Vor dem nächsten U23-Auswärtsspiel: RW Essen feuert Giftpfeile in Richtung Borussia Dortmund

Borussia Dortmund II

Die BVB-U23 steht vor dem nächsten Ligaspiel. Für die Borussia geht es zur anderen Borussia nach Mönchengladbach. Vor der Partie sorgt RW Essen mit kritischen Aussagen über den BVB für Aufsehen.

Dortmund

, 09.04.2021, 18:00 Uhr / Lesedauer: 3 min
BVB-Stürmer Steffen Tigges ist für das Samstagsspiel fraglich.

BVB-Stürmer Steffen Tigges ist für das Samstagsspiel fraglich. © Thomas Bielefeld

Die U23 von Borussia Dortmund setzt an diesem Wochenende einen Haken hinter ihre vorerst letzte Englische Woche. Nach der Partie gegen Fortuna Köln an Ostersonntag (1:0) und dem Auswärtsspiel am Mittwoch bei Preußen Münster (1:1) wartet binnen sechs Tagen nun der dritte Gegner auf den BVB.

Am Samstag (10. April, 14 Uhr) ist der BVB zu Gast bei der U23 von Borussia Mönchengladbach - und wird wohl wieder mit Personalproblemen zu kämpfen haben.

Hinzu kommt nun auch noch Kritik aus dem Lager des Aufstiegsrivalen. Der Vorstandsvorsitzende von RW Essen hat Giftpfeile in Richtung BVB abgefeuert.

Zunächst zum Sportlichen: Der BVB muss für die Auswärtspartie am Samstag bei Borussia Mönchengladbach wohl auf mehrere Schlüsselspieler verzichten.

„Die Situation ist weiter angespannt. Neben den bereits angeschlagenen Spielern, hat sich Henri Weigelt am Mittwoch auch noch verletzt und es wird eng für einen Einsatz. Steffen Tigges wird beim Abschlusstraining ebenfalls fehlen. Und Ansgar Knauff wird vermutlich wieder nicht dabei sein, sondern mit nach Stuttgart reisen“, sagt Dortmunds Trainer Enrico Maaßen.

Gibt Albin Thaqi sein Startelfdebüt?

So könnte also durchaus der Fall eintreten, dass der junge Albin Thaqi, der Weigelt in Münster ersetzt hat, sein Startelfdebüt bei der Borussia feiert. Seinen Boss, Teammanager Ingo Preuß, habe Thaqi am Mittwoch schon überzeugt.

„Er ist in einem brisanten, schwierigen Spiel reingekommen und hat eine enorme Ruhe ausgestrahlt. Das hat mich sehr gefreut“, sagte Preuß über den gerade einmal 19-Jährigen. Auch BVB-Trainer Enrico Maaßen äußerte sich am Mittwochabend ähnlich positiv über Thaqi. In Mönchengladbach erwartet den BVB eine Mannschaft, die derzeit auf Rang 13 in der Tabelle steht und zuletzt - zumindest ergebnistechnisch - nicht für Angstzustände beim Gegner gesorgt hat.

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„Mönchengladbach konnte zuletzt wenig gute Ergebnisse erzielen, aber das hat wenig Aussagekraft. Wir haben auch im Hinspiel gesehen, dass sie sehr viel Qualität in den eigenen Reihen haben. Zum Ende der Englischen Woche treffen wir noch einmal auf eine richtig gute Mannschaft. Wir wollen uns gut vorbereiten und alles, was wir haben, in die Waagschale werfen, um die bestmögliche Leistung abzurufen. Wir treffen auf einen top eingestellten und hochmotivierten Gegner.“, so der BVB-Coach, der das Hinspiel mit seiner Borussia allerdings klar und deutlich mit 5:1 für sich entschieden hat.

Noch nicht entschieden ist dagegen der Meisterschaftskampf. Zwar hat der BVB mit derzeit neun Punkten Vorsprung auf RWE die besten Karten um den Drittliga-Aufstieg, doch noch sind für den BVB acht und für RWE neun Spiele zu gehen. 24 beziehungsweise 27 Punkte können die Teams in den restlichen Partien noch einstreichen. Es bleibt daher weiter spannend.

Marcus Uhlig, Vorstandsvorsitzender von RW Essen, hat sich zum BVB-Etat geäußert.

Marcus Uhlig, Vorstandsvorsitzender von RW Essen, hat sich zum BVB-Etat geäußert. © dpa

Marcus Uhlig, Vorstandsvorsitzender von RW Essen, hat am Donnerstag - einen Tag nach dem 1:1-Remis der Essener in Rödinghausen, in einem Livetalk der WAZ die Gelegenheit genutzt, um noch einmal Schärfe in das Aufstiegsrennen zu bringen. Angesprochen auf den Regionalliga-Meisterschaftskampf führte Uhlig an, dass RWE nicht in der Position sei, sich mit den Möglichkeiten eines börsennotierten Klubs - dem BVB - messen zu können.

Uhlig: „Gewisse Ungleichheit der Waffen“

„Der BVB hat vor allen Dingen ein deutlich höheres Personal-Budget zur Verfügung. Es ist schon so, dass man da von einer gewissen Ungleichheit der Waffen sprechen kann“, sagt Uhlig und ergänzt: „Wir tauschen uns diesbezüglich natürlich auch aus und wissen um die Gehälter in Dortmund.“ Der erste RWE-Giftpfeil.

Uhlig führte in dem Talk seine Gedanken aber noch weiter aus, zählte beispielsweise auf, dass sich in der BVB-U23 Profispieler befinden, die schon Bundesliga- oder gar Champions-League-Erfahrung gesammelt haben. „Steffen Tigges ist in dieser Saison zum Profi geworden und kann bereits Einsätze in der Ersten Mannschaft verbuchen. Genauso wie Ansgar Knauff, der zuletzt in der Champions League bei Manchester City in der Startelf zum Einsatz kam“, sagt der RWE-Vorsitzende. Der nächste „liebe“ Gruß von der Hafenstraße nach Dortmund.

Uhlig hat zwar nicht Unrecht, dass Tigges und Knauff zuletzt häufiger mal dem BVB-Profi-Kader angehört und die eine oder andere Bundesliga-Minute gesammelt haben, jedoch zählte das Duo zum Start der Saison 2020/21 noch gar nicht zum Kader der Ersten Mannschaft. Sowohl Tigges als auch Knauff haben sich erst in den vergangenen Wochen und Monaten durch starke U23-Leistungen in den Fokus der Profis gespielt.

Ansgar Knauff, der zuletzt in der Champions League gegen Manchester City mitgewirkt hat, stand zu Saisonbeginn gar noch im Kader der U19, spielte sich dann über die U23 peu à peu zu den Profis hoch. Die Entwicklungen beider Akteure zeigen damit vielmehr, dass die BVB-Verantwortlichen in der U23 derzeit einen guten Job machen und nicht umsonst auf Rang eins stehen.

Ingo Preuß hält sich noch bedeckt

Ingo Preuß, Teammanager des BVB, sind die Aussagen Uhligs natürlich nicht entgangen. Auf Anfrage dieser Redaktion sagte Preuß allerdings, dass er sich erst zu gegebener Zeit zu den Behauptungen Uhligs äußern wolle. Preuß hält sich also bedeckt und legt den Fokus vielmehr auf die eigene Mannschaft und auf den Titelkampf.

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