Westfalia Huckarde verpasst die Endrunde: „Jetzt können wir doch wieder nur saufen“

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Als richtig gute Hallenmannschaft galt Westfalia Huckarde vor der Zwischenrunde. Trotz gewohnt leidenschaftlicher Fans gab Huckarde zwei Siege aus der Hand - und verpasste die Endrunde klar.

Huckarde

, 08.01.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Dann können wir doch wieder nur saufen“, hallt es noch aus dem Kabinengang der Halle Huckarde hinterher.

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Ob die Spieler von Westfalia Huckarde der Schlussfolgerung von Hallen-Trainer Chris Meschede folgen und tatsächlich in hoher Frequenz zum Tresen laufen, bleibt ihnen selbst überlassen. Auf dem Kunstrasen der Helmut-Körnig-Halle werden sie jedenfalls ganz sicher nicht stehen.

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Denn dieWestfaliaa hat die Endrunde verpasst. Bitter. Und doch irgendwie deutlich. „Ich weiß nicht, ob ich die Truppe bemitleiden soll oder sauer bin. Wenn man die Spiele gesehen hat, sind wir zwei Mal dominant und überlegen“, sagt Meschede, der in der Vor- und der Zwischenrunde sogar selbst auf dem Parkett stand.

Westfalia Huckarde schlägt sich selbst

Der A-Ligist belohnte sich für seine starken und über weite Strecken disziplinierten Auftritte gegen Ay Yildiz Derne und den Lüner SV zunächst, ging in Führung. Doch am Ende jubelte immer der Gegner in der Dreiergruppe am zweiten Zwischenrundentag.

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Gegen Ay Yildiz kassierte Huckarde nach 3:2-Führung zunächst den Ausgleich und in der letzten Spielminute das 3:4 durch Sinan Özcan - der erste Tiefschlag in heimischer Halle, wo die Westfalia mal wieder lautstarke und farbenfrohe Unterstützung erhielt.

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Doch ob Fahnenmeer, Blockfahnen oder Trommeln - der Support half dem SVW auch im Gruppenspiel gegen Westfalenligist Lüner SV nicht über die Ziellinie. Wieder führte Huckarde nach Treffern von Ron Hibbeln und Oliver Adler, wieder reichte es am Ende nicht.

Weil Milan Sekulicc (18.) und Fabian Pfennigstorff (20.) noch ein 3:2-Sieg für den LSV herausschossen, blieb den Huckardern nur der stumme Gang in die Kabine. Die Dortmunder Hallenstadtmeisterschaft waren für die Westfalia an dieser Stelle beendet.

Chris Meschede von Westfalia Huckarde: „Das ist irgendwie auch dumm“

„Leichtfertig“ habe man die Führungen aus der Hand gegeben“, so Meschede. „Wir hauen uns die Dinger selber rein. Ich kann mich an wenig Gegentore erinnern, wo wir normal gegen den Ball gestanden haben“, sagt er.

Stattdessen entstanden die Gegentore zumeist aus eigens verlorenen Bällen, oftmals verlor die Westfalia das Duell um den zweiten Ball. Derne und Lünen bestraften diese Situationen eiskalt. „Das ist irgendwie auch dumm“, sagt Meschede über die Art der Gegentore.

Westfalia Huckarde verpasst die Endrunde: „Jetzt können wir doch wieder nur saufen“

Chris Meschede (l.) und Westfalia Huckarde haben die Endrunde auf bittere Art und Weise verpasst. © Dortmunder Sportfotografie / Schulze

Wenig Minuten nach dem Ausscheiden schaffte es Meschede kaum, seine Enttäuschung zu verbergen. Denn eins ist klar: Die Rot-Weiß-Schwarzen hatten sich mehr ausgerechnet.

Westfalia Huckarde galt als starkes Hallenteam

Von den gegnerischen Trainern in der Halle Huckarde bekamen sie im Vorfeld ernsthafte Chancen auf das Erreichen der Endrunde zugesprochen. Für Lünens Trainer Christian Hampel etwa sei Huckarde mit Bövinghausen, Türkspor und dem LSV selbst konkurrenzfähig.

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Verstecken wollte sich auch die Westfalia selbst nicht. „Wir haben uns natürlich Chancen ausgemalt, wollten in die Endrunde. Wenn ich was anderes sage, dann würde ich lügen“, sagt Coach Meschede. Dass man einen Westfalenligisten am Rande einer Niederlage gehabt hätte, sei zwar „schön zu sehen“, so Meschede. Nun bleibt den Huckardern bei der Endrunde allerdings wieder nur das Frischgezapfte.

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