Türkspors Alihan Kurgan: Die Mannschaft hat den Trainerwechsel am Anfang nicht verstanden

Fußball in Dortmund

Alihan Kurgan ist der vierte Türkspor-Spieler in Serie, der die Wahl zur Elf des Spieltags gewinnt. Im Interview spricht er über den frühen Trainerwechsel und den Aufstiegskampf in der Bezirksliga.

Dortmund

, 15.11.2019, 17:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
Türkspors Alihan Kurgan: Die Mannschaft hat den Trainerwechsel am Anfang nicht verstanden

Alihan Kurgan will mit Türkspor Meister werden. © Foltynowicz

Der Vierte in Serie: Nach seinen Teamkollegen Iago Augusto De Carvalho, Kimaz Hamza und zuletzt Kaan Akkus ist Türkspor Dortmunds Alihan Kurgan, der beim 4:1-Auswärtssieg gegen den Holzwickeder SC II am Sonntag das 1:0 erzielte, unser Spieler des Spieltags.

Mehr als 1000 Stimmen

Im Interview spricht der linke Mittelfeldspieler, auf den 56% aller und insgesamt mehr als 1000 Stimmen entfielen, über seine Zeit bei dem Bezirksliga-Zweiten, das Aufstiegsrennen gegen Tabellenführer DJK TuS Körne und den Trainerwechsel zu Saisonbeginn.

Glückwunsch, Sie der Spieler des Spieltages! 56% der Stimmen, insgesamt mehr als 1000 Leute haben für Sie abgestimmt. Wissen Sie, woher all die Stimmen kamen?

Natürlich haben mein Freundeskreis, meine Familie, Türkspor und Kevin (Trainer Großkreutz, d. Red.) mich unterstützt, und eine türkische Facebook-Seite, Süper Lig International. Es war ja lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen, ich hätte es dem Kollegen auch gegönnt, alle die zur Wahl standen hätten es verdient gehabt, aber es ist schön, dass die Leute für mich abgestimmt haben.

Sie haben am Sonntag dein 2. Saisontor gemacht, wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Spiel und Ihrer Leistung insbesondere?

Mit unserem Spiel bin ich momentan sehr zufrieden. Wir wachsen Stück für Stück zusammen, es fehlen nur noch Kleinigkeiten. Ich war zuletzt zweieinhalb Wochen im Urlaub und muss an meiner Fitness arbeiten, aber ich glaube, dass Kevin und Reza (Trainer Hassani, d. Red.) mir da sehr helfen werden. Fußballtechnisch ist alles super.

Wie lange sind Sie schon bei Türkspor?

Mittlerweile bin ich eineinhalb Jahre hier. Ich fühle mich hier sehr wohl, wir sind wie eine kleine Familie und wachsen näher und näher zusammen. Dazu kommt, dass mit Ömer Akman einer meiner besten Freunde zum Team gestoßen ist. Man hat nicht immer die Chance, mit besten Freunden zusammenzuspielen, das ist nochmal mehr Motivation in die richtige Richtung.

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Wie bewerten Sie den Trainerwechsel zu Beginn der Saison?

Wir haben die Entscheidung am Anfang nicht verstanden, aber der Verein denkt langfristig, deshalb sind die diesen Schritt gegangen. Wir haben das akzeptiert, wie wir sehen funktioniert das mit Kevin und Reza sehr gut.

Wo sehen Sie Unterschiede?

Bülent Kara war taktisch sehr gut geschult, aber natürlich hat Kevin aufgrund dessen, dass er Profi und Weltmeister war, taktisch viel mehr gesehen. Beim Training machen wir jetzt fitnesstechnisch immer mehr, wir werden fitter und fitter. Ich glaube, in dieser Liga muss man dieser Mannschaft fußballtechnisch nicht mehr viel beibringen. Wir machen zum Beispiel mehr Übungen mit Zweikampf und mehr Sprints, für die Spritzigkeit.

Der Aufstiegskampf hat sich zu einem Zweikampf mit dem DJK TuS Körne entwickelt. Sie habt Körne bereits geschlagen - was macht die Mannschaft so stark?

Körne ist eine Mannschaft die sehr über die Teamleistung kommt, sehr kompakt und diszipliniert verteidigt. Gegen uns hatten die nicht so einen guten Tag erwischt, bei Derbys und Topspielen ist das auch immer viel Tagesform. Aber die haben sich davon nicht beeindrucken lassen. Die gewinnen ihre Spiele, wir gewinnen unsere Spiele. Das wird bis zum Ende sehr, sehr spannend.

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Worauf wird es für Sie im Saisonverlauf im Aufstiegskampf ankommen?

Wir müssen Woche für Woche gucken und nicht arrogant oder überheblich werden, sondern als Team weiter zusammenwachsen und geschlossen als Team verteidigen. Offensiv werden wir immer unsere Tore schießen, es kommt darauf an, dass wir auf unsere Defensive achten. Die Hinrunde gewinnt keine Meisterschaften, wir müssen Spiel für Spiel auf uns gucken, das ist das Wichtige.

Holen Sie die Körner noch ein?

Das ist das Ziel, wir sind in die Saison gegangen, um Meister zu werden. Und mit der Mannschaft ist das auch machbar, da mache ich mir keine Sorgen.

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