Urgestein des Vereinsports: Rudi Zorn tritt ab

FC Brünninghausen

45 Jahre lang hat Rudi Zorn die Geschicke des FC Brünninghausen geleitet. Unter seiner Leitung wurde der Hallenfußball in Dortmund etabliert. Und das Public Viewing, lange bevor der Name überhaupt erfunden wurde. Jetzt tritt das Urgestein ab.

BRÜNNINGHAUSEN

, 02.03.2016, 01:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rudi Zorn (Mitte) und sein Nachfolger Volker Brehm am Trainingsgelände des FC Brünninghausen. Mit der Mannschaft der F1-Jugend ist der Verein auch für die kommenden Jahre gut aufgestellt.

Rudi Zorn (Mitte) und sein Nachfolger Volker Brehm am Trainingsgelände des FC Brünninghausen. Mit der Mannschaft der F1-Jugend ist der Verein auch für die kommenden Jahre gut aufgestellt.

1971 übernahm der damals 24-Jährige den Vorsitz des einst  kleinen Vorortvereins. „Vor allem aus Liebe zum Stadtteil“, verrät der gebürtige Brünninghauser heute. „Ich wollte die Mitglieder eigentlich nur ein wenig beraten.“ Nur zwei Jahre nach seinem Antritt als Vereinsvorsitzender stieg der FC Brünninghausen in die Bezirksliga auf, die 17 Jahre lang gehalten werden konnte. Rudi Zorns größter Triumph war aber wohl die Etablierung des Hallenfußballs in Dortmund.

„1976 hatten wir die Idee, ein Turnier in der neuen Halle des Helene-Lange-Gymnasiums zu veranstalten“, berichtet Zorn heute. Gegen den Willen des Kreisverbandes setzte sich der FCB durch. Nach vier Jahren mit steigendem Erfolg gab der Verband nach. Heute zählt die Dortmunder Hallenmeisterschaft zu den Höhepunkten im Amateursport der Stadt.

Das erste Public Viewing

Bereits beim ersten Turnier war das Interesse an Karten so groß, dass der Vorstand eine eigenwillige Idee kam: „Mit Hilfe von regionalen TV- und Radiogeschäften übertrugen wir das Turnier aus der Halle ins Pädagogische Zentrum.“ Das erste Public Viewing in Dortmund war geboren – 26 Jahre vor den Fußball-Weltmeisterschaften in Japan und Südkorea.

Krankheitsbedingt ist Rudi Zorn im Alter von 69 Jahren vor einigen Wochen von seinem Amt zurückgetreten. „Es bleiben aber die vielen Erinnerungen“, so Zorn. Zum Beispiel der Auftritt von Rudi Völler. Der spätere Weltmeister trat als Jugendspieler auf dem Platz Am Hombruchsfeld gegen ein Team aus Spielern vom FCB und der ÖSG Victoria Brünninghausen an – und siegte knapp mit 1:0. 

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