Anil Konya reagiert auf den Abgang seines Bruders bei Westfalia Wickede

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Kapitän, Führungsspieler, Identifikationsfigur - das alles ist Anil Konya bei Westfalia Wickede. Jetzt verlässt sein Bruder den Verein, geht der Kapitän nun auch?

Dortmund

, 07.11.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Westfalia Wickede gab es am Mittwoch (6. November) bekannt: Emre Konya ist nicht mehr Sportlicher Leiter des Westfalenligisten, Daniel Dukic übernimmt mit sofortiger Wirkung. Konya wechselt im kommenden Jahr zum Oberligisten ASC 09, wird dort gemeinsam mit Aplerbecks Sportlichem Leiter Samir Habibovic zusammenarbeiten.

Anil Konya hatte erst wenige Minuten vorher von der Nachricht erfahren, als er mit dieser Redaktion über die momentane Situation bei Westfalia Wickede gesprochen hat.

Herr Konya, Ihr Bruder ist nicht mehr Sportlicher Leiter bei Westfalia Wickede. Was löst das in Ihnen aus?

Ich finde, dass es eine vernünftige Entscheidung ist. Vom Verein und von meinem Bruder. Der Verein muss weiter planen können, mit Spielern sprechen und deshalb war der Bedarf da mit Blick auf den Winter. Ich finde es natürlich traurig. Rational gesehen ist es aber die richtige Entscheidung. Emotional gesehen ist es natürlich schade, weil mein Bruder hier viel geleistet hat, gerade vor dieser Saison.

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Sie sind Kapitän der Mannschaft, seit vielen Jahren in Wickede mit dabei: In was für einer Phase befindet sich der Verein?

Es ist eine Phase des Umbruchs in diesem Jahr. Wir haben viele junge Spiele geholt, mussten uns erstmal finden. Irgendwann müssen wir wieder in die Spur zurückfinden. Den ersten Schritt haben wir dafür am Sonntag getan mit dem Sieg gegen Sodingen.

Freuen Sie sich, dass Marcel Großkreutz wieder an Ihrer Seite ist?

Ich wusste natürlich, dass es uns viel bringt, wenn Marcel wieder zurück ist. Er strahlt unglaublich viel Erfahrung aus, hilft der Mannschaft so weiter. Wir spielen ja schon sehr lange so zusammen in der Innenverteidigung, ergänzen uns da gut.

Wie befreiend war der 6:1-Sieg gegen den SV Sodingen?

Es ist nicht einfach gewesen, die vergangenen Wochen. Wir wussten, dass wir Fußball spielen können, das haben wir gegen Wanne-Eickel gezeigt. Jetzt kam die Belohnung durch die Punkte gegen Sodingen.

Was sorgt dafür, dass die Westfalia in dieser Saison über dem Strich bleibt?

Vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit. Wir halten als Team zusammen und sind eine echte Einheit.

Nachdem Emre Konya nun den Verein verlassen hatte, bleiben Sie der Westfalia erhalten?
Mittlerweile bin ich in meinem neunten Jahr hier, davon fast alle als Kapitän. Ich fühle mich hier pudelwohl. Bezüglich der Zukunft kann ich nichts sagen. Ich gönne meinem Bruder den Schritt nach Aplerbeck, aber ich fühle mich rundum wohl in Wickede.

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Am Sonntag steht ein Derby an: Es geht gegen den FC Brünninghausen. Worauf wird es ankommen?

Es kommt auf die Basics an, das haben wir gegen Schüren schon gezeigt. Dabei geht es nicht so viel um die Taktik. Leidenschaft und Emotionen schon eher. Eine etwas hitzigere Stimmung gehört da auch dazu.

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Der FC Brünninghausen hat unter der Woche ein neues Trainer-Duo präsentiert mit Spielertrainer Florian Gondrum und Rafik Halim: Was halten Sie von den beiden?

Mit Flo habe ich ja noch bei TuS Eving-Lindenhorst gespielt und Rafik kenne ich auch schon seit ein paar Jahren. Ich wünsche denen beiden alles Gute, aber erst nach Sonntag.

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