Vanessa Brandt tritt in die Fußstapfen ihrer Mutter

Handball

Schon früher wurde Vanessa mit zu Handballspielen genommen, durch die Begeisterung für den Sport ihrer Eltern ist sie selbst zur Leistungssportlerin geworden. Vanessa Brandt (15) spielt für die B-Jugend der Handballmannschaft von Borussia Dortmund und hat sich viel vorgenommen.

DORTMUND

von Von Philine Szalla

, 25.03.2015, 07:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vanessa Brandt (r.) spielt für die B-Jugend von Borussia Dortmund und ist für ihre guten Rückraumwürfe bekannt.

Vanessa Brandt (r.) spielt für die B-Jugend von Borussia Dortmund und ist für ihre guten Rückraumwürfe bekannt.

Das Talent hat sie von ihrer Mutter Anna geerbt, die ebenfalls Handballspielerin war und für die deutsche Nationalmannschaft spielte.

"Wollen Westfalenmeister werden"

Mit der U-17-Nationalmannschaft hat auch Vanessa bereits Erfahrungen gesammelt, so spielte sie bereits auf Turnieren und hat am Lehrgang teilgenommen. „Zum Spiel um die EM-Qualifikation war ich im Reserve-Kader“, berichtet Vanessa. Allerdings spielt die Nationalmannschaft noch keine große Rolle für sie, momentan konzentriert sie sich voll und ganz auf ihren BVB und möchte dort viel erreichen: „Wir wollen Westfalenmeister werden.

Das Final-Four zu erreichen wäre natürlich auch super und der Höhepunkt der Saison“, sagt die B-Jugendliche. „Mit der Westfalenauswahl steht nächstes Jahr der Länderpokal an, da wollen wir die Endrunde erreichen.“ Persönliche Ziele? „Mir ist der mannschaftliche Erfolg mit dem BVB im Moment am wichtigsten“, erklärt Vanessa.

Mutter Anna machte es vor

Die 15-Jährige, die auch aufgrund ihrer Größe von 1,82 Meter für ihre Stärke für Rückraumwürfe gelobt wird, lernt viel von ihren Eltern: „Sie können mir viel weiterhelfen, da sie beide hoch gespielt haben“, so Vanessa, die keine Vorbilder hat und lieber ihr eigenes Ding macht. Ein wenig vielseitiger will Vanessa noch werden, ansonsten hat sie nur den Erfolg mit der Mannschaft im Visier.

An Vanessas Weg zum Leistungssport ist auch ihre Mutter Anna (40) nicht ganz unbeteiligt, schließlich holte sie selbst 1997 mit der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft Bronze. Vom Aussehen sind Mutter und Tochter sich sehr ähnlich, vom spielerischen unterscheiden sie sich aber gewaltig, so Anna Brandt, die ihre Tochter sehr gerne auf dem Spielfeld beobachtet.

"Vanessa hat mehr Potenzial"

„Sie spielt die gleiche Position wie ich früher. Aber Vanessa hat mehr Potenzial, sie ist viel variabler im Wurfverhalten als ich damals“, analysiert die frühere BVB-Spielerin. Auch den guten Hüft-Wurf hat Vanessa nicht von ihrer Mutter geerbt: „So einen guten Hüft-Wurf wie Vanessa hatte ich früher nicht drauf.“

Anna Brandt hat das erlebt, was ihrer Tochter noch bevorsteht: Große Erfolge mit dem Verein und der Nationalmannschaft. Was gibt eine Mutter ihrer Tochter dabei mit auf den Weg? „Die Strukturen in der Nationalmannschaft sind ganz andere als früher. Ich kann ihr Tipps geben, aber den Weg muss sie alleine gehen.“

Keine Sorgen

Sorgen macht sie sich dabei nicht um ihr Kind: „Ich würde den Handball-Leistungssport nicht so unterstützen, wenn ich nicht selbst so gute Erfahrungen damit gemacht hätte“, so Anna, die auch immer darauf bedacht ist, dass ihre Tochter gesund lebt.

„Ich finde Mannschaftssportarten sehr wichtig für die Persönlichkeits-Entwicklung. Wann setze ich mich durch? Wann füge ich mich ein? Das ist auch für das spätere Leben, zum Beispiel im Beruf, enorm wichtig“, erklärt Anna.

Verbundenheit bleibt

Anna Brandt hat inzwischen den Leistungssport aufgegeben. Sie ist jetzt Lehrerin, unter anderem für Sport, an einer Gesamtschule. „Wir sind schon zeitlich genug eingebunden mit den Fahrten von Vanessa, außerdem habe ich auch noch eine andere Tochter. Das nimmt schon genug Zeit in Anspruch.“ Mit dem Handball-Sport bleibt Anna Brandt aber weiterhin verbunden: Sie leitet die Handball-AG ihrer Schule und gibt ihr Wissen an weitere Nachwuchsspieler und –spielerinnen weiter.

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