Abschiedsinterview mit Nico Legat: Wie war es, als ihr Vater nicht mehr Trainer war?

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Nico Legat bestritt am Samstagabend sein letztes Spiel für den TuS Bövinghausen. Er wird den Verein verlassen, doch wo er in Zukunft Fußball spielen wird, steht noch nicht fest.

von Niklas Dvorak

Dortmund

, 17.12.2019, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der 21-Jährige verlässt den TuS schweren Herzens, da viele seiner Mitspieler zu echten Freunden geworden sind. Eine Rückkehr zum TuS kann sich Legat auch vorstellen.

Herr Legat, wie haben sie ihr letztes Spiel für den TuS gesehen und wie beurteilen Sie ihre eigene Leistung?

Ich fand meine Leistung sehr, sehr gut. Ich habe noch einmal alles gegeben. Ich bin unmenschlich stolz auf die Truppe, was wir geleistet haben. Wir haben das bestmögliche rausgeholt.

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In der Schlussphase sind Sie über die linke Außenbahn noch einmal richtig aufgeblüht. Wollten Sie sich unbedingt mit einem Tor verabschieden, auch wenn es nicht geklappt hat?

Ich sag mal so, als Spieler will man immer das Tor machen. Ich hatte natürlich zwei sehr gute Chancen, die ich mir selber vorbereitet habe. Da muss ich eigentlich das Tor machen, aber egal. Ich will lieber gewinnen und der Rest ist mir eigentlich egal.

Wie haben Sie die Zeit hier beim TuS Bövinghausen erlebt?

Als ich hier angefangen habe, war schon eine besondere Zeit. Man kannte das Umfeld, mit einigen Spielern habe ich davor schon zwei Jahre in Herne gespielt. Man kannte sich und war eigentlich eine eingespielte Truppe. Es ging super los. Wir haben viel getan und haben einiges gut gemeistert. In die Saison sind wir gut gekommen, dann hat es etwas gehadert. Aber im gesamten war eigentlich alles okay.

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Beschreiben Sie mal die Zeit, nachdem ihr Vater Thorsten Legat nicht mehr Trainer war.

Es war alles ein bisschen hektischer und durcheinander. Die ersten ein, zwei Wochen war es natürlich eine Umstellung, nicht nur Fahrttechnisch. Auch so vom Kopf her. Aber wir haben direkt schnell einen super Trainer und einen super Co-Trainer bekommen. Die haben mich und die Mannschaft direkt gut aufgenommen. Und seitdem ist es auch super gelaufen.

Also würden Sie als Schlussstrich sagen, dass das Kapitel Bövinghausen und die Fahrerei sich gelohnt haben?

Also ich sag mal so: Ich bin ein Mensch, der liebt seinen Sport, meinen Fußball. Aber natürlich, dadurch das ich mich arbeitstechnisch weiterbilden möchte habe ich leider noch weniger Zeit. Zu der Fahrerei: Also es war natürlich Freude und Liebe hier her zu fahren. Aber natürlich auch auf der anderen Seite ziemlich anstrengend. Ich hatte wenig Freizeit, fast gar keine. Ich bin von der Arbeit direkt hier hingefahren und das drei, vier Mal die Woche.

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Wie sieht denn jetzt Ihre Zukunft aus? Werden Sie den Weg des TuS Bövinghausen weiterverfolgen?

Hier sind super Freunde von mir hier. Man macht auch freizeitmäßig einiges zusammen. Natürlich bleibt man im Kontakt. Ich bin hier super aufgenommen worden und werde hier auch super gehen. Wenn ich Zeit habe werde ich auf jeden Fall auch Mal vorbeischauen. Die Spieler, die Mannschaft und der Verein sind mir natürlich ans Herz gewachsen. Fußballerisch werde ich natürlich weiterhin aktiv bleiben, aber bis jetzt steht noch nicht fest wo. Aber ich werde erst einmal ein wenig kürzertreten, damit ich mich auf die Arbeit konzentrieren kann. Ich sag mal so: Ich sag niemals nie, vielleicht sieht man sich ja nochmal wieder.

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