Dimitrios Kalpakidis ist nicht mehr Trainer des Fußball-Westfalenligisten BSV Schüren. Der 39-Jährige informierte die Mannschaft am Donnerstagabend vor dem Training über seine Entscheidung.

Dortmund

, 23.08.2018, 20:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dimitrios Kalpakidis wird den BSV Schüren ab sofort nicht mehr betreuen. Der Coach, der den BSV von der Bezirks- in die Westfalenliga geführt, zweimal den Kreispokal gewonnen hat und zweimal mit ihm im Finale der Hallenfußballstadtmeisterschaft stand, will noch selbst gegen Ball treten: „Ich habe in den letzten Wochen und beim Spiel gegen Münster gemerkt, dass es noch juckt, dass ich noch spielen will. Ich bin doch noch nicht bereit, aufzuhören.“

Füße nicht still gehalten

Das Problem: Genau das hatte er dem Verein vor der Saison mitgeteilt. Damals hieß es vom 1. Vorsitzenden Peter Seifert, man habe sich unter der Bedingung auf eine Verlängerung des Vertrags geeinigt, dass der in der vergangenen Saison noch als Spielertrainer tätige Kalpakidis sich auf die Tätigkeit als Trainer beschränkt. Schon damals unkten einige Dortmunder Fußball-Kenner, dass Kalpakidis noch zu sehr Fußballer sei, um die Füße still zu halten.

Nach dem 0:7 im Westfalenpokal bei Preußen Münster hatte Seifert sich darüber gewundert, dass Kalpakidis sich selbst aufgestellt hatte. Der hatte das im Anschluss damit begründet, dass das Spiel eine Belohnung für die Spieler gewesen seien, die den BSV überhaupt erst in den Westfalenpokal gebracht hatten.

„Wir sind Freunde“

„Wir gehen im Guten auseinander“, sagt Seifert jetzt, „wir sind Freunde. Aber wir müssen das Sportliche und das Private trennen.“ Die Schürener Mannschaft sei schließlich verjüngt worden, um den Verein zukunftsfähig zu machen: „Den jungen Spielern wollen wir den Weg nicht verbauen, indem wir einen Kaderplatz für Dimi freihalten.“

Bei welchem Klub Kalpakidis spielen will, ist noch nicht bekannt. Seifert geht unterdessen davon aus, dass der bisherige Co-Trainer Daniel Dukic die Schürener am Sonntag beim Meisterschaftsspiel gegen den Lüner SV coachen wird.

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