Wegen Corona: Tennisspieler gleich doppelt von Krise betroffen - Saisonstart ungewiss

Tennis

Wie bei anderen Sportarten gerät auch die Planung der Tennissaison ins Schwanken. Momentan wird an einem Alternativplan gearbeitet – aber wie der aussehen soll, ist noch unklar.

Dortmund

, 02.04.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Tennisspieler müssen sich auf ihren Saisonstart der Freiluftsaison gedulden.

Die Tennisspieler müssen sich auf ihren Saisonstart der Freiluftsaison gedulden. © Nils Foltynowicz

Eigentlich haben es die Tennisspieler gut: Sie können ihren Sport in der Halle und auch an der frischen Luft ausüben. Doch momentan geht – wie in allen anderen Sportarten – nix: kein Aufschlag, kein Passierball, kein Return, kein Netzroller.

Das Problem: Die Tennisspieler sind durch die Einschränkungen, die der Corona-Virus mit sich bringt, gleich doppelt betroffen. Die unterbrochene Hallensaison wird nicht mehr fortgesetzt, der Start der Sommersaison ist verschoben worden.

Alternativplan für Mannschaftsspielbetrieb in Arbeit

Nachdem der Deutsche Tennisbund (DTB) die Verschiebung des Saisonauftakts bis einschließlich 7. Juni entschieden hat, ist auch der Westfälische Tennisverband (WTV) und der Ruhr-Lippe-Bezirk dieser Maßnahme gefolgt. Das betrifft nicht nur die Mannschaftsspiele, sondern auch alle Ranglisten und Turniere der Leistungsklasse.

Eigentlich hätte am ersten Mai-Wochenende die Saison in den Ligen beginnen sollen, geplant war in den meisten WTV-Klassen, also den Westfalen- und Verbandsligen, ein Spielbetrieb bis Ende Juni. Da diese Termine nun hinfällig sind, versuchen die Verbände so schnell wie möglich einen Alternativplan für den Mannschaftsspielbetrieb im Sommer zu erstellen.

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„Wir versuchen im WTV alles, um schnellstmöglich einen geregelten Wettspielbetrieb auf die Beine zu stellen und ein Terminchaos zu vermeiden. Das Überstehen der Corona-Krise steht nun aber an erster Stelle“, so Lutz Rethfeld, der Vizepräsident im WTV für Wettkampfsport Erwachsene, auf der Webseite des Verbandes.

„Es wird zu personellen Engpässen kommen“

Ähnlich geht der Bezirk Ruhr-Lippe vor, der für den Ligenbetrieb unterhalb der Verbandsliga zuständig ist. „Sicherlich wird es in vielen Vereinen aufgrund der Terminverschiebungen zu personellen Engpässen kommen. Sofern dies im Vorfeld eine Abmeldung von Mannschaften bedeutet oder aber zu einzelnen Absagen im Laufe der ‚neuen‘ Saison, so können wir an dieser Stelle schon jetzt versichern, dass die Erhebung von irgendwelchen Ordnungsgeldern der absolut letzte Gedanke sein wird“, lässt der Verband in einer Meldung wissen.

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Bislang noch ungeklärt ist, wie die Regionalliga West verfährt. Auch hier sollte Anfang Mai die Saison beginnen, es gilt als wahrscheinlich, dass die bereits bestehenden Terminvereinbarungen übernommen werden. Im Laufe dieser Woche wollen sich die Verantwortlichen zu einer Regelung entscheiden.

Mögliche Aufsteiger werden kontaktiert

Betroffen davon sind auch die vier in Dortmund höchstspielenden Mannschaften: die Herren des TSC Hansa, die gerade erst wieder in die Regionalliga aufgestiegen sind, die Herren 30 und Damen 30 des TC Eintracht sowie die Herren 40 des DTK Rot-Weiß.

Für die Spielserie in der Hallenrunde hatte der WTV bereits eine Regelung gefunden. Die Tabellenstände vom 16. März werden als Abschlusstabelle gewertet. Alle Teams, die zu diesem Zeitpunkt sicher aufgestiegen sind, werden dies auch tun können, alle Mannschaften, die theoretisch noch hätten aufsteigen können, werden angeschrieben, ob sie aufsteigen möchten. Absteigen werden nur die Teams, die am 16. März bereits sicher als Absteiger feststanden.

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