TuS Bövinghausen muss bis zur Rückrunde auf Topstürmer verzichten: „Das ist eine Schande“

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Der Gegner am kommenden Sonntag in der Westfalenliga ist für den TuS Bövinghausen kaum auszurechnen. Sicher ist hingegen, dass ein zurückgekehrter Stürmer weiterhin fehlen wird.

Dortmund

, 26.09.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bövinghausens Präsident Ajan Dzaferoski macht sich keine großen Gedanken über den nächsten Gegner seiner Mannschaft in der Westfalenliga. „Das interessiert mich nicht so sehr. Ich schaue nur auf uns. Wir müssen uns auf uns konzentrieren.“

Und wahrscheinlich ist das gar kein falscher Ansatz. Denn der TuS Hordel, der Gegner und Gastgeber am kommenden Sonntag ist, ist angesichts der eigenen Entwicklung gerade so etwas wie die Wundertüte der Liga. Nach dem überraschenden und äußerst kurzfristigen Rücktritt von Trainer Holger Wortmann nach dem zweiten Spieltag, trainiert seit Donnerstag Frank Benatelli, langjähriger Ex-Profi des VfL Bochum, die Mannschaft.

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Ob und welche Spuren das schon im Spiel des aktuell Tabellenachten aus Bochum hinterlässt, ist aus Bövinghauser Perspektive kaum abzusehen. „Wie gesagt, wir schauen nur auf uns“, sagt Dzaferoski. „Und da zählt für mich erstmal die gute Nachricht, dass Innenverteidiger Maurice Haar wieder zur Mannschaft stößt.“ Haar war nach seiner Roten Karte im Kreispokalfinale gegen Mengede 08/20 für drei Spiele gesperrt.

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Definitiv nicht zum Kader gehören wird hingegen ein anderer Hoffnungsträger der Bövinghauser. Nach Mateus Ajala Cardoniz am letzten Wochenende noch wegen mangelnder Fitness nicht zum Kader zählte, scheint es nun so zu sein, dass er auch aus rechtlichen Gründen für die Dauer der Hinrunde nicht spielberechtigt ist für den TuS.

Mateus Ajala Cardoniz ist bis Februar für Bövinghausen nicht spielberechtigt.

Mateus Ajala Cardoniz ist bis Februar für Bövinghausen nicht spielberechtigt. © Nils Foltynowicz

Ein schwierige Situation, die vor allem dem Spieler, der sich kurzfristig für seinen Wechsel von Türkspor Dortmund zum ligahöheren TuS Bövinghausen entschieden hatte, schwer zusetzt. „Ja, es ist richtig, dass ich für den TuS bis Februar nicht spielen. Und das ist echt eine Schande“, erklärt Cardoniz.

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„Aber ich lasse mich davon nicht unterkriegen“, sagt der Stürmer. „Es ist für mich noch nicht vorbei, weil ich sicher bin, dass es eine Menge Leute gibt, die mich gerne spielen sehen möchten. Wahrscheinlich gibt es auch Menschen, die über meine jetzige Situation lachen. Aber davon lasse ich mich nicht runterziehen.“

Cardoniz sieht sich nachwievor als guten Stürmer. „Ich will einfach nur meinen Fußball spielen - mit einem Lächeln im Gesicht. So einfach ist das. Dass das jetzt nicht geht, macht mich nur traurig. Aber ich bin sicher, es kommt der Moment, wo ich aufs Spielfeld zurückkehre - in Dortmund.“

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