Mützel, Krzysztofiak oder ein Neuzugang? Wer löst das Stürmerproblem in Bövinghausen?

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Der TuS Bövinghausen schleppt ein Sturmerproblem mit sich herum. Gegen Bönen fehlt der Knipser, der aus keiner Chance ein Tor macht. Wird die Position zum Aufstiegskiller?

Dortmund

, 04.11.2019, 08:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dejen Petrovic saß auf der Bank. Krücken in beiden Händen. Und oft verbarg er dahinter auch sein Gesicht, weil sein Team auf dem grünen Kunstrasen mal wieder den Ball nicht über die Linie bekam. Der eigentlich als Stammspieler eingeplante Stürmer fällt monatelang aus, kann seinem Team nicht helfen und muss deshalb eventuell zuschauen, wie sein Team die Chance auf den Aufstieg frühzeitig verspielt.

Juka beginnt als Sturmspitze

„Wir haben leider im Moment keinen Stürmer, der das Tor macht“, sagte TuS-Chef Ajan Dzaferoski nach dem 1:1-Unentschieden gegen die IG Bönen, bei dem passend zur momentanen Situation Innenverteidiger Sven Thormann das Bövinghauser Tor erzielt hatte.

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In der Partie gegen den starken Tabellendritten hatte Florian Juka in der Sturmspitze begonnen, wurde später durch den 19-Jährigen Sky Krzysztofiak ersetzt, der zwar ungeheures Tempo und ungeheure Wucht mitbringt, dem aber oft noch das Timing fehlt: „Er ist ein Rohdiamant“, sagte Thorsten Legat zu Beginn seiner Zeit in Bövinghausen. Und der muss halt noch geschliffen werden.

Mützel fehlt die Fitness

Hinter Juka spielte 113-Tore-Stürmer Ali Abou-Saleh, der als Zehner allerdings naturgemäß etwas weiter hinten agieren musste, als es für einen Angreifer normal wäre. Abou-Saleh hilft dem TuS mit seiner Ballsicherheit auf der Zehn zwar weiter, fehlt aber mit seiner Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.

Mützel, Krzysztofiak oder ein Neuzugang? Wer löst das Stürmerproblem in Bövinghausen?

Ali Abou-Saleh spielte gegen Bönen als Zehner. © Stephan Schuetze

Später wechselte Dzaferoski dann immerhin noch den mit sieben Toren bislang treffsichersten Angreifer ein: Sebastian Mützel. Der Linksfuß war allerdings ein paar Wochen verletzt raus: „Ihm fehlt noch die Fitness“, sagte Dzaferoski. Mützel blieb beim Kurzeinsatz gegen Bönen ohne nennenswerte Szene.

Löst Kyeremeh die Probleme?

„Vorne hat ein bisschen was gefehlt, um ein Tor zu machen“, sagte auch Torschütze und Spielertrainer Sven Thormann hinterher, „wir haben zwar viele Flanken reingeschlagen, waren dabei aber zu unpräzise.“ Tatsächlich flogen reihenweise Hereingaben in den Böner Strafraum - doch ein Abnehmer fand sich nur einmal - als Felipe Tostes Viera die Kugel nicht ins Tor, sondern daran vorbei und in Richtung Seitenaus vorbei schob.

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Ob Christopher Kyeremeh die Probleme lösen kann? Der 26-Jährige tauchte am Sonntag plötzlich auf dem Bövinghauser Spielberichtsbogen auf, der Stürmer spielte zuletzt in Huckarde, vor einigen Jahren auch beim FC Brünninghausen. Doch Dzaferoski bremst: „Ja, Christopher haben wir spielberechtigt gemacht, aber auch er muss erstmal fit werden.“

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Christopher Kyeremeh kam gegen Bönen nicht zum Einsatz. © Stephan Schuetze

Beim nächsten Topspiel am kommenden Sonntag (14.30 Uhr) gegen den Tabellenfünften Firtinaspor Herne muss es also wieder das vorhandene Personal richten. „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit gegen Bönen keine glasklare 100prozentige herausgespielt“, sagte Thormann, „da müssen wir dran arbeiten.“

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