VfL Kemminghausen hofft im Abstiegskampf, dass die Geschichte sich wiederholt

rnDer Sonntag der Wahrheit

Für einige Vereine geht es es am Sonntag um Alles oder Nichts. Wir blicken auf den Spieltag voraus. Diesmal Landesligist Kemminghausen, der im Abstiegskampf Schützenhilfe braucht.

Dortmund

, 23.05.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn ein Dortmunder Amateur-Fußball-Verein in dieser Saison Verletzungspech hatte, dann der VfL Kemminghausen. Deshalb steht das Team von Reza Hassani und Kevin Großkreutz vor dem letzten Landesliga-Spieltag auch auf einem Abstiegsplatz. Hier der Ausblick auf den letzten Spieltag.

Die Ausgangslage: Zwei von vier Abstiegsplätzen sind in der Landesliga Staffel 3 noch zu vergeben. VfL Günnigfeld und die Hammer Spielvereinigung II (zurückgezogen) stehen bereits als Absteiger fest. Vor den zwei übrigen Abstiegsplätzen müssen noch drei Teams zittern: Viktoria Resse steht momentan mit 37 Punkten auf dem rettenden Platz 14 (Torverhältnis -9). Dahinter - auf den Abstiegsplätzen - folgen Kemminghausen mit 36 Zählern (-6) und SSV Mühlhausen-Uelzen, die 35 Punkte auf dem Konto haben (-18).

Die entscheidenden Spiele: Auf Kemminghausen und Mühlhausen kommen zwei richtige Brocken zu: Der VfL empfängt Sonntag (15.15 Uhr) zuhause Ligaprimus Obersprockhövel, der SSV muss zum Zweiten nach Sodingen. Für Obersprockhövel und Sodingen geht es um nichts Geringeres als den direkten Aufstieg. Resse hat tabellen- und motivationstechnisch den leichtesten Gegner - am letzten Spieltag ist der Tabellen-9. Kaiserau zu Gast.

So hält der VfL Kemminghausen die Klasse: Eines steht fest: Damit Kemminghausen auch in der kommenden Saison in der Landesliga spielt, darf Viktoria Resse gegen Hilbeck nicht gewinnen. Verliert Resse, reicht Kemminghausen gegen Obersprockhövel ein Sieg für den Klassenerhalt - oder aufgrund des besseren Torverhältnisses ein Unentschieden. Holt Resse gegen Hilbeck einen Punkt muss Kemminghausen zwingend gewinnen.

Das sagt Kemminghausens Trainer Reza Hassani: „Wir schaffen den Klassenerhalt, wenn wir es genauso machen wie letzte Saison und am letzten Spieltag die nötigen Punkte gegen Obersprockhövel holen. Das wird brutal schwer, die sind noch stärker als letzte Saison. Wir wollen aber das Unmögliche möglich machen.“

Das spricht für Kemminghausen: Hassanis Team ist eine eingeschworene Gemeinschaft, an der Einstellung mangelt es Kemminghausen auf keinen Fall. Dass Ahmed Ersoy trotz einer eingeklappten Lunge und drei gebrochenen Rippen schon wieder auf dem Platz steht - und trifft - zeigt, dass beim VfL alles möglich ist. Auch die Offensivschwäche hat sich durch Ersoy verbessert: In den vier Spielen nach seiner Rückkehr traf der Stürmer schon fünf Mal. Und: Geschichte wiederholt sich. In der vergangenen Saison feierte Kemminghausen den Klassenerhalt auch im letzten Spiel. Gegner damals: Obersprockhövel. Denen hatte der VfL damals übrigens auch den Aufstieg vermasselt...

Das spricht gegen Kemminghausen: Zunächst einmal natürlich der Umstand, dass Hassanis Truppe es nicht selbst in der Hand hat. Gewinnt Resse gegen Hilbeck, könnte Kemminghausen Obersprockhövel mit zehn Toren vom Platz schießen und es würde trotzdem nicht für den Klassenerhalt reichen. Außerdem kommt mit Obersprockhövel auch nicht irgendjemand an den Gretelweg, sondern Aufstiegsaspirant Nummer eins der Landesliga. Und wenn Ahmed Ersoy einen schlechten Tag erwischen sollte, wird das Tore-Schießen für Kemminghausen schwierig. Und die Verletztenliste wird nicht kürzer - neuestes Mitglieder ist Stürmer Hyusein Sadula.

Unsere Prognose: Geschichte wiederholt sich. Der VfL Kemminghausen wird Obersprockhövel mit seinem unbändigen Willen und Ahmed Ersoys Können schlagen - oder zumindest einen Punkt abringen. Und da Resse schon das Hinspiel gegen Kaiserau 2:4 verloren hat, bekommt der VfL die nötige Schützenhilfe und feiert am Sonntag den Klassenerhalt.

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