TuS Eving bekommt keine elf Spieler zusammen - Zwei starten das „Kommando Wiederbelebung“

rnFußball-Kreisliga B

Der ruhmreiche TuS Eving-Lindenhorst ist in die Untiefen des Amateur-Fußballs abgestürzt. Am vergangenen Spieltag trat das Team erst gar nicht mehr an. Gibt es noch eine Rettung?

Dortmund

, 09.10.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Freunde eines der größten Dortmunder Traditionsvereine dachten, sie hätten schon Schlimmstes erlebt. Und jetzt: Am Wochenende bekam der auf den letzten Platz der Kreisliga B3 abgestürzte TuS Eving-Lindenhorst für das Derby gegen den TV Brechten nur noch neun Leute zusammen und sagte das Spiel ab. War es das nun für den einst so erfolgreichen Klub, der vor neun Jahren mit überregional bekannten Namen in die Westfalenliga aufgestiegen war?

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„Nein“, sagt Thorsten Dreier, der rührige Fußballchef, der sich trotzig den sich seit Jahren häufenden Negativmeldungen entgegenstellt. „Wenn ich keine Hoffnung mehr sehe, schließe ich die Tür ab. Aber so weit ist es noch nicht.“

Mohammad Bakhtiari bringt neue Spieler mit

Und auch jetzt im trostlosen Oktober unternimmt er einen neuen Anlauf, den TuS irgendwie doch noch auf Kurs zu bringen. Nach einem Jahr im Mittelfeld der Kreisliga B zog es wieder zahlreiche Spieler weg. Immer wieder muss Dreier Neue finden, die an den TuS glauben.

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Schlüsselfigur der aktuellen Wende soll Mohammad Bakhtiari werden. Er nennt seine Mission „Kommando Wiederbelebung“. Der ehemalige Evinger Torjäger, den es vor gut einem Jahr zu BW Huckarde zog, will nach schwieriger Verletzung bei den Grün-Weißen den Einstieg ins Trainergeschäft wagen und den Coach Steffen Haake unterstützen. Dreier erklärt: „Am Sonntag im Derby bei Phönix ist er schon dabei. Er bringt auch drei oder vier Spieler mit, die ab sofort auflaufen dürfen. Im Winter wollen wir dann deutlich personell nachlegen, um doch noch den Ligaerhalt zu schaffen.“

Team ist auseinander gebrochen

Für Bakhtiari war der TuS vor mehreren Jahren die erste Station im Dortmunder Raum. Während seiner zweieinhalb Jahr in Grün-Weiß fühlte er sich im Eckey sehr wohl.

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„Leider ist das Team nicht wegen meines Weggangs zu BW Huckarde, aber aus anderen Gründen auseinander gebrochen. Ich hatte mich in Huckarde verletzt und habe den TuS immer verfolgt. Jetzt möchte ich einfach helfen.“

Das rettende Ufer ist noch in Sichtweite

Und wie Dreier und Bakhtiari anmerken, ist das sogar Soforthilfe. Denn Bakhtiari hat ehemalige Evinger und vereinslose Spieler an der Angel, die sofort einsteigen. „Ihre Zusage habe ich“, sagt der Neue.

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Noch ist das rettende Ufer mit sechs Punkten Rückstand in Sichtweite. Für den TuS wäre es also wichtig, bis zur Pause immerhin in Schlagweite zu bleiben. Sonst bringen alle Zugänge nichts. „Das wollen und können wir aber schaffen“, erklärt Bakthiari. „Und dann folgt im Winter der richtige Umbruch.“

Optimistisch in Sachen Klassenerhalt

Erfolgversprechende Gespräche habe er, der früher oder später nach überstandener Verletzung selbst wieder ins Geschehen eingreifen möchte, schon geführt. Dann sollte es auch mit den Spielberechtigungen klappen. „Wenn wir im Winter noch die Chancen auf die Rettung haben, finden wir eine Mannschaft, die sie dann auch schafft. „ Klingt danach, als gibt sich der Traditionsverein längst noch nicht geschlagen. Viele alte Grün-Weiße wird es freuen.

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