TV Hörde geht mit einer Ex-Zweitliga-Spielerin in die Volleyball-Saison

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Bis zum Start der Volleyball-Saison sind es nur noch zwei Wochen, die Drittliga-Volleyballerinnen des TV Hörde fiebern der neuen Spielzeit entgegen. Dabei ist einiges anders als sonst...

Dortmund

, 19.08.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch einmal Luft holen, in die Sonne blinzeln, dann geht´s richtig los in der Halle am Phoenixsee mit dem Schlussspurt in der Saison-Vorbereitung, die in diesem Jahr drei Wochen früher beginnt als üblich.

„Das hat der Verband nicht gut gelöst, denn in unserer Drittliga-Gruppe sind jetzt 14 Mannschaften. Das heißt: Jede Menge Spiele, Spieltermine auch unter der Woche, das alles unter den erforderlichen Hygiene-Maßnahmen. Außerdem gibt es zu wenig Schiedsrichter, und wir müssen schauen, wie wir die Zuschauer unterbringen. Wir arbeiten unter Hochdruck daran, die Probleme zu lösen“, sagt Helen Rauscher, Mannschaftssprecherin und nach kurzer Auszeit auch wieder Spielerin der Südlichen.

Die Hörderinnen begrüßen nach dem Abgang von Svenja Müller, Lena Bernhard, Lena Büchner, Merve Altas und Laura Werth (RN berichteten) in ihrem Kreis drei Neuzugänge, „und die sind richtig gut. Wir freuen uns total auf die Saison, das ist eine tolle Mannschaft. Die Stimmung ist auf jeden Fall schon mal gut“, berichtet Rauscher nach den ersten gemeinsamen Trainingseinheiten an der Seekante.

Carlotta Klemm kehrt zurück zum TV Hörde

Zwei Neuzugänge kommen vom Volleyball-Internat aus Münster, haben gerade das Abitur in der Tasche und sind bereit für neue sportliche Herausforderungen: Mit Carlotta Klemm kehrt eine 17-jährige, 1,85 Meter große Mittelblockerin zu ihrem Stammverein nach Hörde zurück. Nur ein Jahr älter ist Lynn Kosina (18), die auf Diagonal und Außen-Annahme vielseitig einsetzbar ist. Auch sie bringt mit 1,85 Metern Größe das nötige Gardemaß am Netz mit. „Es macht großen Spaß, den beiden auf dem Feld zuzusehen“, beschreibt Helen Rauscher ihre ersten Eindrücke vom jungen Duo.

Etwas mehr Erfahrung auf internationalem Niveau im Bereich Außen-Annahme bringt Neuzugang Nummer drei mit: Envera Heric hat bei ZOK Bosna in der zweiten bosnischen Liga gespielt. Jetzt ist die junge Mutter mit Mann und Kind nach Dortmund gezogen und hat beim TV Hörde nach ihrer Babypause eine neue sportliche Heimat gefunden. „Ich freue mich darauf, mit diesem ambitionierten und hart arbeitenden Team zusammenzuspielen“, ließ die 23-Jährige übermitteln.

Beinahe ein Neuzugang ist auch Samanta „Sam“ Gega, die mit ihrer Angriffswucht einer der Aufstiegsgaranten für den Sprung in die dritthöchste deutsche Spielklasse war, sich dann aber übel am Knie verletzte. „Sam ist wieder vollständig genesen und wird unserem Spiel gut tun“, ist Rauscher überzeugt.

TV Hörde gründet Taskforce für die Vorbereitung auf die neue Saison

Jetzt gilt es für Trainerin Tonya „Teee“ Williams-Slacanin und ihre Schützlinge, die kommenden, eher knapp bemessenen Wochen intensiv zum Einspielen zu nutzen. Am 23. August geht es zu einem Vorbereitungsturnier zum USC Münster, ehe sich am 6. September wieder die Hallen-Tore an der Seekante mit einem Heim-Auftakt gegen Aligse öffnen.

Das Land NRW hat für Sportveranstaltungen 300 Zuschauer mit dem nötigen Abstand von 1,50 Metern zugelassen. Die Rothemden haben mit dem Zollstock nachgemessen. Das Ergebnis: Auf die Tribünen passen dann gerade einmal 60 Zuschauer. Jetzt wird über zusätzliche Stühle am Spielfeldrand diskutiert, außerdem darüber, wie Schlangen am Einlass vermieden werden können durch den Verkauf von Dauerkarten oder Online-Tickets.

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„Wir haben eine Task Force mit Mitgliedern aus allen Mannschaften gegründet, um diese Fragen gemeinsam zu lösen“, verrät Rauscher, die sich auch im erweiterten Vorstand der Hörder Volleyball-Abteilung einbringt. Auf der vereinseigenen Homepage soll über den aktuellen Stand der Bemühungen fortlaufend informiert werden.

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