Aufstieg, Sponsoren, Spieler: Sind die Pläne des TuS Bövinghausen durch die Corona-Krise gefährdet?

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Das Coronavirus bringt auch den geplanten Aufstieg von Landesligist TuS Bövinghausen in Gefahr. Jetzt hat sich der Verein dazu geäußert, was bei einem Nicht-Aufstieg passieren würde.

Dortmund

, 16.03.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Trotz namenhafter Neuzugänge, starker Sponsoren und ambitionierter Ziele - gegen die Auswirkungen des Coronavirus ist auch Landesligist TuS Bövinghausen machtlos. Bis zum 19. April pausieren die Fußball-Ligen zunächst, wie es weiter geht, ob die Ligen zu Ende gespielt werden und ob so der eingeplante Aufstieg des TuS Bövinghausen in die Westfalenliga überhaupt noch Realität werden kann, ist bisher unklar.

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Bövinghausen-Chef Ajan Dzaferoski steht trotz allem voll hinter der Entscheidung, den Ligabetrieb ruhen zu lassen: „Das Vorgehen ist richtig, da muss man einfach einen Cut machen, die Gesundheit geht vor.“ Es gehe jetzt nicht mehr um den Sport.

Auch der TuS habe den Trainingsbetrieb zunächst bis zum kommenden Mittwoch eingestellt, erklärte Dzaferoski noch am Sonntag - kurz darauf wurde bekannt, dass die Stadt Dortmund alle Sportanlagen sperrt. Ein Trainingsbetrieb ist somit unmöglich. „Am Montag setzen wir uns zusammen und besprechen, wie es weitergeht“, so der TuS-Chef. Dabei sei immer alles abhängig von der Entwicklung der allgemeinen Situation rund um das Virus, erklärt der Vorsitzende des TuS Bövinghausen.

Der geplante Aufstieg des TuS Bövinghausen ist in Gefahr

Diese Entwicklung wird am Ende dann auch darüber entscheiden, wie es unter anderem mit der Landesliga Staffel 3 weitergeht, in der Bövinghausen Spitzenreiter Obercastrop dicht auf den Fersen ist. Bei einem Spiel mehr haben die Kicker aus Obercastrop (50 Punkte) sieben Zähler Vorsprung auf die Dortmunder (43 Punkte).

Sollte die Spielzeit nicht mehr bis zum Ende ausgetragen werden, könnten auch die Aufstiegsträume des TuS platzen. Aber was hieße das für die Kicker aus Bövinghausen, die fest an den Aufstieg geglaubt hatten?

Ajan Dzaferoski, Vorsitzender des TuS Bövinghausen, steht hinter der Entscheidung, den Ligabetrieb zunächst ruhen zu lassen.

Ajan Dzaferoski, Vorsitzender des TuS Bövinghausen, steht hinter der Entscheidung, den Ligabetrieb zunächst ruhen zu lassen. © Schütze

„Wenn am Ende alle in der Liga bleiben würden und kein Verein auf- oder absteigen würde, dann wäre das absolut okay“, erklärt Dzaferoski. Sollte im Worst Case-Szenario, also bei einem Abbruch der Saison, allerdings der aktuelle Spitzenreiter aufstiegen, würde Dzaferoski das, vorsichtig gesagt, „nicht gut“ finden.

Bövinghausens Dzaferoski: „90 Prozent der Spieler würden bleiben“

„In dem Fall“, so der TuS-Chef, „sollte man eine Regelung finden, dass der Zweite eine Relegation spielt, oder dass es ein Entscheidungsspiel zwischen dem Ersten und dem Zweiten gibt.“ Wenn der Erstplatzierte einen uneinholbaren Punkte-Vorsprung hätte, wäre das natürlich etwas anderes, erklärt Dzaferoski.

Sollte der Worst Case aus Bövinghauser Sicht eintreten und der Aufstieg nicht gelingen, sei der TuS aber abgesichert. „Es würden 90 Prozent unserer Spieler bleiben, unabhängig von der Liga, in der wir spielen“, so Dzaferoski. Auch, wenn der TuS den Aufstieg aus sportlichen Gründen nicht schaffen würde, wäre das der Fall, alle Spieler würden sich sehr wohl fühlen - und darum gehe es letztendlich.

Sponsoren sind nicht das Problem beim TuS Bövinghausen

Aber könnten sich die Bövinghauser einen solchen Kader wie sie ihn aktuell haben, dann überhaupt für eine weitere Saison in der Landesliga leisten? Auch das sei kein Problem, versichert der Vorsitzende des Klubs.

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„Sponsoren würden nicht abspringen, wir bekommen so oder so nächste Saison noch welche dazu, auch da geht es nicht um die Liga“, so Dzaferoski. „Sponsoren wollen was von dir wiederhaben und das ist ein Netzwerk, da geht es nicht um die Ligazugehörigkeit.“

Natürlich funktioniere das „nicht in der Kreisliga B“, aber ab der Landesliga gehe es den Sponsoren in erster Linie um Aufmerksamkeit - und davon haben sie beim TuS mehr als genug - Coronavirus hin oder her.

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