Schiattarella nur mit dem Ergebnis nicht zufrieden

Guter Auftritt gibt Brackel Hoffnung

Auch aus einer Niederlage lassen sich bisweilen positive Erkenntnisse ziehen. Die Vorstellung des SV Brackel bei der 0:1-Niederlage in Wanne-Eickel gibt Giovanni Schiatteralla Hoffnung, das seine Jungs das schwierige Unternehmen Klassenverbleib meistern können.

von Udo Stark

DORTMUND

, 07.05.2018 / Lesedauer: 2 min
Schiattarella nur mit dem Ergebnis nicht zufrieden

David Graudejus, Nils Birnkraut und Patrick Sacher brauchen sieben Punkte aus den letzten drei Partien. © Dan Laryea

Bei nunmehr zwei Zählern Rückstand zum rettenden Ufer hat sich die Situation für den SV Brackel 06 zwar nochmals verschlechtert. „Aber die Mannschaft hat alle Tugenden beherzigt, die in dieser Lage erforderlich sind“, beschreibt Schiattarella seine ersten Eindrücke: „Bei jedem war der unbedingte Wille erkennbar. An Intensität und Leidenschaft haben sie in den 90 Minuten alles rausgehauen, was möglich war.“

Keine „hängende Köpfe“

Auch mit der Psyche sei es gut bestellt. „Ich musste die Jungs nach dem Spiel keineswegs moralisch aufbauen, sie sind nicht mit hängenden Köpfen vom Platz geschlichen“, berichtet der Nachfolger des in der Vorwoche entlassenen Jörg Lange, „sie haben selbst gesehen, dass mit dieser Einstellung noch alles möglich ist. Das war ein Auftritt, der auch den Spielern Mut gemacht hat.“

Defensiv bis auf zwei Szenen stabil und konzentriert, offensiv mit zahlreichen guten Aktionen: „Dass wir uns gegen einen Aufstiegsaspiranten so viele hochkarätige Tormöglichkeiten erspielt haben, ist sicherlich einer der wichtigsten Aspekte“, weiß Schiattarella, der allerdings auch kritische Töne anschlägt: „Vorne benötigen wir viel mehr Ruhe, da haben wir oftmals deutlich zu überhastet agiert.“

Sieg gegen Olpe Pflicht

Genau dies gibt er der Mannschaft in seiner ersten kompletten Trainingswoche mit auf den Weg. „Ein Unentschieden in Wanne“, so der Trainer, „wäre ein Bonuspunkt gewesen. Aber unsere Spiele kommen jetzt.“ Der Fokus ist auf die letzten drei Partien gerichtet: am Sonntag daheim gegen Olpe, dann in Wiemelhausen und zum Abschluss gegen Iserlohn. „Wir brauchen noch sieben Punkte“, so Schiattarellas Rechnung, „die sollten zum Klassenverbleib reichen. Wir stehen jetzt allerdings vor der absolut richtungsweisenden Partie. Gegen Mitkonkurrent Olpe müssen wir gewinnen – ohne Wenn und Aber.“

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