Die Saison rast Richtung Ende. Manche Dortmunder Teams müssen vor der Klippe die Bremse treten. Andere müssen das Gaspedal komplett durchtreten, damit der Aufstieg naht. Schaffen sie das?

Dortmund

, 10.05.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Fußballwoche hat bisher so viel Spaß gemacht. Liverpool gegen Barcelona. Ajax Amsterdam gegen Tottenham Hotspur. Chelsea gegen Eintracht Frankfurt. Wow. Eigentlich verbietet es sich, am Wochenende Amateurfußball anzuschauen. Erst einmal das Gesehene verarbeiten, genießen und noch einmal schwärmen. Spannender kann es nicht werden, oder? Doch kann es, ab auf die Dortmunder Plätze am Wochenende.

In der Oberliga steckt der ASC 09 Dortmund plötzlich wieder im Aufstiegskampf. Sieben Zähler sind es noch bis zum Aufstiegsplatz, bei vier ausstehenden Partien. Wird der TuS Haltern beim FC Gütersloh noch einmal nervös? Feiert der ASC im Heimspiele gegen das abstiegsgefährdete Eintracht Rheine den achten Sieg in Serie? Antwort auf Frage eins: Vielleicht. Antwort auf Frage zwei: Auf jeden Fall! Der ASC ist in einem Flow, aus dem nur der wütende Hulk sie schubsen könnte. Der hat aber wenig Zeit, weil er jeden Tag mit seinen Freunden den Avengers im Kino sein muss.

Am anderen Ende der Tabelle kämpft der FC Brünninghausen gegen den Abstieg. Im Kreispokalhalbfinale gegen den Lüner SV (2:3) hat Trainer Maximilian Borchmann deshalb seine Immer-Spieler Florian Gondrum, Robin Gallus und Arif Et geschont. Sie sollten noch einmal Energie auftanken, um am Sonntag in Schermbeck wie ein Blitz einzuschlagen. Ein Sieg ist dringend notwendig. Das Team liegt auf dem Abstiegsplatz, der Tabellenletzte 1. FC Gievenbeck ist am Mittwoch sogar näher herangerückt. Das Team steht in der Pflicht. Wie hat es Spieler Sahin Kösecik treffend gesagt: „Wenn der Verein absteigt, dann steigt man auch persönlich ab.“

In der Westfalenliga muss der Kirchhörder SC am Wochenende gegen den SC Neheim das Heimspiel gewinnen, will das Team noch die Klasse halten. Schafft es das Team nicht, den Abstand auf den Relegationsplatz zu verkürzen, können die Verantwortlichen getrost nachschauen, wer Staffelleiter der Landesliga 3 ist. Der wäre dann in der kommenden Spielzeit der Ansprechpartner der Verantwortlichen.

Der BSV Schüren ist auch noch längst nicht gerettet. Auch wenn der Klub über dem Strich liegt, muss weiter gepunktet werden. Am besten gleich wieder Sonntag gegen YEG Hassel. Hilfreich wäre, wenn ein Spieler wieder über sich hinauswächst. In der vergangenen Woche war das Mohamed El Moudni mit seinen drei Treffer. Dabei war auch ein Kopfballtor. Es ist deshalb erwähnenswert, weil El Moudni sogar zu Lionel Messi aufschauen müsste. Nicht nur sportlich, auch von der Länge her. Vielleicht wird diesmal der kompromisslose Innenverteidiger Michael Hines zum Matchwinner. Mit einem Kopfball wäre es diesmal aber langweilig. Das kann er. Wir empfehlen ein Solo aus der eigenen Hälfte.

Und wie lange will eigentlich der VfL Kemminghausen die Dortmunder Fußballgemeinde noch auf die Folter spannen? Noch immer liegt das Team auf einem Abstiegsplatz. Die Mannschaft muss jetzt genauso gefräßig sein wie die Tiere im Streichelzoo, wenn sie die grünen Verpackungen mit dem Futter sehen. Der Hombrucher SV muss im Derby verspeist werden, will der VfL die Klasse halten. Das Zeug dazu hat das Team, auch wenn der Hombrucher SV die größeren spielerischen Mittel besitzt und jederzeit in der Lage ist, gegen jeden Konkurrenten der Liga zu gewinnen.

Jetzt lesen

Der SV Brackel würde sich bestimmt über einen Sieg des VfL Kemminghausen freuen. Brackels Trainer Giovanni Schiattarella ist mit VfL-Coach Reza Hassani befreundet. Ein Derby in der kommenden Spielzeit käme ihm auch gelegener als eine Auswärtsfahrt nach Resse. Am Sonntag kann der SVB dem VfL Kemminghausen nicht helfen, denn der SVB erwartet den Tabellenführer SC Obersprockhövel. Das Team kann sich aber selbst helfen. Mit einem Sieg könnte Brackel in der Tabelle am Hombrucher SV vorbeiziehen, gewinnt der HSV nicht in Kemminghausen. Ein lohnendes Ziel, bestes Dortmunder Team der Landeliga zu werden.

Ein schneller Blick in die Bezirksliga. Tabellenführer TuS Bövinghausen muss die eher niedrige Hürde Union Lüdinghausen überspringen, der Konkurrent FC Nordkirchen muss sich gegen den Dorstfelder SC auch nicht die Sprungfedern unter die Schuhe montieren. Hier ist fest mit zwei Favoritensiegen zu rechnen. Das würde auch die SG Alemannia Scharnhorst freuen, die mit einem Erfolg gegen den VfR Sölde dann fünf Zähler vor einem Abstiegsplatz läge.

Lesen Sie jetzt