Umbruch: Dortmunder Eisadler gehen neue Wege

Eishockey

Zwei Wochen ist es her, dass die Eisadler ihren dritten Geburtstag gefeiert haben. Am 29. April war das. In der jungen Vereinsgeschichte jubelte der Klub über zwei Meisterschaften und den Aufstieg in die 1. Liga West. Vergangene Saison erreichte das Team die Playoff-Halbfinals.

Dortmund

, 12.05.2016, 12:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Umbruch: Dortmunder Eisadler gehen neue Wege

Bleibt an der Strobelallee: Sebastian Licau (r.) schnürt auch kommende Saison die Schlittschuhe für die Eisadler. Viele seiner Mannschaftskameraden aus der vergangenen Spielzeit verlassen den Verein

Im vierten Jahr steht nun ein Umbruch vor der Tür – die Philosophie des Klubs und das Gesicht der Mannschaft werden sich verändern. „Wir werden nicht die grandiosen Siege der vergangenen Jahre einfahren“, sagt Lothar Grabe, der Vorsitzende der Eisadler. „Wir sind aber auch nicht bereit, zu hohe finanzielle Forderungen seitens der Spieler zu erfüllen, weil es mit Dortmunder Verhältnissen nicht kompatibel ist.“ Wichtig sei, „dass die Fans den Weg mitgehen“, erklärt Grabe.

Zehn Spieler gehen, Coach Schmitz kommt

Nicht mitgehen werden diesen Weg zehn Spieler der vergangenen Saison. Kapitän Niko Bitter, Andre Kuchnia, Jiri Svejda, Malte Bergstermann, Tommy Kuntu-Blankson, Florian Pompino, Kai Domula, Matthias Potthoff, Marc Kolberg und Alexander Schardt verlassen den Verein. Auf Trainer Krystian Sikorski, der wegen gesundheitlicher Probleme nicht länger an der Bande stehen wird, folgt Thomas Schmitz. Die Eisadler stecken mitten im Umbruch.

Wie der Kader in der kommenden Saison aussehen wird, lässt sich Stand heute bestenfalls erahnen. Fest steht, dass in Marius Dräger, Patrick Fücker, Constantin Wichern, Nikolai Tsvetkov und Sebastian Licau erst fünf Spieler der „alten“ Eisadler für die neue Spielzeit zugesagt haben, die Ende September beginnt. Mit Marvin Cohut, Andre Bruch, Felix Berger, Frank Buchwald und Sebastian Schröder stehen die finalen Gespräche noch aus. Nach Neuzugängen wird derzeit gefahndet, Rückkehrer Roberto Rinke (aus Herne) steht als erster Neuer fest.

Kader soll bis Mitte Juli stehen

Schmitz sieht keinen Grund zur Eile. Dienstagabend stellte er sich bei der Mannschaft und interessierten Spielern vor. „Es waren 22 Jungs da“, sagt der 43 Jahre alte Eishockeytrainer. In den kommenden Tagen will Schmitz mit allen Kandidaten sprechen, bis Mitte Juli will er den Kader „stehen haben“.

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Entscheidend sei, dass „die Spieler ins Konzept passen“. „Es muss charakterlich funktionieren. Und jeder muss das Kind Eisadler leben“, sagt Schmitz. Seine Wunschvorstellung sei es, im August mit 20 Spielern plus zwei Torhütern in die Vorbereitung zu starten. „Und dann nehmen wir eventuell noch den einen oder anderen Nachwuchsspieler dazu.“

Neue Liga, neuer Modus

Die Dinge sind im Fluss an der Strobelallee. Das gilt auch für die Liga, in der die Eisadler in der nächsten Saison auflaufen. Erstmals wird unter der Federführung des 2015 gegründeten Eishockeyverbandes NRW, statt wie bislang des Eissportverbandes NRW, gespielt. Über den endgültigen Namen und den Modus der neuen Liga soll bei einem Treffen der Vereinsvertreter am 3. Juni entschieden werden. 

Vermutlich wird sie Regionalliga West heißen und es werden elf Teams zunächst bis Jahresende eine Einfachrunde, also Hin- und Rückspiel austragen. Die besten Sechs spielen dann ab 2017 vier Playoff-Startplätze aus, in denen im Modus „Best-of-Five“ ein Meister gefunden werden soll.

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