Nach Krankenwageneinsatz im Derby: Türkspor-Akteur muss mit mehreren Stichen genäht werden

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Schlechte Nachrichten für Türkspor Dortmund und den VfL Kemminghausen: Nach einer üblen Szene im Derby fallen zwei Akteure erst einmal aus - bei Türkspor ist das nicht die einzige Zwangspause.

von Patrick Radtke

Dortmund

, 14.03.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war eine ganz üble Szene im Bezirksliga-Derby zwischen Türkspor Dortmund und den VfL Kemminghausen. Bei einem Kopfballduell rasselten Türkspors Serdar Bingöl und Kemminghausens Moussa Fall heftig mit den Köpfen zusammen und blieben benommen liegen. Minutenlang war die Partie unterbrochen, ehe ein Krankenwagen die Sportler abholte.

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Nun sind die Diagnosen da. Während ein Kicker länger ausfällt, kann der andere auf einen Einsatz in der nächsten Woche hoffen.

Türkspor Dortmund muss sieben Ausfälle kompensieren

Schon kurz nach der Partie ahnte Türkspors Coach Reza Hassani nichts Gutes. „Eigentlich ist er eine Maschine, der würde normalerweise mit einem kaputten Fuß spielen. Wenn er liegen bleibt, muss es schon etwas gewesen sein“, sagte Hassani über Serdar Bingöl.

Serdar Bingöl fehlt Türkspor Dortmund erst einmal.

Serdar Bingöl fehlt Türkspor Dortmund erst einmal. © Folty

Er sollte Recht behalten. Die Wunde am Kopf war tief und lang, musste mit mehreren Stichen genäht werden. Die Ausfallzeit: drei Wochen - damit sollte der Kicker in dem Zeitraum wieder fit werden, in dem nicht gespielt wird. Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen hatte am Freitagmittag entschieden, wegen des Coronavirus alle Spiele bis zum 19. April auszusetzen.

Zur aktuellen gesundheitlichen Lage von Bingöl sagte Hassani: „Ihm geht es den Umständen entsprechend. Er hat aktuell keine Schmerzen mehr, sobald er grünes Licht von den Ärzten bekommt, wird er auch spielen.“

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„Sein Ausfall wiegt schwer“, macht sich Hassani sorgen, schiebt aber direkt hinterher: „Aber wir haben einen großen und qualitativ sehr großen Kader. Hazar Aksözek, Ilja Petreian, Okan Saritas - egal wer von den Jungs einspringt, er wird seine Sache super machen.“

Doch nicht nur die Position von Bingöl muss Hassani neu besetzen, aktuell gleicht sein Kader eher dem eines löchrigen Fleckenteppichs. Tolga Buyruk fällt mit einer Bauchmuskelentzündung bis zu zwei Wochen aus, Louis Osmani und Ismail Yilmaz sind krank, Iago Augusto de Carvalho und Kemal Avci fehlen gesperrt und Bekir Kilabaz plagen Rückenprobleme.

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Moussa Fall vom VfL Kemminghausen hat es weniger schlimm erwischt

Glimpflicher als Bingöl ist Kemminghausens Moussa Fall davongekommen. „Er hat einen drei Zentimeter langen Cut, der genäht werden musste“, sagt Coach Alexander Stärk. Zunächst hatte er auch noch eine Gehirnerschütterung befürchtet, doch diese Diagnose bewahrheitete sich zum Glück nicht. „Es geht ihn den Umständen entsprechend wieder gut. Es war also Glück im Unglück.“

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