Vor Spitzenspiel: OSC schielt auf die Oberliga

Handball: Verbandsliga

Handball-Deutschland schwebt nach dem sensationellen Gewinn der Männer-Europameisterschaft auf Wolke sieben. Das aktuell gesteigerte Interesse will der Verbandsligazweite OSC Dortmund nutzen und auf den Euphorie-Zug aufspringen. Am Freitag steigt in Hacheney um 20.30 Uhr das mit großer Spannung erwartete Gipfeltreffen gegen den Tabellenführer RSVE Siegen.

DORTMUND

, 10.02.2016, 07:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jubel in der Halle Hörde: Mit 23:20 besiegte der OSC den RSVE Siegen in der Vorsaison in Dortmund. Das Team aus dem Siegerland scheint den Dortmundern zu liegen, denn auch auswärts gab es 2015 einen 32:30-Sieg.

Jubel in der Halle Hörde: Mit 23:20 besiegte der OSC den RSVE Siegen in der Vorsaison in Dortmund. Das Team aus dem Siegerland scheint den Dortmundern zu liegen, denn auch auswärts gab es 2015 einen 32:30-Sieg.

Während die Frauen von Borussia Dortmund nach dem Erstliga-Aufstieg in der Beletage unvermindert für Furore sorgen, hofft der OSC, mit einem Handballfest vor vollen Rängen ein Highlight für den seit Jahren in den Stadtgrenzen stagnierenden Männerbereich setzen zu können.

Punktuell ist das dem früheren Bundesligisten nach dem zwischenzeitlichen Absturz bis in die Bezirksliga in jüngster Vergangenheit immer wieder gelungen. Mehrfach schrammte der OSC unter seinem Trainer Thorsten Stoschek trotz bescheidener wirtschaftlicher Gegebenheiten nur knapp am vermutlich riskanten Sprung ins westfälische Oberhaus vorbei.

Neue Sponsoren

Diese Situation hat sich mittlerweile geändert. Durch die Akquirierung neuer Sponsoren schon zu dieser Saison gehen die Verantwortlichen um den Sportlichen Leiter Thomas Thurau mit der Zielvorgabe Oberliga mittlerweile offensiv um. „Die Grundlagen sind geschaffen, um den Schritt in Angriff zu nehmen“, formuliert Thurau und sieht den Verein bis zum Spieljahr 2017/18 vernünftig aufgestellt, aber noch nicht auf Augenhöhe zu anderen Klubs.

Dabei steht die Mannschaft für die laufende Saison keinesfalls unter Druck: „Natürlich wäre es schön, wenn die Jungs es packen. Wegweisend wird das Freitagspiel sein. Aber erst nächstes Jahr ist es dann ein Muss.“ So oder so soll das Team nochmals verstärkt werden. Die Zusage des jetzigen Kaders, ob Verbands- oder Oberliga, liegt als Basis schon seit Dezember komplett vor. Einzig berufliche Beweggründe könnten dem vereinzelt noch im Weg stehen.

Oberliga schon jetzt?

Um den Traum Oberliga schon in diesem Mai in Erfüllung gehen zu lassen, muss der OSC bei zwei Zählern Rückstand gegen den RSVE Siegen doppelt punkten. Für den Fall würde die Stoschek-Sieben dank des besseren direkten Vergleichs, das Hinspiel wurde 27:25 gewonnen, an die Spitze springen und sich auch gegenüber TuRa Bergkamen als drittem Titelaspiranten einen Vorteil verschaffen.

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Schon im letzten Jahr begegneten sich die Rotweißen und der langjährige Rivale aus dem Siegerland im Meisterschaftsrennen. Vor oberligareifer und stimmungsvoller Kulisse bestätige der OSC seinerzeit in der prall gefüllten Halle Hörde mit 23:20 den 32:30-Hinspielsieg und übernahm die Tabellenführung, stürzte danach jedoch kaum erklärlich ab.

Tief überwunden

Siegen fehlten die Zähler in der Endabrechnung, der TuS Ferndorf 2 stieg auf. Dieses Szenario soll aus Dortmunder Sicht nicht wieder eintreten. Das kräftige Vier-Pleiten-Tief inklusive des Verlusts der Tabellenführung nach der souveränen Hinrunden-Meisterschaft scheint überwunden. Zumindest deutete das 33:25 über HSC Haltern/Sythen darauf hin. „Jetzt wollen wir zurück auf Platz eins und den dann Spieltag für Spieltag verteidigen“, sagt Dortmunds Coach Thorsten Stoschek.

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