„Uns gibt’s nur im Doppelpack“: Hassani und Großkreutz bauen Kemminghausen um - schon acht Neue

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Der Abstieg in die Bezirksliga ist beim VfL Kemminghausen kein Thema mehr. Ab sofort heißt es: Kräfte bündeln, neu aufstellen und angreifen. Der Umbruch läuft. Bereits acht Neuzugänge stehen fest.

Dortmund

, 20.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Der Schock über den Abstieg aus der Fußball-Landesliga, er dürfte so langsam verdaut sein beim VfL Kemminghausen. Das Team um Trainer Reza Hassani und Kevin Großkreutz will nicht mehr in den Rückspiegel schauen. Es geht vorwärts. Wenn auch „nur“ in der Bezirksliga. Aber dort, daran lassen die Verantwortlichen keinen Zweifel aufkommen, will der Verein in der Saison 2019/20 eine gute Rolle spielen.

„Wir haben eine jüngere Truppe als letzte Saison“, sagt Hassani zwar, „Aber wir werden so hart und intensiv arbeiten, dass wir eine Platzierung zwischen zwei und sechs schaffen.“ Zwischen zwei und sechs, da bleibt die Frage, wer denn aus seiner Sicht der Topfavorit auf den Aufstieg ist? Vielleicht gar der Aufsteiger Türkspor Dortmund, der sich hochklassig verstärkt hat? Nein, meint Hassani. Sein Kandidat Nummer eins ist Nordkirchen, das im vergangenen Jahr nur knapp dem TuS Bövinghausen den Vorzug lassen musste.

Hassani hofft auf viele Ersoy-Tore

Für den VfL Kemminghausen geht es nun erst einmal darum, sich im neuen Umfeld zurechtzufinden. Dass nicht alle Spieler, die zur Abstiegsmannschaft gehörten, dabei auch den Weg mit in die Bezirksliga gehen werden, dürfte auch Hassani nicht allzu sehr überrascht haben.

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Einer, der dem Verein zumindest in der kommenden Saison helfen will, ist dagegen Ahmed Ersoy. Der Topstürmer hatte bereits unmittelbar vor dem Abstieg erklärt, er bleibe trotz mehrerer Angebote aus der Westfalenliga beim VfL, „wegen Reza und Kevin“.

Das Trainergespann darf sich also auf weitere Ersoy-Tore freuen. Und die dürften angesichts des Abgangs von Hüseyin Sadula, den es zurück nach Bulgarien zieht, auch dringend notwendig sein. Wie wichtig der Stürmer für das Team war, zeigen auch die Worte von Hassani, die wohl kein Trainer im Dortmunder Amateurfußball schöner hätte formulieren können: „Sadula war schon eine Keule“, sagte Hassani und fügte noch an: „Ihn zu ersetzen, wird uns nicht so leicht fallen. Aber Ahmed wird für schon für paar Tore sorgen.“

Acht Spieler verlassen Kemminghausen

Der Abgang Sadulas ist nur ein Teil des Umbruchs im Kemminghausen. Insgesamt verlassen den Verein in diesem Sommer acht Spieler. Ricardo Ruocco und Viktor Theisen wechseln zum SV Brackel, Henrik Schürmann geht nach Wethmar, Jonas Grewe nach Mengede.

Auch Hallen-Rekordtorschütze Mohamed Lmcademali (Ziel unbekannt) gehört nicht mehr zum Kader, genau wie Kemal Avci, der sich Türkspor Dortmund anschließt. Zudem spielt Ali Ahmadi demnächst Futsal. Hassani nimmt‘s relativ gelassen. „Mo Lmcademali hat leider die Erwartungen nur in der Halle erfüllt“, erklärte der Trainer

Hassani gestand allerdings auch ein, dass der Abgang vom Kemal Avci „auch sehr weh“ tue. „Aber da ist ein Job im Spiel. Deswegen freue ich mich für den Jungen.“ Und der Rest? Bis auf Avci und Sadula „kriegen wir alle anderen ersetzt“.

Yannick Benz kommt vom BSV Schüren

Der VfL hat seine Hausaufgaben gemacht. Den acht Abgängen stehen acht Neuverpflichtungen gegenüber. Vom BSV Schüren kommt Yannick Benz, zudem sollen Dustin Kossmann (Westfalia Huckarde), Ibrahim Tasan (SSV Hagen), Moussa Fall (Viktoria Kirchderne) und Luca Schulz (SpVg. Erkenschwick) die Mannschaft verstärken.

Auch drei A-Jugendliche stoßen zum Kader. Aus Westfalia Huckardes Nachwuchs wechselt Maurice Schwanenberg nach Kemminghausen. Aus der A-Jugend des VfB Waltrop kommt Mustafa Degerli. Dritter im Bunde ist Raphael Filz (TuS Iserlohn).

Und auch im Trainerteam gibt es Veränderungen. Wer jetzt kurz Schnappatmung bekommen sollte, Kevin Großkreutz könnte Resa Hassani möglicherweise alleine lassen, sei beruhigt. „Er macht weiter. Klar!“, betont Hassani. „Uns gibt es nur im Doppelpack.“ Neu dazugehören wird künftig Abi Chargui, der Torwart-Trainer beim VfL wird.

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