U23 des BVB startet mit der Vorbereitung - und Maaßen äußert sich zu Gerüchten

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Die U23-Mannschaft von Borussia Dortmund startet am Samstag (18.7.) in die Vorbereitung - mit ihrem neuen Coach Enrico Maaßen. Der äußert sich vielsagend zu den Wechselgerüchten.

Dortmund

, 18.07.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Wenn Enrico Maaßen an diesem Samstagvormittag zum Auftakt auf die dann versammelte U23-Belegschaft trifft, beginnt seine neue Aufgabe ganz offiziell. Den Stab, der rund ums Rasenpersonal schuftet, hat er bereits kennengelernt und die ersten sieben Trainingstage geplant, nun steht das erste große Hallo mit den Spielern bevor.

„In den sechs, sieben Wochen Vorbereitung werde ich mir die Zeit nehmen, um jeden persönlich kennenzulernen“, sagt der 36-Jährige im Gespräch mit dieser Redaktion. „Wir fahren ja auch noch ins Trainingslager (8. bis 16. August in Kirchberg/Österreich, Anm. d. Red.) und sind insgesamt über eine lange Zeit intensiv beisammen.“

Maaßen: „Am Anfang ist viel zu tun“

Aktuell wohne er noch im Hotel, wolle „Mitte August den Umzug hierher abwickeln“. Seine Familie, erklärt er, sei derzeit noch im ostwestfälischen Bünde, er sei also „allein hier, das ist aber auch gar nicht so schlecht, gerade am Anfang ist ja immer sehr viel zu tun.“

Maaßen plant, organisiert, führt viele Gespräche – und will sich mit seinem Kollegium optimal auf die kommende Spielzeit vorbereiten. Die wird er im schwarzgelben Dress begehen. Das ist ganz sicher.

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Ernsthafte Zweifel daran waren zu keinem Zeitpunkt vorhanden. Nachdem ihn die Neue Osnabrücker Zeitung vorsichtig als einen potenziellen Kandidaten für das freie Traineramt beim VfL Osnabrück genannt hatte, stellt er allerdings noch einmal klar: „Das steht gar nicht zur Debatte – und stand auch nie zur Debatte. Ich freue mich, diesen Schritt zum BVB gemacht zu haben.“

BVB-Leistungsdiagnostik am Montag

Am Samstag und Sonntag wird er erstmals Zeit mit seinen Spielern verbringen, für Montag (20.7.) ist dann die Leistungsdiagnostik geplant. Die setze sich am Dienstag fort und werde vielleicht noch am Mittwoch weitergeführt, erklärt Maaßen. Bis zum 2. August wolle er trainieren. „Dann machen wir einen Break für fünf Tage, wobei die Jungs ein, zwei Hausaufgaben bekommen werden. Und dann startete die finale Vorbereitungsphase.“ So lautet der (grobe) Plan.

40 Ligaspiele sind anschließend in der Runde 2020/2021 zu absolvieren. Das sei „schon neu für uns alle“, bekräftigt Maaßen. Allerdings merkt er an, mit seinen vorherigen Teams „zuletzt häufig recht weit im Pokal gekommen“ zu sein, „die Spielanzahl war also ähnlich“. Nichtsdestotrotz, meint er, sei das Ligaprogramm „ein Brett“.

Maaßen will „Mannschaft zu einer Einheit formen“

Die nun startende sechs- beziehungsweise siebenwöchige Präparationsphase solle zuvorderst dazu dienen, „die Mannschaft zu einer Einheit zu formen und taktisch und körperlich auf ein gutes Niveau zu bringen, um die ersten Spieltage erfolgreich bestreiten zu können“. Mit dem „ausgeglichenen“ Kader glaubt er, die vielen Englischen Wochen überstehen zu können.

Zudem, so Maaßen, sei sein Training ohnehin so aufgebaut, „dass es in der Wochenmitte einen Peak gibt“, eine Einheit also, „wo wir sowieso sehr intensiv trainieren. Von daher bildet ein Spiel in der Mitte der Woche ein Stück weit diese Trainingsarbeit ab“.

Maaßen freut sich, dass es wieder losgeht

Mit dem aktuellen Kader ist Maaßen also nicht bange, „zweimal in der Woche zu spielen. Außerdem freuen wir uns, dass es nach so langer Zeit wieder losgeht. Wenn es dann das eine oder andere Spiel mehr gibt, ist es besser als keines spielen zu dürfen.“ So ähnlich hatte sich kürzlich auch Manager Ingo Preuß zum vergleichsweise heftigen Ligaprogramm geäußert.

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Beide haben zuletzt intensiv an der Kaderzusammenstellung gearbeitet – und noch einige Verpflichtungen getätigt. Zu Franz Pfanne, Mittelfeldspieler und wie Maaßen vom SV Rödinghausen gekommen, sagt der Trainer: „Er ist ein unheimlich positiver Charakter, er strahlt immer, wenn er auf dem Platz steht, hat eine sehr positive Außenwirkung.“

Pfanne soll eine Führungsrolle übernehmen

Darüber hinaus laufe er viel, sei „sehr zweikampf- und kopfballstark“ und könne „andere Spieler mit seiner Art und Weise mitreißen“. Pfanne, 25 Jahre alt und im zentralen Mittelfeld beheimatet, soll beim BVB II eine Führungsrolle übernehmen.

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Welchen Stellenwert Luca Unbehaun inne habe? Ob der ebenso hochtalentierte wie hochgeschätzte Keeper gesetzt sei, wenn er im U23-Kader stehe? Maaßen will sich zurückhalten mit offensiven Parolen und großen Versprechen. „Luca ist ein herausragender Torwart“, sagt er. Allerdings stelle sich die Frage „zu diesem Zeitpunkt nicht. Wir müssen erst mal mit den Jungs anfangen zu trainieren“, betont der Fußballlehrer.

Das Leistungsprinzip gilt beim BVB

Er wolle, „dass die besten Akteure am Ende des Tages spielen“. Final gilt das Leistungsprinzip, in jedem Personalbereich. Maaßen wird spannende Fragen beantworten müssen. Er hat nun einige Wochen Zeit, um sich ein umfassendes Bild zu machen.

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