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Westfalenligist BSV Schüren steht im Abstiegskampf vor einem harten Endspiel

rnDer Sonntag der Wahrheit

Für einige Vereine geht es es am Sonntag um Alles oder Nichts. Wir blicken auf den Spieltag voraus. Diesmal auf Westfalenligist BSV Schüren, der vor einem nicht gewollten Endspiel steht.

Dortmund

, 22.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Das hatte sich der Aufsteiger BSV Schüren so nicht vorgestellt. Vor dem letzten Spieltag am Sonntag rangiert der Westfalenligist wieder auf einem Abstiegsplatz. Dabei hatte es lange gar nicht danach ausgesehen. Siege in Wiemelhausen, gegen Horst-Emscher und gegen Iserlohn hatten durchaus berechtigte Hoffnung auf den direkten Klassenerhalt gemacht.

Der Aufsteiger hatte sich über mehrere Wochen auf dem scheinbar sicheren Rang 13 etabliert. Doch Ende April unterlag das Team von Arthur Matlik ausgerechnet im Derby bei Absteiger Kirchhörder SC, zwei Wochen später folgte das 0:3 bei YEG Hassel und am vergangenen Sonntag das 1:1 gegen Meister Meinerzhagen. Hier der Ausblick auf den letzten Spieltag.

Die Ausgangslage: Mit dem Kirchhörder SC steht der erste reguläre Absteiger bereits fest. Der TSV Marl-Hüls hatte schon nach dem 18. Spieltag kurz vor Weihnachten den Spielbetrieb eingestellt und verabschiedete sich als Zwangsabsteiger aus der Liga. Doch davor wird es richtig eng: Auf Rang 15 folgt der BSV Schüren mit 25 Punkten und einem Torverhältnis von -36. Ebenfalls 25 Punkte, aber das bessere Torverhältnis (-25), kann der SV Horst-Emscher auf Platz 14 vorweisen. Auch Lennestadt, der Tabellen-13. ist längst noch nicht durch. Die Sauerländer haben 26 Punkte – also nur einen mehr als Schüren – und ein ähnlich miserables Torverhältnis von -33.

Die entscheidenden Spiele: Der BSV Schüren muss am Sonntag (15.30 Uhr) zum FC Lennestadt. Das Hinspiel endete 6:3 für Schüren. Der direkte Konkurrent um den Relegationsplatz, der SV Horst-Emscher, empfängt den Tabellenvierten DSC Wanne-Eickel.

So hält Schüren die Klasse: Die einfachste Lösung ist natürlich ein Sieg in Lennestadt. Damit hätte der BSV 28 Zähler und wäre durch. Ein Remis in Lennestadt reicht nur zum Relegations-Platz, wenn gleichzeitig Horst-Emscher gegen Wanne-Eickel verliert. Schüren hätte dann 26 Zähler, Horst-Emscher bliebe bei 25.

Das sagt Trainer Arthur Matlik: „Jetzt haben wir in Lennestadt das Endspiel, das wollten wir nicht. Wenn meine Spieler aber wie gegen Meinerzhagen den nötigen Willen zeigen, dann gewinnen wir. Wenn nicht, dann schaffen wir es nicht. An Diskussionen, ob auch ein Remis reicht, beteilige ich mich nicht. Wir spielen auf Sieg.“

Das spricht für Schüren: Die Leistung beim 1:1 gegen Meister und Aufsteiger Meinerzhagen macht Hoffnung. Und natürlich das 6:3 in Hinspiel gegen Lennestadt. Die Schürener kennen also die Schwächen der Sauerländer, die zudem nur drei Mal zu Hause gewinnen konnten. Mit Mohamed El Moudni hat Schüren zudem einen Mann in seinen Reihen, der den gewissen Torriecher hat, wie er zuletzt mit seinem Abstauber gegen Meinerzhagen bewies. Verlass ist auch auf Torhüter Sascha Samulewicz. Der zeigte sich zuversichtlich: „Ich gehe davon aus, dass wir es schaffen.“

Das spricht gegen Schüren: Die schwache Defensive. Keine andere Mannschaft der Liga kassierte mehr Gegentore (79). Dazu kommt eine gravierende Auswärtsschwäche. Nur sieben Punkte holte der Aufsteiger auf gegnerischen Plätzen, gewann nur zwei Mal. Gegner Lennestadt hat zudem einen kleinen Lauf im Saisonfinale. Die letzten drei Spiele gingen nicht verloren. Erst das 1:1 gegen Meinerzhagen, dann das 3:2 in Hordel und am vergangenen Spieltag folgte ein 2:0 beim Lüner SV.

Unsere Prognose: Zu einem Sieg in Lennestadt reicht es nicht. Aber zu einem Remis. Und da Horst-Emscher gegen den DSC Wanne-Eickel verliert, sichert sich Schüren zumindest den Relegationsplatz.

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