Überraschender Sieger: Zehn Tore im Testspiel zwischen Türkspor und dem FC Brünninghausen

Fußball in Dortmund

Das Ergebnis vom Dienstagabend-Testspiel zwischen dem Bezirksligisten Türkspor Dortmund und dem Westfalenligisten FC Brünninghausen überrascht. Doch es gibt eine Erklärung.

Dortmund

, 08.10.2019, 22:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Überraschender Sieger: Zehn Tore im Testspiel zwischen Türkspor und dem FC Brünninghausen

Mateus Ayala Cardoniz erzielte drei Treffer am Abend. © Timo Janisch

Die einen sind da, wo die anderen mal hinwollen. Als am Dienstagabend Türkspor Dortmund und der FC Brünninghausen aufeinandertrafen, war das zwar nur ein Testspiel, aber auch eines, bei dem zwei unterschiedliche Realitäten kollidierten.

Türkspor ist offensiv auf dem besten Wege

Der eine Klub - der FCB - konsolidiert sich gerade nach dem Oberliga-Abstieg, der andere - Türkspor - will den dritten Aufstieg in Serie hinlegen und sieht sein Ende sicherlich nicht in der Landesliga. Nach dem Testspiel vom Dienstagabend könnte man sagen: Türkspor ist zumindest offensiv auf dem besten Wege.

Mit 6:4 (4:1) gewann der Bezirksligist das von Kevin Großkreutz kurzfristig angefragte Testspiel gegen den Westfalenligisten und wirbelte die Abwehr der Brünninghauser vor allem in Halbzeit eins ordentlich durcheinander: „Da haben wir 4:1 geführt und es hätte bei guter Chancenverwertung auch 7:2 in die Pause gehen können“, sagte Türkspor-Trainer Reza Hassani.

Sieben Positionen sehr jung besetzt

Die Brünninghauser, die mit vier A-Jugendlichen, den etatmäßigen Kaderspielern Leon Broda, Florian Gondrum, Amadeus Piontek und den noch sehr jungen Anis El Hamassi, Luka Newman, Valentyn Yarokha sowie Trainer Maximilian Borchmann in die Partie gegangen waren, kamen mit dem Bezirksligisten nicht zurecht. „Da waren sieben Positionen von Spielern besetzt, die noch in der A-Jugend sind oder ihr erstes Seniorenjahr spielen. Das hat man dann auch gesehen“, sagte Borchmann.

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Durmus Aydin (14.), Mateus Ayala Cardoniz (32.) und Ozan Bektas (41. FE, 45.) erzielten die Tore für Türkspor gegen die blutjunge Defensive des FCB - der Altersschnitt der Viererkette lag bei unter 19 Jahren - Newman traf zwischenzeitlich zum 1:1 (25.).

Ayala trifft noch einmal doppelt

Zur Pause wechselten beide Teams ordentlich durch, Türkspor sieben Mal, Brünninghausen fünfmal und mit Yüksel Terzicik, Sebastian Lötters und Mert Sahin auch Spieler mit Oberliga-Erfahrung. Zunächst sah es auch danach aus, als könnte der Westfalenligist davon profitieren, Newman brachte den FCB auf 4:2 heran (53.), doch ein Doppelpack nach Kontern von Mateus Ayala Cardoniz (58., 73.) machte alle Hoffnungen auf die Wende zunichte.

Zwar verschönerten der ebenfalls eingewechselte Patrick Trawinski (78.) und Terzicik (90.) das Ergebnis für Brünninghausen noch, doch mehr war nicht drin. „Wir wollen das jetzt nicht überbewerten und halten den Ball flach. Aber sechs Tore gegen so eine Truppe zu schießen, ist schon positiv“, freute sich Hassani, hatte allerdings auch Kritik übrig: „Wir kassieren zu viele dämliche Gegentore, das geht nicht. Da müssen wir auch den Hebel für Sonntag ansetzen.“ Da trifft Türkspor in Unna auf die SG Massen.

Junge Spieler müssen sich an Seniorenbereich gewöhnen

Brünninghausens Trainer Maximilian Borchmann wollte „nicht zu viel hineininterpretieren“ in das Ergebnis: „Das ist sicher ein wildes Spiel gewesen, das ich auch in erster Linie als Trainingseinheit gesehen habe, in der wir die Belastung gut verteilen konnten. Aber es ist schon auffällig, dass sich unsere jungen Spieler noch an den Seniorenfußball gewöhnen müssen.“

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