Warum TuS Bövinghausens Sebastian Mützel immer noch ans erste Spiel gegen Frohlinde denkt

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Sebastian Mützel ist der bislang beste Torjäger der Landesliga 3. Für ihn selbst ist das nur Randaspekt. Der könnte allerdings wegen der Verletzung von Dejan Petrovic noch wichtig werden.

Dortmund

, 20.09.2019, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwei Wochen ohne Spiel, in Bövinghausen haben sie in den vergangenen Tagen Kraft getankt und Bilanz gezogen. Nach den beiden etwas ernüchternden Auftaktspielen gegen den FC Frohlinde (1:2) und im Westfalenpokal gegen Wanne-Eickel (2:5) hat sich das Team von Trainer Thorsten Legat gefangen, holte vier Siege in Serie und schoss dabei immer mindestens vier Tore: „Ich würde schon sagen, dass wir uns jetzt gefunden haben“, sagt Top-Torjäger Sebastian Mützel (sechs Treffer) vor dem Derby gegen den noch ungeschlagenen Kirchhörder SC.

„So kann es weitergehen“

Allein das Pflichtspiel-Debüt gegen Frohlinde hängt dem Stürmer immer noch im Kopf herum: „Das hätten wir einfach nicht verlieren dürfen“, sagt Mützel. „Aber alles was danach kam, da kann man nur ein Riesenlob an die Mannschaft aussprechen, so kann es weitergehen.“

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Er selbst stellt sein Licht gerne unter den Scheffel, zusammen mit Ilker Berberoglu ist er der beste Torschütze der Liga, sein Trainer bezeichnete ihn in der Dokumentation „Mit Kasalla in die Oberliga“ als „Phänomen“: „Persönlich läuft es für mich natürlich ganz gut, aber ich hab es ja schon am Anfang der Saison gesagt: Bei mir steht im Vordergrund, dass wir als Mannschaft Erfolg haben. Wer die Tore schießt, ist egal.“

Mützel lässt sich überraschen

Dabei könnte es in den kommenden Wochen ja noch wichtig werden, dass Mützel die Tore schießt, denn Sturmspitze Dejan Petrovic fällt mit einer Knieverletzung monatelang aus: „Die Verletzung von Dejan ist enorm ärgerlich, er war unser Zielspieler, sehr kaltschnäuzig vor dem Tor.“ Ob er selbst nun in die vorderste Position rückt? „Dazu kann ich aktuell noch nichts sagen. Ich lasse mich einfach überraschen“, sagt Mützel.

Der 30-Jährige ist auf jeden Fall voll eingeschlagen beim Landesligisten, der am kommenden Sonntag den Kirchhörder SC zum nächsten Derby empfängt (15 Uhr, Provinzialstraße 273 und bei uns im Livestream): „Das hat natürlich eine hohe Bedeutung“, sagt Mützel, „nicht nur, weil sie oben stehen, sondern auch weil wir beim Hecker-Cup klar gegen sie verloren haben“, sagt Mützel.

Hoffnung auf die Heimstärke

Mit 4:1 siegte der ehemalige Westfalenligist damals gegen den Emporkömmling aus Bövinghausen, der im Halbfinale den Oberligisten ASC 09 Dortmund mit 3:0 aus dem eigenen Turnier gekippt hatte: „Da haben wir noch gutzumachen“, sagt Mützel, „und mit unserer Heimstärke können wir das auch schaffen.“

Mit dem Gegner hätten sie sich in dieser Woche zwar beschäftigt, klar, „wir sind über deren Stärken informiert“, sagt Mützel, „aber ich persönlich finde, wir sollten auf uns selbst gucken und unser Ding durchziehen.“ Für Mützel ist klar, dass es am Sonntag keinen offenen Schlagabtausch geben wird, sondern ein Geduldsspiel: „Es wird auf jeden Fall eine knappe und harte Nummer, bei der Kleinigkeiten wichtig werden“, sagt Mützel und zitiert den TuS-Präsidenten Dzaferoski: „Ajan hat es neulich auch schon gesagt: Die Tagesform wird entscheiden.“

Antwort am Sonntag, 17 Uhr

Und da könnte dem TuS dann die spielfreie Woche doch wieder zugutekommen, oder? „Ja, wir konnten Kraft tanken, aber wir sind auch ein bisschen raus aus dem Rhythmus“, sagt Mützel. Die Antwort auf diese Frage will er deshalb lieber auf den Sonntag vertagen: „Um 17 Uhr wissen wir es.“

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