TV Hörde richtet sich neu aus - und sieht eine große Chance

Volleyball

Die Drittliga-Volleyballer des TV Hörde richten sich für die kommende Spielzeit neu aus. Den Hördern steht ein großer Umbruch bevor, der gleichzeitig auch eine Chance ist.

Dortmund

, 01.06.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lukas Lübke, hier im Beach-Einsatz für Moers, kehrt in der nächsten Saison nach Hörde zurück

Lukas Lübke, hier im Beach-Einsatz für Moers, kehrt in der nächsten Saison nach Hörde zurück © Moerser SC

Die Saison 2019/20 endete nicht so, wie sie sollte, und Tabellenplatz sieben war auch nicht das angestrebte Ziel der Volleyballer des TV Hörde. „Wir waren im Soll, und Platz fünf wäre definitiv drin gewesen“, sagt Trainer Michael Kohne, der sich nach dem plötzlichen, Corona-bedingten Abbruch der Spielzeit gar nicht länger mit einer Rückschau beschäftigen möchte. Viel dringender erscheint angesichts des Rückzugs von gleich sechs erfahrenen Spielern der Neuaufbau.

„Das ist schon ein großer Umbruch, aber für uns jetzt auch die Chance, diese sehr, sehr junge und dennoch schon extrem gute Mannschaft in den nächsten Jahren weiterzuentwickeln“, sagt Kohne und verbreitet viel Zuversicht, dass dies auch gelingen könnte. So erwartet er beispielsweise vom neuen Kapitän Noah Voswinkel, der diese Position des bundesligaerfahrenen Jan Terhoeven schon Mitte vergangener Saison „geerbt“ hatte, und auch von Eigengewächsen wie Moritz Finke, dass sie nun auf dem Feld und außerhalb mehr Verantwortung übernehmen. Kohne: „Es wird ein spannender Prozess, zu sehen, wie sich das Team und die Spieler entwickeln“.

Neuzugang ist ein alter Bekannter

Der erste Neuzugang am Phoenixsee ist ein „alter Bekannter“, der in der Jugend mit dem TV Hörde erfolgreich war: Aus Ratingen kehrt Lukas Lübke zurück, der bereits mit TVH-Außenangreifer Fabijan Slacanin als Beacher im Sand prächtig harmonierte. „Ich kenne Lukas bereits seit acht Jahren, damals aus Moers, und wir haben uns nie aus den Augen verloren. Er ist einer meiner Wunschspieler“, sagt Michael Kohne über den variabel einsetzbaren Rückkehrer.

Auf der Libero-Position, die durch den Rückzug von Marian Harrmann und Hans-Peter Ludwig noch vakant ist, hat der TVH-Coach seine Fühler bereits vielversprechend ausgestreckt, und ein Zweitliga-erfahrener Mittelblocker prüft auch gerade ein Hörder Angebot.

Aus Hördes zweiter Mannschaft rücken in der kommenden Spielzeit Hendrik Lau und Sammy Danne ins Drittliga-Team auf. Die Bemühungen, den hochtalentierten Zuspieler Lukas Salimi zu einer Rückkehr zu bewegen, sind gescheitert, der 18-Jährige hat sich für den Zweitligisten Moers entschieden. Mit Christoph Bielecki und Tom Bartel sind die Hörder auf der Zuspieler-Position dennoch gut aufgestellt.

Arbeiten im Sand

Die Saisonvorbereitung seiner Spieler besteht aktuell aus zwei individuellen Laufeinheiten pro Woche und einer Zoom-Konferenz mit Fitness und Besprechung, ab Dienstag kommender Woche sind die Beach-Felder am Hörder Goethe-Gymnasium wieder geöffnet, dort soll in Kleingruppen volleyballspezifisch gearbeitet werden. „Es wird Zeit, dass es endlich wieder losgeht“, sagt Michael Kohne mit Blick auf den für den 13. September geplanten Saisonstart. Am liebsten natürlich mit dem treuen Volleyball-Publikum am Phoenixsee, „das wäre für uns alle schön“.

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