Überlegungen im Vorstand - wird die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft wieder verkleinert?

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72 Teams nahmen bei der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft teil. Doch es gibt Überlegungen, das Teilnehmerfeld wieder zu begrenzen - mit Konsequenzen für einige Dortmunder B-Ligisten.

Dortmund

, 15.01.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 4 min

Eins zu achtzehn, eins zu fünfundzwanzig, null zu elf, eins zu zehn - die Ergebnisse der beiden B-Ligisten NK Zagreb und FC Brambauer waren bei der 36. Auflage der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft erschreckend schlecht. Zwar spielte sich mit dem SV Westrich auch einer der absoluten Underdogs bis in die Endrunde, doch der Großteil der B-Ligisten war wenig erfolgreich beim Hallenspektakel.

Ein Grund, der für den Kreisvorsitzenden Jürgen Grondziewski dafür sprechen könnte, das Teilnehmerfeld der Hallenstadtmeisterschaft wieder zu verkleinern.

Ein Gedankenspiel: Statt wie dieses Mal 72 Mannschaften, könnten sich wieder nur 62 Teams in dann auch nur noch fünf statt sechs Hallen messen, die besten zwei Mannschaften wären erneut gesetzt und würden erst in der Zwischenrunde ins Geschehen eingreifen.

„Gedanken machen, wem das große Teilnehmerfeld etwas bringt“

„Man muss sich in der Tat Gedanken darüber machen, wem dieses große Teilnehmerfeld etwas bringt“, so Grondziewski in einem Interview auf der Seite des Fußballkreises Dortmund. Zum Einspielen der Mannschaften sei es sicherlich okay. „Aber zweistellige Siege gegen überforderte Gegner haben für die höher gehandelten Mannschaften kaum sportlichen Wert.“

Überlegungen im Vorstand - wird die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft wieder verkleinert?

Mit dem SV Westrich sorgte ein B-Ligist für ganz große Hallenmomente. © Stephan Schuetze

Und auch bei den kleineren Teams ist die Frage, was sie aus zweistelligen Niederlagen ziehen können. „Da kann schon mal der Spaß auf der Strecke bleiben. Wir werden das Turnier im internen Kreise analysieren und schauen, wie wir uns zukünftig auch bezüglich der Teilnehmerzahl aufstellen wollen“, kündigt Grondziewski an.

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Das sieht Samir Habibovic, der Sportliche Leiter von Oberligist ASC 09 - und somit ein Verein, der für die Zwischenrunde gesetzt wäre - ähnlich. „Ich halte es für vorteilhaft“, sagt Habibovic. Denn dann hätten die Spieler des ASC „wenigstens mal zwei Wochen am Stück Pause.“ Zudem sei es auch kein großer Vorteil, schon in der Vorrunde dabei zu sein.

„Das hat man ja in diesem Jahr gesehen, die hohen Siege gegen die schwachen Gegner (SF Sölderholz und TuS Kruckel Anm. d. Red.) in der Vorrunde haben uns nichts gebracht, in der Zwischenrunde sind wir trotzdem ausgeschieden.“

Der Zwischenrunden-Modus soll erhalten bleiben

Im Gegensatz zur Vorrunde soll der Modus in der Zwischenrunde nicht angefasst werden. „Weil es für die verbliebenen Mannschaften am zweiten Tag wieder von vorne losgeht, bleibt die Spannung komplett erhalten - und das bis zum letzten Spiel eines jeden Turniers. Für uns ist klar: an diesem neuen, bewährten Modus der Zwischenrunde (...) wollen wir auf jeden Fall festhalten“, sagt Grondziewski, der die Anzahl von 36 Teilnehmern an der Zwischenrunde als „ideal“ bezeichnet.

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Die Entscheidung, ob und wenn ja, wie der Modus verändert wird, dauert noch etwas. In den nächsten Wochen werden sich die Kreisverantwortlichen zusammensetzen und die verschiedenen Möglichkeiten diskutieren.

Folgende zwölf Teams wären nicht dabei gewesen

Eine Möglichkeit wäre eben die Rückkehr zu 62 Mannschaften. Hier wären die beiden höchsten Teams am Stichtag, der immer ungefähr 14 Tage vor der Auslosung ist, für die Zwischenrunde gesetzt. Hinzu kämen die Stand jetzt 18 überkreislich spielenden Dortmunder und Lüner Mannschaften, sowie alle A-Ligisten, die keine zweite Mannschaft sind.

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RW Balikesirspor zog in die Zwischenrunde ein, könnte bei der nächsten Auflage aber fehlen. © Stephan Schuetze

Geht man davon aus, dass wie jetzt vier zweite Mannschaften in den A-Ligen spielen, bleiben für die B-Ligisten noch vierzehn Plätze frei. Bei der zurückliegenden Hallenstadtmeisterschaft nahmen 26 B-Ligisten teil (weil die A-Ligisten Preußen Lünen und ÖSG Viktoria Dortmund nicht mitspielten), zwölf müssten daher künftig in den sauren Apfel beißen.

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Um die Teilnehmer aus den B-Ligen zu ermitteln, werden alle Mannschaften am Stichtag in einen Topf geworfen. Dann wird aus diesen Teams eine Tabelle erstellt, mit Torverhältnis und erzielten Treffern, wobei nur die direkt ausgetragenen Spiele und keine Spielabsagen gelten, wie Grondziewski erklärt. So ergibt sich das Teilnehmerfeld. Wäre dieser Modus schon Grundlage für die zurückliegende Hallenstadtmeisterschaft gewesen und wäre der Stichtag jetzt, hätten von den B-Ligisten nur der VfL Hörde (46 Punkte, Kreisliga B2), der TV Brechten (44 Punkte, B3), der SV Körne (44 Punkte, B4), Sarajewo-Bosna (43 Punkte, B2), der FV Scharnhorst (40 Punkte, B3), der SV Berghofen (39 Punkte, B4), die SG Phönix Eving (39 Punkte, B3), Urania Lütgendortmund (39 Punkte, B1), der SV Westrich (37 Punkte, B1), der TuS Kruckel (34 Punkte, B1), der Wambeler SV (30 Punkte, B4), der SC Dortmund (29 Punkte, B3), der FC Brambauer (22 Punkte, B3) und Fortuna Dortmund (21 Punkte, B2) teilnehmen dürfen.

Nicht dabei gewesen wären dann folgende zwölf Mannschaften:

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