unseren Vorstand umzustrukturieren. Wir werden den Vorstand um drei Mitglieder erweitern. Ein Vorstandsmitglied soll dann auch die Position des Geschäftführers übernehmen. Mittelfristig werden wir aber wieder einen Sportlichen Leiter haben“, so Kara auf Anfrage der Ruhr Nachrichten.

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Der TSD-Präsident äußerte sich zudem auch über einen möglichen Nachfolger des abgewanderten Cardoniz. „Zurzeit ist nichts geplant. Wir sind gut besetzt. Ich hoffe, dass Ozan Bektas und Florian Juka bald wieder kommen. Und wir haben ja natürlich Marcel Reichwein“, sagte Kara.

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